Rigi Anzeiger

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Für die Abschaffung der Nachkommenerbschaftssteuer

Adligenswil: Nur noch 4 von 17 Gemeinden im Wahlkreis Luzern-Land kennen die Steuer, welche von den direkten Erben (Kinder) in der Wohngemeinde des Verstorbenen erhoben wird. Für die kommunale Abstimmung vom 23. September 2018 haben die FDP und SVP Adligenswil ihre Kräfte gebündelt und setzen sich vehement für ein Ja zur Abschaffung der Nachkommen-Erbschaftssteuer ein.

Marion Maurer, Präsidentin FDP Adligenswil, und Markus Gabriel, Co-Präsident SVP Adligenswil, haben die Plakate zur Abschaffung der Nachkommenerbschaftssteuer schon aufgestellt. Bild pd

Marion Maurer, Präsidentin FDP Adligenswil, und Markus Gabriel, Co-Präsident SVP Adligenswil, haben die Plakate zur Abschaffung der Nachkommenerbschaftssteuer schon aufgestellt. Bild pd

pd./red. Die Nachkommen-Erbschaftssteuer kann leicht umgangen werden, indem man sein Vermögen mehr als 5 Jahre vor seinem Tod an die Erben verschenkt. Sowohl FDP als auch SVP sind überzeugt davon, dass dies in Adligenswil bereits über Jahre so gemacht wurde. Nachweisen lässt sich dies jedoch nicht. «Wohlhabende Personen haben oft Steuerberater und Treuhänder, welche um diesen Umstand wissen», sagt Marion Maurer, Präsidentin FDP Adligenswil, und ergänzt: «So ist damit zu rechnen, dass Vermögen zu Lebzeiten verschenkt wird. Damit wird unsere Gemeinde geschädigt, indem die Vermögenssteuern und Ertragssteuern auf den verschenkten Teilen wegfallen, da die Nachkommen kaum mehr in Adligenswil wohnhaft sein dürften». Markus Gabriel Co-Präsident der SVP Adligenswil bringt noch einen anderen Aspekt ein: «Wir wollen älteren Menschen in Adligenswil den Stress einer Neuorganisation ihres Vermögens im Alter ersparen. Zu früh verschenktes Vermögen kann unter Umständen dazu führen, dass diese Personen allenfalls im Alter mittels Sozialhilfe von der Gemeinde unterstützt werden müssen. Dies wollen wir vermeiden. Oft werden Immobilien weitervererbt, was dazu führt, dass sich die Nachkommen verschulden müssen, um die Steuer überhaupt bezahlen zu können.»

Den beiden Parteien geht es darum, die steuerliche Attraktivität der Gemeinde Adligenswil zu steigern, um dadurch gute Steuerzahler anzusiedeln (z.B. aus der Stadt Luzern, welche diese Steuer weiterhin erhebt) und bestehende halten zu können. «Unter dem Strich werden die finanziellen Ausfälle innerhalb kurzer Zeit mehr als kompensiert sein. Mit nur einem zusätzlichen guten Steuerzahler mehr in unserer Gemeinde, könnten viel mehr finanzielle Mittel errungen werden», sind sich FDP und SVP einig.

Gemeinderat ist ebenfalls für die Abschaffung
Die Nachkommen-Erbschaftssteuer in Adligenswil wurde 1946 durch die Gemeindeversammlung eingeführt. Nun schliesst sich der Gemeinderat dem Anliegen der FDP und SVP an. Er will diese Steuer per 1. Januar 2019 abschaffen und nennt ähnliche Gründe wie die beiden Ortsparteien. Über die Vorlage dazu wird an der Urne vom 23. September 2018 abgestimmt. Im Vorfeld findet eine Orientierungsversammlung am Dienstag, 4. September 2018, 19 Uhr, im Zentrum Teufmatt (kleiner) Mehrzweckraum im 1. OG, statt.

 

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