Rigi Anzeiger
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Immensee: Was studieren? Mitglieder des Rotary Clubs Küssnacht-Rigi-Meggen und Ehemalige des Gymi Immensee standen an der Sudienveranstaltung «Meet the professionals» im Gymi Red und Antwort.

Ehemalige des Gymi während der Fragerunde (v.l.): Camillo Zanitti (Stud. Philosophie, Informatik, Geografie), Meret Knaak (Stud. Germanistik, Philosophie), Chantal Zbinden (Germanistik und Historik) sowie Rahel Bünter (klassischer Gesang). Bild David Coulin

Ehemalige des Gymi während der Fragerunde (v.l.): Camillo Zanitti (Stud. Philosophie, Informatik, Geografie), Meret Knaak (Stud. Germanistik, Philosophie), Chantal Zbinden (Germanistik und Historik) sowie Rahel Bünter (klassischer Gesang). Bild David Coulin

Es gibt sie tatsächlich – diejenigen, die schon bald wussten, was sie wollten. Zum Beispiel Thomas Suter, seit bald dreissig Jahren Architekt mit einem eigenen Büro in Küssnacht und Mitglied des Rotary Clubs Küssnacht-Rigi-Meggen. Als solcher sitzt er nun da und erzählt einer Gruppe von Gymnasiasten aus seinem Berufsalltag. «Ja, der Beruf des Architekten hat ein künstlerisches Moment. Aber künstlerisch zu sein genügt nicht», sagt er: «Wichtig ist, dass du eine Idee entwickelst und dann bis zum Schluss durchziehst.»
Das mag auch stimmen für die Architektur der Berufsbiografie. Darum fragt Thomas Suter in die Runde zurück: «Welche Idee steht hinter deinem Interesse an Architketur?» Die Frage nach Idee und Interesse stellt sich vor zahlreichem Publikum auch im Nebenraum – nur sind diesmal die Referentinnen und der Referent gefragt. Es sind Maturi und Maturae des Gymi Immensee, die nun im Studium stehen – als Germanistin und Philosophin, als Philosoph und Informatiker, als Germanistin und Historikerin, als Studierende des klassischen Gesangs. Die Frage stellt sich umso mehr, als diese Studien als brot- und perspektivenlos gelten. Trotzdem sitzen sie in überfüllte Hörsääle und befassen sich mit Themen, nach denen sich in der freien Wirtschaft niemand interessiert. Der Grund ist einfach: «Entweder du studierst, was dir Spass macht, oder du wirst das Studium abbrechen», sagen sie einhellig. Das leuchtet ein. Auch als Absolventen scheinbar aussichtsloser Studienrichtungen lässt sich Karriere machen. Es macht den Ehemaligen des Gymi Immensee keine Mühe, Beispiele aufzuzählen. Da ist die Studierende alter Sprachen, die nun in leitender Stellung beim romanischen Fernsehen tätig ist. Oder der Zoologe, der heute eine Firma für Wärmepumpen führt. «Er hat sich mit Kollegen zusammengetan – der eine verstand etwas von Wirtschaft, der andere von Technik – und er selber brachte sein naturwissenschaftliches Wissen ein», erzählt der angehende Philosoph, und seine Kollegin pflichtet ihm bei: Wichtig sind die Vernetzung, die Kontakte. Auch die Gesangsstudentin weiss, dass niemand auf sie und ihre Stimme wartet. Trotzdem hat sie schon einige Engagements als Chorleiterin oder Sängerin.
Die Professionals und die Ehemaligen sind gekommen, um über ihren beruflichen Weg zu berichten. Erzählt haben sie aber aus ihrem Leben. Das Publikum dankte es mit persönlichen Fragen und echtem Interesse – und nahm eines sicher mit: Wenn es doch ein Rezept gibt, um Studienabbrüchen vorzubeugen – dann ist es der Mut, das zu machen, was man wirklich will.

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