Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Für alle Fälle vorbereitet

Feuerwehr Udligenswil

Udligenswil verfügt über eine bestens funktionierende Feuerwehr. Geleitet wird sie seit 2001 von Feuerwehrkommandant im Hauptmannsgrad Hans Gisler. Mit den Gemeinden Adligenswil und Meggen gibt es Zusammenarbeitsverträge. Bei einem Grossereignis könnten Udligenswil auf deren Unterstützung zählen.

Hoch über dem Dorf Udligenswil wohnt der Kommandant der Feuerwehr Udligenswil, Hauptmann Hans Gisler. Er bewirtschaftet auf der Gabelegg einen Bauernhof mit 22 Kühen und einigem Jungvieh. Er ist seit 29 Jahren Angehöriger der Feuerwehr (AdF) und hat für die Übernahme des Feuerwehr-Kommandos die klassische Laufbahn eingeschlagen: zuerst Feuerwehrmann, dann Gruppenführer, später Offiziersausbildung und seit 2001 Chef der Feuerwehr Udligenswil im Hauptmannsgrad.

Auf dem Weg zur Kommandoübernahme müssen einige Anforderungen erfüllt werden, fachliche und persönliche Qualifikationen vorhanden sein. Für die Wahl eines Kommandanten macht in den Gemeinden die Feuerwehrkommission einen Vorschlag an den Gemeinderat, der dann Wahlbehörde ist. Nach der Wahl ist ein Kommandanten-Kurs von zwei Tagen Dauer und in den folgenden Jahren je ein Tageskurs zu absolvieren. «Wichtig ist, dass der Kommandant und weitere Offiziere den Arbeitsort möglichst in der Gemeinde haben, damit sie im Ereignisfall rasch verfügbar sind», erklärt Hans Gisler im Gespräch beim Feuerwehrlokal Udligenswil. «Während meiner zwölfjährigen Kommandozeit hatten wir bis jetzt kein Grossereignis in der Gemeinde. Beim Unwetter 2005 mit Hochwasser unterstützten wir die Feuerwehr Luzern mit einem mehrtägigen Einsatz beim Verkehrshaus. Ansonsten beschränkte sich unsere Arbeit auf das Löschen von Kleinbränden oder das Beheben von kleineren Schadenereignissen.»

 

Die Feuerwehr managen

Die Aufgaben eines Feuerwehrkommandanten sind vielfältig. «Es gilt die Feuerwehr zu managen, vorausschauend zu planen, Zielvorgaben pro Jahr zu formulieren und Kontakte mit dem zuständigen Gemeinderatsmitglied und den Nachbarwehren zu pflegen», hält Hauptmann Hans Gisler fest. «Im Weiteren muss ich das Arbeits- und Übungsprogramm überwachen, das jährliche Budget erstellen und dessen Einhaltung sicherstellen sowie die Rechnungen visieren. Das Erfüllen dieser Teilaufgaben dient dazu, die ständige Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu gewährleisten.» Rund 150 Stunden stehen Gisler dafür zur Verfügung. Dazu kommt noch Zeitaufwand für die Teilnahme an Ausbildungsgängen und Übungen. Der Feuerwehrkommandant hat auch den Vorsitz der Feuerwehrkommission inne, der viele übergeordnete Aufgaben zum Feuerwehrwesen zugeteilt sind.

Gibt es auch schwierigere und belastende Aufgaben für einen Kommandanten? Ja, sagt Gisler: «Die Rekrutierung ist schwieriger geworden. Vielen jungen Leuten steht ein so grosses Freizeitangebot zur Verfügung, dass keine Lust mehr besteht, Feuerwehrdienst zu leisten. In meiner Generation stellte man sich gerne in den freiwilligen Dienst der Gemeinschaft. Weder die Befreiung von der Feuerwehrsteuer noch der Sold können heute motivieren, sich in die Feuerwehr zu melden. Aber es gibt erfreulicherweise immer noch Männer und Frauen, die sich für die Allgemeinheit engagieren.»

 

Ein neues Pikett-Fahrzeug

Mitte September 2012 konnte die Feuerwehr Udligenswil ein neues Pikett-Fahrzeug übernehmen und einweihen. Aufgrund der topografischen Verhältnisse in der Gemeinde musste darauf geachtet werden, dass lange Wassertransportleitungen effizient erstellt werden können. So verfügt das neue Pikett-Fahrzeug über 700 Meter Schläuche, die rasch ab Fahrzeug verlegt werden können. Zudem kann es sieben AdF transportieren, verfügt über einen Werkzeugkasten mit Kleingeräten, eine grosse Ladebrücke und Allradantrieb. Das Fahrzeug vom Typ Mercedes Sprinter 519 wurde mit der einheimischen Garage Flury AG und der in Root ansässigen Firma Mobas AG entwickelt und erstellt.

Für das Lenken der grossen Fahrzeuge, des Tanklöschfahrzeugs von 8,5 Tonnen Gewicht und des Pikett-Fahrzeugs von 5,5 Tonnen Gewicht braucht es speziell ausgebildete Chauffeure. In der Udliger Feuerwehr machen freiwillig einige Berufslastwagenchauffeure mit, so dass kein grosser Aufwand mit Zusatzausbildungen betrieben werden muss. Alle 14 Tage werden die Feuerwehrfahrzeuge auf Probefahrten, die zugleich der Orts- und Gebäudekenntnis dienen, bewegt. So wird die Einsatztauglichkeit der Fahrzeuge sichergestellt.

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