Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Fischer möchten das Reuss-Projekt verbessern

Reuss: Die Fischer stehen zum Projekt Reuss-Sanierung. Ihre Einsprache beschränkt sich auf Verbesserungen in zwei Bereichen. Der Fischereiverband Kanton Luzern FKL und der Fischereiverein Reuss Luzern FVRL wollen das Projekt keinesfalls gefährden.

pd. Der Fischereiverband Kanton Luzern FKL und der Fischereiverein Reuss Luzern FVRL begrüssen das grosse Projekt zur Sanierung der Reuss. Mit ihrer eingereichten Einsprache wollen sie für den Lebensraum der Fische allerdings zwei wesentliche Verbesserungen erreichen: Ohne Kies keine Laichplätze: Mit Geschiebe sind Kies und kleine Steine von 2 bis 40 Millimeter Durchmesser gemeint, die den Fischen überhaupt erst die Laichplätze ermöglichen. Der Geschiebebetrieb wurde in den letzten Jahrzehnten in der Reuss sträflich vernachlässigt. Damit die Sohle auf das geplante Niveau abgesenkt werden kann, wird der Geschiebehaushalt stark herunter gefahren werden. Mit der Entnahme von durchschnittlich 8000 m3 pro Jahr werden der Reuss rund 60 Prozent des Geschiebes entzogen und der Geschiebehaushalt wesentlich beeinträchtigt. Die Fischer verlangen in ihrer Einsprache, dass die Geschiebezufuhr aus der kleinen Emme nicht geschmälert wird. Das ist gerade für die Äschen – die Reuss ist eine nationale Äschenstrecke – von Bedeutung. Die Fischer verlangen eine verbindliche Erfolgskontrolle (Monitoring). Gemäss aktueller Unterlagen der Auflageakten wäre ein Monitoring erst im Jahr 2042 möglich. Das sei zu spät, sagen die Fischer.

Hochwasserschutz und Renaturierung
Die beiden Fischer-Organisationen betonen mit Nachdruck, dass ihre Einsprachen die Fischverträglichkeit verbessern und keinesfalls das Gesamtprojekt gefährden wollen. «Im Gegenteil, das Projekt Sanierung Reuss ist sehr gut und überfällig», sagt Franz Stadelmann, Präsident des örtlichen Fischereivereins Reuss. Gut sei, dass die Reuss wieder mehr Platz erhalte und Hochwasserschutz und Renaturierungen gekoppelt werden. «Es wäre staatspolitisch gefährlich, diese Koppelung in Frage zu stellen», ergänzt Markus Fischer, Präsident des Fischereiverbandes Kanton Luzern und erteilt entsprechenden Versuchen eine klare Absage. Und, Fischer ergänzt: «Wir sind bereit, für dieses gute Projekt zu kämpfen, im Rahmen einer Allianz aller vernünftigen Kräfte im Interesse von mehr Schutz für Mensch und Natur.»