Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Flimmerpause

Zweit- und DrittklässlerInnen in Adligenswil verzichten auf Bildschirm

Eine Woche lang die Freizeit ohne Bildschirm verbringen. Dazu lud Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern mit dem Projekt Flimmerpause ein. Die 18 PrimarschülerInnen der Klasse 2/3d machten samt ihrer Lehrerin Fabienne Schurr mit.

Montagmorgen im Schulzimmer von Fabienne Schurr: «Rückblick Flimmerpause» stand auf der Wandtafel geschrieben. So lautete auch das Thema der ersten Schulstunde. Nicht alle Schülerinnen schafften es während der ganzen vorigen Woche völlig auf Geräte etwelcher Art mit Bildschirm zu verzichten. «Ziel war es, diese weniger zu nutzen», äusserte Fabienne Schurr. Sie machte am Projekt «Flimmerpause» ebenfalls mit, versuchte auf den Gebrauch des Handys und Computer zu verzichten und diese nur, wenn beruflich notwendig zu nutzen. «Das war für mich nicht immer ganz einfach», gestand sie vor den Zweit- und Drittklässlern. Und wie erlebten sie die Flimmerpause? Einige von ihnen hatten damit offenbar keine Schwierigkeiten.

 

1-RobinHandermann
Robin Handermann schaut nicht fern, denn er hat keinen Fernseher. Er sitzt gerne ein paar Minuten am Tag am Computer, um damit zu zeichnen oder zu malen. Darauf eine Woche zu verzichten, machte ihm Spass. Stattdessen betätigte er sich mit mehr Sport, spielte Fussball, was er sehr gerne macht, fuhr Velo oder spielte mit Freunden. «Ich will weiterhin mehr Sport machen und nicht mehr so viel am Computer sitzen», gestand er.

 

2-MarionWaldmann
Marion Waldmann verzichtete eine Woche lang auf das Fernsehen und auf Spielen und Malen am Computer. Für sie war das nicht schwierig, denn es kam schon vorher mal vor, dass sie sich während zwei Monaten nicht an den Computer setzte. «Man hat viel mehr Zeit für anderes», erkannte sie. Während der «Flimmerpause» las sie mehr, denn Lesen ist ihr Hobby. Am Wochenende, als ihre Schwester fern sah, machte sie mit ihrer Mutter ein Brettspiel.

 

3-MonaAlfaré
Vor allem im Winter spielte Mona Alfaré mal eine halbe Stunde Nintendo, schaute hin und wieder fern (nicht zu lange) oder spielte und schrieb am Computer. Wenn es warm wird, ist sie viel eher draussen und so fiel ihr der Verzicht auf elektronische Spiele, Fernsehen und Computer nicht schwer. Während der Flimmerpause nutzte sie die Gelegenheit an den von der Lehrerin angebotenen Freizeitaktivitäten wie Zeichnen, Basteln, Theater spielen usw. teilzunehmen.

 

4-LissandroDaluz
Lissandro Daluz guckt ab und zu zehn bis fünfzehn Minuten fern, gamen tut er auch nur kurz, hingegen spielt er viel an der X-Box. Auf all das zu verzichten, war für ihn schon ein bisschen hart. «Ich sagte mir aber selber, dass ich in dieser Woche nicht fernsehe und game. Dafür ging ich draussen spielen.» Dann meinte er noch: «Ich denke, dass ich nach der Flimmerpause nicht mehr so viel fernsehen und gamen werde wie vorher.»

 

5-SilvanSchürmann
Silvan Schürmann verzichtete auf alles, was mit Bildschirm zu tun hat: Gamen, iPod und Fernsehen. «Vorher spielte ich täglich etwa fünfzehn Minuten. Ich musste vorher meine Eltern fragen, ob ich darf. Auch beim Fernsehen und iPod», verriet er. Darauf eine Woche lang zu verzichten, empfand er einfach. Dafür hielt er sich mehr draussen auf und las vor allem viel mehr. Jetzt möchte er aber schon wieder gamen und fern sehen dürfen.

 

6-MarcGraber
Marc Graber schaut fern, wenn er darf und spielt auf elektronischen Geräten etwa an Wochenenden. Gut fand er darauf sieben Tage zu verzichten. Nur einmal, am Sonntag, schaute er eine halbe Stunde fern. Auch er nahm an den Freizeitaktivitäten, die die Lehrerin zusammenstellte, teil. «Am coolsten fand ich, als wir Sport hatten», äusserte er. Dann meinte er noch: «Ich werde darauf achten, dass ich nicht mehr so viel game und fernsehe und eher mit Freunden oder mit meinem Papi etwas unternehme.»

 

7-ElisaAliti
Elisa Aliti verzichtete auf alles, was mit einem Bildschirm zu tun hat. «Vorher schaute ich manchmal fern. Am Wochenende durfte ich ein wenig am iPod gamen.» Für sie war der Bildschirmverzicht einfach. Sie nutzte die Zeit für Basteln, Zeichnen und sich mehr im Klavierspielen zu üben und nahm an Freizeitaktivitäten nach der Schule teil. «Manchmal hatte ich schon Lust mitzuschauen, wenn andere am Fernseher sassen», erzählte sie und fügte an: «Das war das Ziel der Flimmerpause, dass man weniger schaut.»

 

8-AngelaSchumacher
Angela Schumacher hat zuhause keinen Fernseher und keine Games. Sie setzte sich vor allem an Wochenenden für kurze Zeit an den Computer, um etwas zu schreiben oder nutzte ein älteres iPod, um zu Stücken den Rhythmus am Schlagzeug zu spielen. Gerne hätte sie sich am vergangenen Wochenende vor oder nach dem Essen an den Computer gesetzt, um zu schreiben. Sie tat es nicht. «Ich wollte es schaffen», meinte sie. Sie beschäftigte sich während der Flimmerpause mit Spielen, Fotografieren und Spazieren.