Rigi Anzeiger
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Flaniermeile und überdachte Zentralstrasse

Ebikon: Anfang dieser Woche landete auf zahlreichen Bürotischen ein mehrseitiges Dokument mit Plänen zur Zentrumsplanung vom Architekten Roland Huwiler. Sein Konzept zeigt eine überdachte Zentralstrasse mit Flaniermeile.

Dieser Entwurf von Roland Huwiler zeigt unter anderem die Überdachung der Zentralstrasse.

Dieser Entwurf von Roland Huwiler zeigt unter anderem die Überdachung der Zentralstrasse.

cek. «Der Masterplan von Ebikon steht. Darin ist von einer Flaniermeile die Rede und es wird vorgeschlagen, die Kantonsstrasse im Bereich Schösslistrasse bis zur Sonnenkreuzung teilweise auf zwei Fahrspuren zu verringern. Das vorliegende Konzept hat einen völlig anderen Ansatz», richtet sich Roland Huwiler in seinem Schreiben an rund zwei Dutzend Adressaten. Es sind vornehmlich Behördenmitglieder, der Gewerbeverein, der Kanton, Liegenschaftsbesitzer, LuzernPlus und andere Entscheidungsträger, die mit der Entwicklung Ebikons zu tun haben. Dem Schreiben hat Huwiler ein mehrseitiges Dokument mit Plänen beigelegt – als Vorschlag für eine künftige Zentrumsplanung mit dem Zusatz: «Sie geben Ebikon ein Gesicht.»

Zentralstrasse vier- statt zweispurig
In seinen Plänen sieht Roland Huwiler davon ab, die vier Fahrspuren auf der Zentralstrasse auf zwei zu reduzieren. Er findet sogar, dass sie notwendig sind. Um das Zentrum zu stärken und qualitativ weiter zu entwickeln, schlägt der Architekt vor: «Die Zentraltrasse zwischen der Abzweigung Schlösslistrasse und der Sonnenkreuzung auf einer Länge von etwa 250 Meter nach Nordwesten zu verlegen. Die ganze Strasse wird überdacht und begrünt. Mit diesem Eingriff entsteht ein völlig neues Ortsbild mit neuen Möglichkeiten.» Nur eine Überdachung ist es allerdings nicht, wie Roland Huwilers Pläne zeigen. Vielmehr wird die Zentralstrasse durch ein Tunnel geführt. Links und rechts davon würden gemäss seiner Vorschläge Flanierachsen mit Arkaden und Geschäften entstehen. Der Architekt führt aus: «Denkbar wäre auch, dass die heutige Busstation Ladengasse im Tunnel erstellt werden kann.» Huwilers Ideen gehen sogar soweit, dass der Mühlebach partiell auf Seite Ladengasse geöffnet wird und ein attraktives Detail der Flaniermeile darstellt. Ausserdem würden zwei weitere Freitreppen die Flaniermeile mit der Dorfstrassenebene verbinden. Die neu gewonnene Fläche über dem Strassentunnel könnte gemäss Huwiler teilweise für Wohnbauten genutzt werden.

Pfarreiheimplatz vergrössern
Roland Huwiler geht davon aus, dass das Hotel-Restaurant Löwen irgendwann abgebrochen wird. «Vorgängig einer Neuplanung könnte ein Flächenabtausch zu Gunsten des Pfarreiheimplatzes begründet werden. Dadurch bietet sich mehr Platz für Grossanlässe wie Fasnacht, Chilbi, Chlausauszug, Markt usw.», meint er dazu. Vorschläge hat er auch zum Areal beim Restaurant Sonne bis zur Riedmattstrasse, dass die Wohnqualität verbessern könnte. Nun sieht Roland Huwiler seine Ideen und Pläne als ein Strategiepapier, das als Grundlage für die Zentrumsentwicklung genommen werden könnte. Die Adressaten wiederum brauchen jetzt Zeit, um dazu ihre Meinung bilden zu können.

Der Hintergrund
Es ist nicht das erste Mal, dass Roland Huwiler sich Gedanken um die Zukunft Ebikons macht. Bereits vor drei Jahren, als das Hotel Löwen seinen Besitzer wechselte, erarbeitete er ein Vorprojekt. Darin machte er schon Vorschläge, die im neuen Konzept auch erwähnt sind. Nur landete das Papier vor drei Jahren in Schubladen. Ungesehen blieb es aber nicht, denn er animierte die Gemeinde dazu, die Liegenschaft auf der Zentralstrasse 3 in Ebikon zu kaufen.

Roland Huwiler mit einem der Pläne, die seine Ideen für ein lebenswertes Zentrum Ebikon darstellen.Bild cek.

Roland Huwiler mit einem der Pläne, die seine Ideen für ein lebenswertes Zentrum Ebikon darstellen.Bild cek.