Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Fussballjargon

Sich vom Radiowecker aus dem Tal der Träume reissen zu lassen, birgt ein gewisses Risiko, den Tag in etwas schlechterer Morgenlaune zu starten.

Kolly_kleinNoch leicht schlaftrunken zu hören, dass es just auf der zu absolvierenden Strassenroute zu einem Unfall gekommen und nur noch der rechte Fahrstreifen befahrbar ist, lässt Übles erahnen. Kilometerlanger Stau auf der Autobahn, Chaos auf der Kantonsstrasse, Gedränge von allen Seiten. Lichtgehupe, unmissverständliche Gebärdensprache, Münder, die deutlich das mit A beginnende Wort formulieren.
Der Morgen eines Tages, der sich von Anfang an abhaken lässt. Einer der nur dazu da ist, Nerven zu strapazieren und die persönliche Schmerzgrenze zu testen. Aber nicht mit mir. Nicht heute Morgen. Ich ärgere mich auch nicht, dass ich trotz radiophoner Warnung im Stau gelandet bin. Ich konstatiere emotionslos, dass ich heute einfach die Arschkarte gezogen habe, um einen Begriff aus dem Fussball zu verwenden. Das stimmt wirklich. Zu Zeiten des Schwarz-Weiss-TV liess sich am Bildschirm nicht erkennen, ob der Schiedsrichter einem Spieler die gelbe oder die rote Karte zeigte. Deshalb einigten sich die Unparteiischen darauf, die gelbe in die Brust- und die rote in die rechte Gesässtasche zu stecken. Wurde ein Spieler vom Platz gestellt, ist eben die «Arschkarte» gezogen worden. Der Worst Case kommt also immer von rechts. Wobei, eine Rolle spielts nicht wirklich. Arschkarte bleibt Arschkarte. Linda Kolly