Rigi Anzeiger
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Frisierte Steuererklärung erzeugt viele Lacher

«De grüen Duume» der Theatergesellschaft Perlen ist sehr unterhaltsam

Mit herausragenden Darstellern, kreativen Ideen, detailverliebter Bühnengestaltung samt zahlreichen echten Grünpflanzen und einer amüsanten Geschichte rund um eine Steuerhinterziehung wartet die aktuelle Aufführung «De grüen Duume» der Theatergesellschaft Perlen auf.

«De grün Duume» heisst auch die erfolgreiche Fernsehsendung von Thomy Lampart (Peter Klaus), der ein Genie im Bereich Gartenbau ist. Seine von ihm getrennt lebende Frau Sarah Müller (Esther Buchmüller) bezeichnet ihn in finanziellen Sachen als völlig unterbelichtet. Als Treuhänderin füllt sie seine Steuererklärung aus. Nicht nur das, sie manipuliert sie auch und bringt damit Lampart in Teufels Küche. Der Steuerkommissär Gilbert Nobs (Beat Barmettler), dem man im echten Leben nicht unbedingt begegnen möchte, klebt sich an seine Fersen. Im Leben von Lampart gibt es auch eine Haushaltshilfe namens Albert (Marcel Britschgi). Der ist auch nicht über alle Zweifel erhaben, genauso wie Lucy Napier (Marlis Scheidegger), Thomys Techtelmechtel. Steuerkommissärin Clara P. Wolf (Ursula Hoesly-Glattfelder) verleiht der ganzen Geschichte ein unerwartetes Ende.

Das ungleiche Paar Thomy Lampart (Peter Klaus) und Sarah Müller (Esther Buchmüller), beobachtet von einer Wunderblume.

Das ungleiche Paar Thomy Lampart (Peter Klaus) und Sarah Müller (Esther Buchmüller), beobachtet von einer Wunderblume.

Witzige Überraschungen
Peter Klaus lebt die Rolle des Lampart regelrecht und weiss mit Handlungen zu verblüffen, die weder gekünstelt, noch einstudiert wirken. «Ich übte so lange, bis ich mich in die Rolle hineinfühlen konnte», verriet Klaus, der den Vergleich eines Schauspielers mit herausragender Verwandlungskunst scheut. Ein Wunderzuchtexemplar von einer Blume sorgt für Blickfänge im ersten Akt. Sie verleiht mit ihren Gesten und Mimiken dem Stück eine besondere Note. Wer die Blume darstellt, erfährt der Zuschauer erst am Schluss, was einem besonderen Überraschungseffekt gleichkommt. Albert respektive Marcel Britschgi läuft in Hochform als Akteur der darstellenden Künste auf. Einen witzigen Hintergrund liefert Britschgi, der im echten Berufsleben Leiter der Finanzverwaltung der Gemeinde Stansstad ist. «Als Finanzverwalter wäre es mir gar nicht recht, wenn sich jemand so wie im Theaterstück verhalten würde», meinte er. Zu lustig ist auch der Einfall der Regisseurin Daniela Lütenegger Bürgler, Ursula Hoesly in eine trippelnde Steuerkommissarin mit Schrittzähler schlüpfen zu lassen. Was bei einigen weiblichen Zuschauern nach der Premiere für Diskussionsstoff sorgte, war Esther Buchmüllers Einknicken mit einem ihrer Füsse, die in High Heels steckten. «So bekommt sie doch einen geschwollenen Fuss.» und «Der Absatz wackelte auch schon leicht», fielen als Kommentare. Das war köstlich für jene anzuhören, die über das Geheimnis dieses Einknickens wussten. Ein weiterer Pluspunkt des Stückes erhält zweifelsfrei die Kulisse, vor allem mit dem detailverliebten Atelier von Thomy Lampart sowie die über dreissig, echten Grünpflanzen samt Gewächshaus. An der Premiere entlockte «De grün Duume» von Beginn weg die ersten Lacher, die über die ganze Vorführung nicht mehr verstummten.

«De grüen Duume» (Originalfassung «My Friend Miss Flint» von Peter Yeldham und Donald Churchill) im Gasthaus «Die Perle» in Perlen an folgenden Daten:
Freitag, 8. März; Samstag, 9. März; Mittwoch, 13. März; Samstag, 16. März; Freitag, 22. März, Samstag, 23. März – jeweils um 20.15 Uhr, sowie am Sonntag, 17. März um 17.15 Uhr.
Vorverkauf: www.theaterperlen.ch oder 079 228 12 68 (Montag und Donnerstag, 18 bis 19.30 Uhr oder Samstag, 11 bis 13 Uhr).

 

Urteile aus dem Premierenpublikum

81 Duume3Brigitte und Ruedi Stocker, Buchrain:
«Das war ein sehr unterhaltsames Stück, das eine Steigerung drin hatte. Wir brauchten am Anfang einen Moment, um in die Geschichte reinzukommen. Wir lasen vorher den Text über das Stück nicht, um uns überraschen zu lassen. Der Schluss war etwas diffus.»

 

 

 

81 Duume4Lisa Halter, Merlischachen:
«Die Komödie ist sehr humorvoll und sehr gut gespielt. Jeder einzelne Charakter ist so schön gezeichnet. Der Schluss lässt vieles offen. Jeder kann selber interpretieren, was für ihn passend ist. Ich meine, der Steuerkommissärin geht’s nur darum, Nobs festzunageln.»

 

 

 

81 Duume5Ruth und Roland Imhof, Root:
«Wir fanden das Stück sehr witzig, lustig und besser als im letzten Jahr. Die Aufmachung und die Kulisse waren sehr gut, die Darsteller ausgezeichnet. Für ein Laientheater ‹ganz verreckt›. Der Schluss war passend.»

 

 

Gabriela Mathis, Dierikon (ohne Bild):
«Ich besuche seit 20 Jahren zusammen mit Kollegen des Schützenclubs des Schindler die Vorführungen der Theatergesellschaft Perlen. Ich fand es gut unterhaltend. Man musste bei diesem Stück mehr studieren. Der Schluss löst sich nicht ganz auf. Meines Erachtens müsste die Steuerkommissärin alle verhaften»