Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Früh gefreit und spät bereut

31. Aufführung der Theatergruppe Meierskappel

pd. Die Theatergruppe Meierskappel hat sich für die 31. Spielzeit ein Stück ausgewählt, das an humorvollen Verstrickungen kaum zu überbieten ist. Und die neun Mitspielenden geben richtig Gas.

Das Stück heisst «d‘Jugendsünd» und stammt aus der Feder des Deutschen Volkskomödien-Autors Franz Streicher. Die Mundartfassung schrieb Fritz Klein. Regie führt Wädi Schuler.

 

Käse machen und Käse reden

Toni Schneider (Peter Brunner) ist Käsereibesitzer mit einem angebauten kleinen Laden. Sein Freund Max Baumann (Mike Ribary) ist Lieferant und kommt des öftern vorbei. Beide kennen sich aus der Schul- und Militärzeit. Max war bereits einmal verheiratet, was seine Frau Barbara (Karin Baumli) aber nicht weiss. Toni hingegen hat seiner Frau Monika (Vroni Portmann) angegeben, dass er schon einmal verheiratet gewesen sei und eine Tochter habe um die er sich kümmern müsse. So bekommt er monatlich etwas Geld von seiner sparsamen Frau, das er angeblich seiner Tochter in den Tessin schickt. In Wahrheit landet das Geld aber im «Rössli», dem Dorf-Wirtshaus. Zu seinem 50. Geburtstag hat seine Frau die Idee, seine Tochter einzuladen. Sie schreibt ihr einen Brief. Den Namen der Tochter und ihren Wohnort hat Toni in einer schwachen Stunde ausgeplaudert. Dumm nur, dass er nicht irgend einen Namen erfunden, sondern den Namen der Tochter seines Freundes Max genannt hat. Der hat Frau und Kind schon kurz nach der Geburt für immer verlassen. Nun wird die Sache brenzlig. Gibt es vielleicht diese Frau, die in Bellinzona wohnt und Julia Caprara heisst? Wenn nicht, kommt der Brief doch mit dem Vermerk «Unbekannt» zurück und Tonis Lüge fliegt auf. Nun, Toni hat Glück (oder eben nicht), denn «seine Tochter» Julia (Ladina Meyer) kommt tatsächlich zur Geburtstagsparty. Er findet die junge Frau äusserst attraktiv und kann sie, als seine Tochter, nach Herzenslust verküssen. Ungemütlich wird die Situation erst, als dann noch deren Mutter Lucia (Yvonne Greter) auftaucht und nicht in Toni den Vater von Julia erkennt, sondern in Max.

 

 

Verwirrung total

Die beiden ergreifen die Flucht und trauen sich nicht mehr nach Hause. Dank dem «hilfsbereiten» Briefträger Kurt Meier (Ruedi Stadelmann), der oft Briefe «aus Versehen» aufmacht, kommt heraus, dass die Frau von Max ebenfalls bereits einmal verheiratet war und einen Sohn hat, der bei Max im Warenlager arbeitet. Nun wird es dramatisch, da Max‘ Einkind-Ehe plötzlich zu einer Grossfamilie mutiert, und Heinz (Armin Koller), der Sohn von Toni, endlich seine Julia heiraten kann, die ja jetzt – Gott seis gedankt – nicht mehr seine Halbschwester ist, wie zuerst angenommen wurde. Und zuletzt schlägt auch das Glück bei Elsbeth Baumann (Doris Büeler) ein, die nicht den Sohn von Toni heiraten muss, sondern ihren Briefträger bekommt. Die beiden Helden kommen den widrigen Umständen zum Trotz einigermassen schadlos aus der wirren Geschichte heraus. Einem Happyend steht nichts mehr im Wege.
Felix von Wartburg

 

Aufführungsdaten:
Mi. 24.10., 20Uhr; Fr. 26.10., 20 Uhr, ab 21 Uhr Barbetrieb, Festbetrieb und Saaltombola; Sa. 27.10., 13.30 (Kindervorstellung) und 20 Uhr (ab 18Uhr Nachtessen, ab 21 Uhr Barbetrieb, Festbetrieb und Saaltombola.
Platzreservationen bis 25.10. zwischen 19 und 20.30 Uhr über 079 890 48 11.