Rigi Anzeiger
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Für die neuen Noten gabs die Note 5,94

Fabian Aregger aus Rotkreuz schreibt sinfonische Maturaarbeit

Am 23./24. März kam ein Teil der «Symphony No. 1 – The Lord of the Rings» neu arrangiert zur Uraufführung durch die Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz (mgrr). Der knapp 18-jährige Percussionist Fabian Aregger schrieb als Maturarbeit die Noten. 110 Stunden Aufwand – dafür gabs eine Note von 5,94.

1 FabianAregger

Fabian Aregger, wie kommt man auf die Idee, für eine Maturaarbeit eine bestehende Komposition für Brass Band zu arrangieren?
Ich machte mir zu Beginn viele Gedanken zur Maturaarbeit. Ich wollte etwas Praktisches zu meiner Leidenschaft, der Musik, erarbeiten. Ich hatte verschiedene Ideen, entschloss mich aber schlussendlich für das Arrangieren eines Werkes für Brass Band.

Wo lernten sie das Handwerk zum Schreiben von Arrangements?
Ich brachte mir das Schreiben grösstenteils selber bei und verbesserte mein Handwerk im Laufe meiner Arbeit stetig. Eine zusätzliche Hilfe, vor allem bezüglich der Instrumentierung, bot mir mein Musikkollege Matthias Kieffer.

Das ganze Werk umfasst 5 Sätze und hat eine Spieldauer von 40 bis 45 Minuten. Weshalb wählten Sie nur drei Sätze aus?
Schon nur die zwei Sätze, welche zur Aufführung kamen, sind bezüglich der Ausdauer für die gesamte Band anspruchsvoll. Das gesamte Werk wäre schlichtweg zu anstrengend gewesen. Ebenso fehlte mir die Zeit, um die ganze Sinfonie zu arrangieren.

Wie viel Zeit benötigten Sie für diese Arbeit?
Insgesamt benötigte ich für die drei Arrangements sowie die schriftliche Arbeit rund 110 Stunden. Die Schreibarbeit selbst, das Korrigieren und Formatieren benötigten am meisten Zeit.

Was war das Schwierigste bei der Umsetzung des Arrangements?
Vor allem das Instrumentieren stellte eine grosse Herausforderung dar, da Holzblasinstrumente grundsätzlich einen viel grösseren Tonumfang als Blechblasinstrumente haben. Ebenso sollte der Sound insgesamt möglichst originalgetreu wiedergeben werden.

Was ging in Ihnen vor, als Sie erfuhren, dass Ihre Arbeit mit 5,94 benotet wurde?
Nach dem Arbeitsprozess von gut einem Jahr war ich natürlich sehr erfreut über mein Ergebnis. Allerdings war ich ein wenig überrascht, da ich nicht mit dieser Note gerechnet habe.

Wie empfanden Sie die Welt-Uraufführung der zwei Sätze aus Ihrem Arrangement?
Es war nach meinem Arbeitsprozess und der intensiven Probearbeit mit der mgrr ein emotionales Ereignis. Ich war aber sehr glücklich, da die mgrr meine Arbeit in der Weise auf die Bühne brachte, wie ich mir dies von Anfang an vorgestellt habe.

Werden Sie die zwei restlichen Sätze auch noch für die Brass Band arrangieren?
Die zwei restlichen Sätze habe ich nicht in Planung, da ich momentan im Endspurt vor den Maturaprüfungen bin.

Werden Sie sich in Zukunft weiterhin der Blasmusik widmen?
Ja, das werde ich auf jeden Fall! Dies beinhaltet vor allem meine Tätigkeit in der Brass Band der mgrr. Zudem werde ich dieses Jahr erneut an den Musikwochen des Luzerner Kantonalen, sowie dem Nationalen Jugendblasorchester teilnehmen. Ebenso habe ich den Wunsch, meinen Dienst für das Vaterland in der Militärmusik zu leisten. Aus diesem Grund steht mir im Herbst zusätzlich die Fachprüfung Militärmusik bevor.

Darf man mit weiteren Arrangements oder sogar mit eigenen Kompositionen aus ihrer Feder rechnen?
Ja, ich beginne in absehbarer Zeit mit Arrangements für die Kleinformation «Undergroove», in welcher ich mitwirke. Diese werden im Rahmen des Zuger Seefest von dieser Formation aufgeführt. Eigene Kompositionen sind momentan nicht in Planung. Ich überlege mir aber, nach meiner Matura mit einer solchen für «Undergroove» zu beginnen.

Welche Musik hören Sie denn am liebsten privat?
Ich bin generell nicht auf einen Musikstil fixiert und auf meinem iPod lassen sich viele verschiedene Stile entdecken. So lässt mich das Brass Band-Fieber auch in meiner Freizeit nicht los. Ebenso höre ich gerne klassische Werke für Blas- oder Sinfonieorchester und Stile wie Jazz, Rock oder Fusion. Insbesondere höre ich aber gerne experimentelle Musik, wie sie z.B. die Symphonic Metal Band «Nightwish» oder «Nerve», welche Jazz mit elektronischer Musik kombiniert, betreibt.

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