Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

«Fremdspracheninitiative schadet der Berufsbildung»

Region: Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft (AWG) spricht sich gegen die Fremdspracheninitiative des Kantons Luzern aus.

bi./red. Die Fremdspracheninitiative des Kantons Luzern, über die am 24. September abgestimmt wird, steht laut AWG schräg in der bildungs- und wirtschaftspolitischen Landschaft. Würde sie angenommen, müsste sich die Primarschule mutmasslich auf Französisch beschränken und Englisch würde in die Oberstufe verbannt, findet die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft. Vorstandsmitglied und Nationalrätin Andrea Gmür führt aus: «Wie der Bundesrat und die Erziehungsdirektoren-Konferenz finde ich es richtig, dass im Interesse des nationalen Zusammenhalts zuerst die landeseigenen Fremdsprachen gelernt werden. Unsere Jugend braucht in der Primarschule beides, Französisch und Englisch.» Aus der Sicht der Wirtschaft bezeichnet Rico Fehr, Sitzleiter Luzern der Unternehmensberatung Ernst & Young und Vorstandsmitglied der AWG, die Fremdspracheninitiative als Bumerang für Jugend und Berufsbildung und sagt: «Entweder wird die Luzerner Sekundarschule mit der Kompensation des Englisch noch sprachenlastiger, was nicht erwünscht ist, oder die Luzerner Jugendlichen hätten in Zukunft schlechtere Englischkenntnisse als etwa Jugendliche aus Nidwalden oder Schwyz im gleichen Betrieb.» Die Beschränkung auf nur eine Fremdsprache benachteilige die Luzerner Jugend und schwäche die Berufsbildung.

Andrea Gmür, Nationalrätin: «Unsere Jugend braucht in der Primarschule beides, Französisch und Englisch.»

Andrea Gmür, Nationalrätin: «Unsere Jugend braucht
in der Primarschule beides, Französisch und Englisch.»

Die AWG Luzern sagt Nein zur Fremdspracheninitiative, weil sie auch ihrer Forderung nach einem effizienten Staat widerspreche. Mit der Annahme der Initiative würde Luzern zu einer nationalen Spracheninsel und müsste aus eigenen Kräften – entgegen dem Lehrplan 21 – eine grosse Schulreform (Lehrmittel, Stundenplan, Ausbildung) mit hohen Kosten auslösen. Bis jetzt wurden – so die AWG – in allen Kantonen die Volksinitiativen gegen zwei Fremdsprachen und gegen den Lehrplan 21 abgelehnt. Für die AWG wäre es unnötig, wenn die ängstliche Volksinitiative Luzern mit einem «gestrigen» Image belastet würde.

Rico Fehr, Vorstandsmitglied AWG: «Die Initiative schwächt die Berufsbildung und die Chancengleichheit der Luzerner Jugend.»

Rico Fehr, Vorstandsmitglied AWG: «Die Initiative schwächt
die Berufsbildung und
die Chancengleichheit
der Luzerner Jugend.»

Aktuelle Zeitung

Die Gewinner: Leserbilder Sommer 2017

Die Gewinner: Leserbilder Sommer 2017

Like uns auf Facebook!

Razli

Razli

Razli Wetternachhersage

Partner

Partner

Horoskop

Horoskop