Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Franz Grüters Rückblick auf die Session

Region: Die Gäste im Gemeindesaal Geuensee freuten sich nach der Begrüssung durch Ortsparteipräsidentin der SVP Geuensee, Eveline Dahinden auf ein interessantes Referat.

Franz Grüter (SVP) bei seinem Rückblick auf die Session im Gemeindesaal Geuensee. Bild zVg

Franz Grüter (SVP) bei seinem Rückblick auf die Session im Gemeindesaal Geuensee. Bild zVg

pd/ju. Als erstes stellte Grüter den Stundenplan und Tagesablauf einer Session vor. Im Durchschnitt werden 100 Geschäfte pro Session diskutiert, debattiert und abgestimmt. Er konzentriere sich auf die Rentenreform und das neue Geldspielgesetz. Das wichtigste Thema, welches die Parlamentarier jedoch auf der Agenda haben, sei das Institutionelle Rahmenabkommen mit der EU. Der Luzerner Nationalrat verrät den Gästen, wie die Lobbyisten und Interessenvertreter vor einer Session auf die Parlamentarier Druck ausüben. Grüter weilte zwei Wochen vor Sessionsbeginn im Ausland. Als er die Post im Dorflädeli abholen wollte – leider gibt es auch in Eich keine Poststelle mehr – zeigte die Verkäuferin auf vier gefüllte Wäschezeinen.

Rentenreform und Geldspielgesetz
Im Referat über die Rentenreform zeigte Grüter auf, dass die 70 zusätzlichen Franken pro Neurentner die AHV in arge Not bringen. Mehreinnahmen, generiert durch das Frauenrentenalter 65, würden gleich wieder ausgegeben. Sollte die Altersreform vom Volk angenommen werden, müsste man in Bern sofort eine neue Reform einleiten. Die jetzt propagierte Version werde keine 10 Jahre überleben. Das Geldspielgesetz, welches inländische Geldspiele schützen und ausländische Seiten sperren sollte, sei wirkungslos und werde zu einem Bumerang in der Privatwirtschaft. Die Kleiderindustrie werde Zalando, die Taxiindustrie Uber und die Hotels wohl Trivago sperren wollen. Zum Schluss machte NR Grüter auf das neue Waffengesetz aufmerksam. Dies sei ein weiteres Verbot, diktiert aus Brüssel. Man wolle die Schweiz entwaffnen sagte Grüter. Ein Jahrhundert Schweizertradition solle zur Bekämpfung von Terrorismus verschwinden. Eine weltweit bekannte Tradition, welche vor allem das Vertrauen des Staats in den Bürger zeige und beweise, dürfe und könne nicht durch fremde Richter gebrochen werden. Der durch die Ortspartei Geuensee offerierte Apéro rundete den interessanten Abend ab.