Rigi Anzeiger
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Für gesunde Gemeindefinanzen

Ebikon: Doris Mattmann-Berchtold (CVP) wurde als neue Präsidentin der Controlling-Kommission in stiller Wahl gewählt. Mehr über Doris Mattmann ist im nachfolgenden Interview zu erfahren.

Doris Mattmann-Berchtold, Jahrgang 1956, Verheiratet mit Rolf Mattmann, drei Kinder im Alter von 34, 32 und 29 Jahren, von 2002 bis 2016 Kirchmeierin der Katholischen Kirchgemeinde Ebikon (Teilpensum)

Doris Mattmann-Berchtold,
Jahrgang 1956, Verheiratet mit Rolf Mattmann, drei Kinder im Alter von 34, 32 und 29 Jahren, von 2002 bis 2016 Kirchmeierin der Katholischen Kirchgemeinde Ebikon (Teilpensum)

Doris Mattmann, können Sie uns etwas über Ihren beruflichen und familiären Werdegang erzählen?
Ich bin in Ebikon geboren und mit drei jüngeren Schwestern aufgewachsen. Nach der obligatorischen Schulzeit habe ich eine Handelsschule besucht. Anschliessend war ich während Jahren in einer Liegenschaftsverwaltung tätig, unterbrochen von Sprachaufenthalten in Genf und Cambridge. Nach meiner Verheiratung mit Rolf Mattmann, ebenfalls von Ebikon, habe ich noch einige Zeit in einem Betrieb bei der Verwaltung von Stockwerkeigentümergemeinschaften gearbeitet. In diese Zeit fällt auch mein Engagement als langjährige Präsidentin der Damen- und Frauenriege Ebikon.

Sie sind vor allem bekannt geworden als Kirchmeierin der Pfarrei Ebikon?
Ja, aber ich war schon vorher für die CVP politisch engagiert, zuerst im Urnenbüro und dann in der Schulpflege. 2002 wurde ich zur neuen Kirchmeierin gewählt.

Bei Ihrer Verabschiedung als Kirchmeierin im letzten Jahr lobte man Sie dafür, in der Kirchgemeinde die Schulden abgebaut, die Steuern gesenkt sowie die Investitionen vorausschauend geplant zu haben.
Diese Beurteilung freut mich sehr. Was mir aber ebenfalls sehr wichtig war: ich behandelte alle Ansprechpartner gleich. Durch meine Präsenz im Dorf oder bei der Freiwilligenarbeit wurden oftmals auch Anliegen oder Fragen an mich gestellt, die im Gespräch erledigt werden konnten.

Ihren Rücktritt aus dem Kirchenrat haben Sie auch damit begründet, dass Sie mehr Zeit für sich und Ihre Familie haben möchten. Jetzt werden Sie Präsidentin der wohl wichtigsten Kommission der Gemeinde. Beisst sich das nicht irgendwie?
Da gibt es doch gewichtige Unterschiede: Mein Amt als Kirchmeierin war eine 60 Prozent-Stelle mit regulärer Arbeitszeit. Die Controlling-Kommission von Ebikon hingegen tagt 12-15 Mal pro Jahr während jeweils drei bis vier Stunden. Hinzu kommen die Vor- und Nacharbeiten zu Hause, das alles ist zeitlich überblickbar.

Um sich in das anspruchsvolle Amt der Präsidentin der Controlling-Kommission einzuarbeiten, braucht es eine gewisse Zeit. Sie sind jetzt bis Ende der Amtsperiode 2016–20 gewählt. Können Sie sich auch vorstellen, mit 64 Jahren nochmals anzutreten?
Das ist nicht auszuschliessen. Mit Sicherheit werde ich mich voll und ganz während der laufenden Amtsperiode für die Belange meiner Gemeinde einsetzen.

Wie beurteilen Sie die finanzielle Situation von Ebikon?
Sicherlich kann man sagen, dass der langjährige und vor kurzem zurückgetretene Finanzchef von Ebikon, Herbert Lustenberger, sehr gut zu den Gemeindefinanzen geschaut hat. Ebikon steht finanziell solide da, die Verschuldung ist verkraftbar, der Steuerfuss in einem vernünftigen Rahmen. Ich möchte meinen Beitrag leisten zu einem sorgfältigen und haushälterischen Umgang mit den Gemeindefinanzen. Mir liegt aber auch viel an einer guten Investitionsplanung. Wir müssen die Investitionen vernünftig etappieren, nicht dass wir plötzlich vor einem grossen Investitions-Nachholbedarf stehen, der die Gemeinde finanziell überfordert. Und – der Schuldenabbau soll zu Lasten meiner Generation erfolgen und nicht der nächsten Generation überlassen werden.

Doris Mattmann, Sie freuen Sich auf ihre neue Aufgabe?
Ja, ich bin gespannt darauf. Ich bin jemand, der gerne hinter die Bühne schaut und mitgestalten will. Zudem bin ich überzeugt, dass die Controlling Kommission sehr gut mit den Gemeinderäten zusammenarbeitet, mit dem gleichen Ziel: die Finanzen der Gemeinde gesund zu halten.