Rigi Anzeiger
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Gemeinde Adligenswil ist gefordert

Postauto 73 und VBL-Linie 26 liefert weiteren Diskussionsstoff

Rund 1500 Unterschriften für die Beibehaltung der Linienführung Bus 73, Vorbehalte des Gemeinderates Adligenswil – der Verkehrsverbund Luzern (VVL) ist bei der Umsetzung des Angebotskonzepts AggloMobil due im Bereich Korridor Ost gefordert, aber auch die Gemeinde Adligenswil.

Die geplanten Änderungen der Linienführung für das Postauto Nr. 73 haben in Adligenswil für Unmut gesorgt (Rigi-Anzeiger vom 14. September 2012). «Es gibt aber durchaus gute Gründe für eine Änderung der Linienführung, die in der Berichterstattung bislang überhaupt nicht berücksichtigt wurden. Unter dem Strich profitieren sehr viel mehr Personen von der neuen Linienführung als durch sie verlieren. Die Gemeinde Adligenswil argumentiert auch nicht redlich, wenn sie zwar für eine Verbesserung der öV-Erschliessung der Gebiete südlich des Dorfzentrums votiert, gleichzeitig aber nicht bereit ist, auch mehr Mittel in den Topf des VVL einzulegen», so Felix Handermann, IG öV Adligenswil–Würzenbach.

Mit der neuen Linienführung via Brüelstrasse–Haldenstrasse zum Bahnhof Luzern verlieren die Gebiete Widspüel, Stuben, Bühl, Schlössli und Schweizerheim ihre direkte Verbindung in die Stadt Luzern. In einem Leserbrief stellt die ehemalige Gemeindepräsidentin von Adligenswil, Pia Hirschi-Schmid, fest, dass sich die Fahrzeit für die Strecke Widspüel–Bahnhof Luzern von heute 14 Minuten mit der Alternativ-Verbindung Bus Nr. 26 und Umstieg im Unterlöchli auf die Trolleybus-Linie 7 auf 22 Minuten erhöhen werde. Sie bedauert, dass die spürbaren Verbesserungen für die Quartiere südlich des Dorfzentrums Adligenswil nach dem Prinzip des Nullsummenspiels auf Kosten der Fahrgäste der bestehenden Postautolinienführung gehen. Auch der Adligenswiler Gemeinderat erachtet das neue Konzept Agglomobil due des VVL als eine massive Verschlechterung für einen grossen Teil der Bevölkerung.

Felix Handermann hält dazu fest: «Es ist unbestritten, dass die neue Linienführung für einen Teil der bisherigen Benutzerinnen und Benutzer nachteilig ist. Aus diesem Grund auch hat die IG öV Adligenswil–Würzenbach und der Quartierverein Seeburg–Würzenbach–Büttenen für die Verbesserung des öV-Angebots in ihrem Einzugsgebiet ursprünglich eine andere Lösung favorisiert, nämlich analog zum Ast Büttenen die Variante Trolleybusverbindung bis Adligenswil und als kurzfristig realisierbare Zwischenlösung das Führen der Linie 14 bis nach Adligenswil (mit Wende an der Brüelstrasse). Diese Variante wurde vom VVL unterstützt, jedoch von Kanton und Gemeinde aus finanziellen Gründen abgelehnt.»

In der Folge haben IG öV Adligenswil–Würzenbach und der Quartierverein Seeburg–Würzenbach–Büttenen in der Vernehmlassung zum Angebotskonzept Agglomobil due die Lösung für den Korridor Ost mit der Reorganisation der Linien 73 und 26 begrüsst, da angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen eine aufwandoptimierte Lösung gesucht werden musste. Der Adligenswiler Gemeinderat habe in allen Stellungnahmen zur Sache stets betont, dass eine künftige Lösung nicht teurer sein dürfe als die aktuelle.

Die IG ist überzeugt, dass insgesamt aus den geplanten Änderungen bei den Linien 73 und 26 deutliche Vorteile gegenüber dem heutigen Regime resultierten. Die Potenzialanalyse des VVL zeige, dass bei einer Linienführung des Postautos via Brüelstrasse 60 bis 80Prozent mehr Einwohner von einer direkten Anbindung an das Stadtzentrum profitierten als bei einer Linienführung via Unterlöchli.

Der längeren Fahrzeit für die Achse Adligenswil–Unterlöchli–Bahnhof Luzern stünden Verbesserungen gegenüber wie ein konsequenter 30-Minuten-Takt in den Nebenverkehrszeiten (heute Stundentakt) und eine neue Tangentialverbindung Adligenswil–Ebikon. Bereits jetzt sei Ebikon für Adligenswil ein wichtiges Subzentrum durch Freizeit, Einkauf, Alters- und Pflegeheime. Die Bedeutung der Tangentiallinie werde mit der prognostizierten Entwicklung des Rontals noch weiter zunehmen.

Das prognostizierte Verkehrsmengenwachstum von rund 40 Prozent beim öffentlichen Verkehr bis 2030 stellt den VVL vor hohe Herausforderungen und zwinge zu einer strikten Potenzialausschöpfung, aufgrund begrenzter finanzieller Mittel. Die IG hält fest: «Sollte die Gemeinde Adligenswil bereit sein, deutlich mehr Mittel für den öffentlichen Verkehr bereitzustellen, wäre dies eine andere Ausgangslage für Verhandlungen mit dem VVL».

Felix Handermann, IG öV Adligenswil–Würzenbach

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