Rigi Anzeiger
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Gemeindepräsidentinnen waren selten

Gemeindeamtfrau Monika Dilger 20 Jahre im Gemeinderat

Gemeindeamtfrau Monika Dilger blickt auf zwanzig Jahre im Gemeinderat der Gemeinde Meierskappel zurück. Eine spannende Geschichte. Als sie 1996 zum «Gemeindeammann» gewählt wurde, waren Frauen als Finanzvorstände oder Gemeindepräsidentinnen selten.

Monika Dilger meierskappel

Im Spätsommer 1993 gab der damalige Gemeindepräsident Jakob Käppeli seinen Rücktritt per Ende Jahr bekannt. Monika Dilger, damals Mitglied der Rechnungskommission, wurde zur Wahl als Gemeinderatmitglied vorgeschlagen und auf den 1.1.1994 in den Gemeinderat gewählt.

Im Sommer 1996 trat Sozialvorsteher Heinrich Knüsel zurück, und Monika Dilger wurde zu dessen Nachfolgerin vorgeschlagen und gewählt. Und als Ende 1995 Gemeindeammann Fritz Giesecke demissionierte, wurde wiederum Monika Dilger zur Wahl vorgeschlagen und im Mai 1996 zum «Gemeindeammann» gewählt. Tatsächlich waren damals Frauen als Finanzvorstände oder Gemeindepräsidentinnen selten. Die Schlagzeilen in der Neuen Luzerner Zeitung vom 18.3.1996 lautete «Frau kandidiert für das Gemeindeammann-Amt».

Erfolge dank eisernem Sparen

Fragt man Monika Dilger nach ihren grössten politischen Erfolgen, so stellt sie klar die positive Entwicklung der Gemeindefinanzen in den Vordergrund. Die Verschuldung der Gemeinde Meierskappel hat sich während der «Ära Dilger» massiv verringert. So betrug die Verschuldung Anfang 1996 rund 6,8 Millionen Franken, ausserdem hatte die Gemeinde einen Bilanzfehlbetrag von rund 1,6 Millionen Franken. Anfang 2014 ist Meierskappel schuldenfrei. Der Bilanzfehlbetrag wurde bereits 2004 vollständig ausgeglichen. Dieser Erfolg war und ist nur mit konsequentem, oft unbequemem Sparen möglich. Monika Dilgers Augenmerk ist denn auch stets auf die Gemeindefinanzen gerichtet.

Trotzdem wurde auch investiert. Dank Investitionen in die Wasserversorgung kann Meierskappel gutes Quellwasser in die Reservoire zuführen und ist dadurch auch in Notlagen unabhängig. Die Leitungen bei der Abwasserentsorgung, für welche die Gemeinde zuständig ist, sind in Ordnung.

Das Schulhaus wurde energetisch saniert und mit einer Erdwärmesondenheizung versehen. Ein Teil der Lendiswilerstrasse und die Sagistrasse wurden saniert. Alle diese Investitionen konnten im Rahmen der vorhandenen Kredite abgewickelt werden. Zudem wurden bei allen Privatstrassen, die im Besitz der Gemeinde sind, Strassengenossenschaften gegründet.

Hohes persönliches Engagement

In den zwanzig Jahren im Gemeinderat hat Monika Dilger ein schier unglaubliches Wissen erworben. Als Politikerin kennt sie die Gemeinde und ihre Geschichte, ihre alten und neuen Probleme, ihre Vorzüge und Nachteile, ihre heiteren und traurigen Geschichten. Als Gemeindeamtfrau war sie stets auch operativ tätig und kennt sich mit der Finanzbuchhaltung ebenso gut aus, wie mit der kommunalen Infrastruktur oder mit anspruchsvollen Bauprojekten.

Monika Dilgers zeitlicher Aufwand für die Gemeinde übertrifft ihr offizielles Arbeitspensum bei Weitem, und ihr leidenschaftlicher, oft temperamentvoll gezeigter Einsatz für Meierskappel ist legendär. Wer sich in der Politik engagiert, exponiert sich auch persönlich. Monika Dilger blieb von persönlichen Angriffen nicht verschont. Auch damit lernte sie umzugehen – dank ihrer positiven Art und dem Ausgleich, den sie nicht zuletzt im Sport findet.

Der Gemeinderat gratuliert Monika Dilger zu ihrem Jubiläum und dankt ihr herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl.