Rigi Anzeiger
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Freude herrscht bei Alt und Jung

Gisikon: Im Weitblick-Quartier wurde ein Wohnblock mit elf Alterswohnungen feierlich eingeweiht. Es sind die ersten Alterswohnungen in der Gemeinde.

«Ursprünglich waren für dieses Haus gar keine Alterswohnungen vorgesehen», verrät Architekt Hanspeter Fischer von der Linear Projekt AG. Die 1982 gegründete Architektur- und Bauleitungsfirma hat schon die bisherigen Wohnbauten des Weitblick-Quartiers gleich oberhalb der Kantonsstrasse realisiert und zeichnet auch für die grossen Terrassenhäuser schräg oberhalb des jungen Quartiers verantwortlich. Im Hinblick darauf, dass es in Gisikon bisher weder ein Betagtenzentrum, noch Alterswohnungen gibt und die Kantonsregierung die Gemeinden mit sanftem Nachdruck auf die Notwendigkeit der Schaffung von Alterswohnungen hinweist, hat die Gemeinde die Chance wahrgenommen und den Wohnblock Weitblick Nr. 6 für rund 5,5 Millionen Franken gekauft. «Wir mussten sehr zügig umdisponieren. Denn Alterswohnungen stellen andere Ansprüche», erläutert Fischer. Besonders wichtig und kostenintensiv sei die Schaffung einer durchgehenden Rollstuhlgängigkeit im Haus und seiner Umgebung. Auch die Einrichtung von Gemeinschaftsräumen sei beim Bau von Alterswohnungen wichtig. «Damit die Bewohner nicht vereinsamen», erklärt Fischer. Idealerweise befinden sich Alterswohnungen in unmittelbarer Nähe von Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel und von Gastlokalen. Und von anderen Wohnbauten, in denen auch junge Familien Leben ins Quartier bringen. All das ist im Weitblick-Quartier gegeben. «Weil die Alterswohnungen ausgezeichnet in die bestehende Infrastruktur passen, hat der Gemeinderat ohne grosse Diskussionen die Chance genutzt», erklärte Gemeindepräsident Alois Muri vor den zur offiziellen Einweihung erschienen Gisikonern.

Vorerst die einzigen Alterswohnungen
Zehn der elf Wohnungen zu Mietpreisen zwischen 1250 und 1900 Franken sind bereits vermietet. Für die elfte und grösste sind die idealen Mieter unter den vier Bewerbern noch nicht ausgewählt. «Wir wollen sicher stellen, dass die Mieter auch wirklich auf eine solche Wohnung angewiesen ist», sagt Muri. Und versichert, dass die Gemeinde ihre ersten Alterswohnungen nicht subventioniert. «Es ist eine normale Wirtschaftlichkeitsrechnung», sagt er. Die Schaffung von weiteren Alterswohnungen sei derzeit nicht vorgesehen. Mit einem sehr bescheidenen Bevölkerungsanteil von 8,8 Prozent im Rentenalter, ist die Notwendigkeit dafür auch nicht gegeben. Aber wo sind denn eigentlich all die Gisikoner im fortgeschrittenen Alter bis jetzt hingezogen, wenn sie auf betreutes Wohnen oder auf Alterswohnungen angewiesen waren? «Hauptsächlich nach Root», weiss der Gemeindepräsident. Das ist ja gleich nebenan. Und von dort kam auch der Pfarreileiter Lukas Briellmann, der das neue Haus mit den Alterswohnungen mit Gottes Segen und einer schönen alten Laterne mit einer brennenden Kerze darin gleich beim Hauseingang, bereicherte. Den Abschluss der Einweihungsfeierlichkeiten am Samstagvormittag bildete der Massenstart von Ballonen mit Rückmeldezetteln daran. Die Starter jener Ballone, deren Zettel von den am weitesten entfernten Orten zurückgeschickt werden, dürfen sich auf einen Geschenkkorb freuen. Und die ersten Mieter auf ihren Einzug in die Alterswohnungen um den 1.November.

Unter anderem mit einem Massenstart an Ballonen wurden die elf ersten Alterswohnungen in Gisikon eingeweiht.

Unter anderem mit einem Massenstart an Ballonen wurden die elf ersten Alterswohnungen in Gisikon eingeweiht.