Rigi Anzeiger
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Fischer wollen Reuss-Sanierung

Region: Der Fischereiverband Kanton Luzern FKL steht hinter der Sanierung der Reuss. Das Projekt sei eine intelligente Kombination von Schutz für Mensch und Natur.

red. «Geben wir der Natur ihren Raum zurück», schreibt der Fischereiverband in seiner Stellungnahme zur Sanierung der Reuss. Und prangert gleichzeitig den Hochwasserschutz früherer Jahrzehnte mit Begradigungen und hohen Dämmen an, der sich als «Schlag ins Wasser» erwiesen habe. Das Unwetter 2003 mit Schäden von 300 Millionen Franken rund um die Reuss sei der tragische Beweis.

Das von der Regierung vorgelegte Projekt verbindet laut FKL Hochwasserschutz mit Renaturierung. «Unsere Generation ist verschwenderisch mit dem Boden umgegangen», sagt Markus Fischer, Präsident des Fischereiverbandes Kanton Luzern. Es gelte Korrekturen vorzunehmen, damit die Habitate für Fauna und Flora, insbesondere für die Fische, aufgewertet werden. Genau diese Anforderungen erfülle das Projekt. Die Reuss erhalte mehr Raum, was neue natürliche Lebensräume schaffe und diese zusätzlichen Flächen seien in Überschwemmungssituationen der nötige Schutz, da sie die zusätzliche Wassermenge aufnehmen könnten. «Geben wir der Natur ihren Raum zurück, den wir ihr technokratisch und ökonomisch motiviert weggenommen haben», so Fischer. Der FKL ist überzeugt, dass sich die Investition von 165 Millionen Franken von Bund und Kanton lohnen.

Für die Weiterentwicklung fordert der FKL jedoch Optimierungen bezüglich Aeschen-Bestand. Die vorgesehene Entnahme von 12000 Kubikmeter Kies und Sand beim Reusszopf könnte sich verheerend auf den Bestand der Aesche – die Kanton und Fischer seit Jahren fördern – auswirken. Zudem appellieren die Fischer an den Kanton, bezüglich Nutzung von landwirtschaftlichem Land für die Renaturierung mit den betroffenen Bauern Lösungen zu finden, um Härtefälle zu vermeiden.