Rigi Anzeiger
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Fusion in der Waldwirtschaft

Region: Der Verein IG Wald Oberseetal und die Genossenschaft Wald Habsburg schliessen sich zusammen. Die Selbsthilfeorganisation der Waldeigentümer umfasst gegen 900 Mitglieder mit über 2000 ha Wald in 21 Gemeinden.

Die Präsidenten der Genossenschaft Wald Habsburg Josef Scherer, Meggen (links) und der IG Wald Oberseetal, Nik Wolfisberg, Hohenrain.

Die Präsidenten der Genossenschaft Wald Habsburg Josef Scherer, Meggen (links) und der IG Wald Oberseetal, Nik Wolfisberg, Hohenrain.

red. Durch freiwilligen Zusammenschluss der Waldeigentümer soll die Waldpflege und Holzvermarktung in der Region optimiert werden. Dieses Ziel haben der Verein IG Wald Oberseetal und die Genossenschaft Wald Habsburg gemeinsam. Seit Jahren arbeiten die beiden Organisationen bereits eng zusammen. So besorgt die IG Wald Oberseetal seit der Gründung der Genossenschaft Wald Habsburg 2010 die Holzvermarktung. Auch die Dienstleistungen für die Waldeigentümer sind praktisch identisch. «Allenfalls ändert der Name des Vereins, und es gibt neue Vorstandsmitglieder aus der Region. Aber eigentlich ändert sich für die Mitglieder überhaupt nichts. Wohl deshalb ging die Fusion so schlank über die Bühne», kommentiert der Präsident der Genossenschaft Wald Habsburg Josef Scherer aus Meggen den Zusammenschluss. Ideen für den neuen Namen gebe es jedoch noch keine.

Die Fusion gilt rückwirkend auf den 1. Januar 2015. Das hat die 13. Generalversammlung der IG Wald Oberseetal am 9. Juni in Hohenrain und die 5. Generalversammlung der Genossenschaft Wald Habsburg am 17. Juni in Meggen ohne Gegenstimme beschlossen und den entsprechenden Fusionsvertrag genehmigt. Darin ist geregelt, dass die Genossenschaft Wald Habsburg aufgelöst und sämtliche Aktiven und Passiven auf den Verein IG-Wald Oberseetal übergehen. Sämtliche bisherigen Mitglieder der Genossenschaft Wald Habsburg werden Mitglieder des Vereins IG-Wald Oberseetal.

Die Genossenschaft Wald Habsburg war die jüngste und eine der kleinsten der vom Kanton geförderten sogenannten «Regionalorganisationen zur eigentumsübergreifenden Zusammenarbeit im Wald» RO. Sie zählte rund 200 Mitglieder mit rund 500 ha Waldfläche in den Gemeinden Luzern, Ebikon, Adligenswil, Meggen, Udligenswil, Meierskappel, Dierikon, Root, Gisikon, Honau und Buchrain. Die IG Wald Oberseetal zählt rund 670 Mitgliedern mit über 1500 ha Wald in zehn Seetaler Gemeinden. Durch den Zusammenschluss entsteht somit eine Organisation, welche über 2000 ha Waldfläche in 21 Gemeinden betreut.

Die erste gemeinsame Generalversammlung der vereinigten Waldorganisationen ist für Frühjahr 2016 vorgesehen. Dann sollen auch Neuwahlen durchgeführt und über eine allfällige Namensänderung des vergrösserten Vereins befunden werden. Vom Zusammenschluss könnten alle profitieren und die Selbsthilfe der Waldeigentümer werde weiter gestärkt, meinten die beiden Präsidenten Nik Wolfisberg, Hohenrain und Josef Scherer, Meggen an den Generalversammlungen. «Vorteile sehe ich in der stärkeren Stellung der Waldeigentümer der Region. Wir können die Interessen nach aussen besser vertreten. Zudem wäre die Zukunft von Habsburg aufgrund des kleinen Perimeters, der geringen Mitgliederzahl und Waldfläche schwierig geworden», so Josef Scherer. Der Anschluss an einen grösseren Verbund sei wichtig, um die Eigenwirtschaftlichkeit gewährleisten zu können. Und Scherer ergänzt: «Sonst hätten wir wohl in einigen Jahren ohne starkes Wachstum kaum mehr schwarze Zahlen schreiben können, bzw. hätten Mitgliederbeiträge einführen und Gebühren erhöhen müssen.»