Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Gemeinsam ans Ziel

Meggen: Im Mittelpunkt der diesjährigen Abendschule vom 16. November stand die Berufswahlvorbereitung auf den verschiedenen Stufen der Sekundarschule. Was für die Berufswahl von Bedeutung ist, zeigten vornehmlich die Jugendlichen.

jp. Ein einleitendes Ritual gehört zur Megger Abendschule: das Risotto-Essen. Aus bester Küche wurde Eltern, Behörden, Ehemaligen und weiteren Schulinteressierten in der mit Festbänken und –tischen ausgestatteten Turnhalle das norditalienische Gericht mit verschiedenen Getränken angeboten. Eine gute Gelegenheit, Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Damit in der Halle Ruhe einkehrte, wurde kurz vor 20 Uhr das Licht gelöscht, und die Schülerband spielte schmissige Songs. Applaus toste durch die Turnhalle. Schulleiter Benedikt Gasser begrüsste die Gäste und wies auf die Bedeutung einer gezielten Vorbereitung auf die Wahl einer Berufslehre oder einer weiterführenden Schule hin. Wohin der Weg nach Abschluss der Volksschule führt, ist für alle Jugendlichen ein bedeutsamer Entscheid, der mit allen Beteiligten gemeinsam angegangen und getroffen werden muss.

Bereits beim Essen und Plaudern konnten sich die Besucherinnen und Besucher mit der Berufswahl in Form des Spiels «Himmel und Hölle» befassen. Ergab sich beim Fingerspiel beispielsweise eine 2, so lautete die entsprechende Frage auf einem Blatt Papier: In welcher Ausbildung lernt man das Bohren, Drehen und Fräsen? Zur Kontrolle fand man auf der Rückseite die richtige Antwort: in der Lehre des Polymechanikers. Oder bei der Ziffer 5: Wie lange dauert die Lehre als Bäcker/Konditor/Confiseur EFZ? Antwort: 3 Jahre. So konnten sich alle bereits mit der Thematik Berufswahl auseinandersetzen. Denn für den späteren Abend war noch ein grosses Quiz in der Halle angesagt.

Punkt 20 Uhr begannen die Lektionen in den Klassenzimmern. Die Schülerinnen und Schüler der 1. Sekundarstufe lernten Berufsbezeichnungen kennen und sortieren. Auf der 2. Stufe waren Interviews mit Ehemaligen angesagt, die von ihren ersten Erfahrungen in der Lehre berichteten. Mit weiterführenden Schulen, Befragungen von Ehemaligen zur Berufswahl und Präsentationen zur Berufswahl befasste sich die 3. Stufe.
In der Klasse 3A von Sekundarlehrer Philipp Kaufmann begrüssten zwei Schüler die Gäste. Sie stellten vier ehemalige Schüler vor, die allesamt eine Lehre absolvieren: zwei als Zeichner, einer als Motorradmechaniker und einer als Kaufmann. Die vier Interviewgäste wurden von den Drittsekundarschülerinnen und -schülern mit Fragen «gelöchert»: Habt ihr uns Tipps und Empfehlungen für Schnupperlehren, Bewerbungen und Vorstellungsgespräche? Habt ihr einen Plan B oder C gehabt, wenn ihr keine Zusage für euren «Traumberuf» erhalten hättet? Welche Ratschläge könnt ihr uns geben für den Übergang von der Volksschule in die Berufslehre? Was ist anstrengender, ein Schul- oder ein Berufsalltag? Da gab es einige Lacher! Ja, schon die berufliche Arbeit. Da sei immer Qualität gefordert. In der Schule konnte man sich doch mal «ausklinken»!

Im 2. Block von 20.30 bis 20.50 Uhr war in der Klasse 1B von Sekundarlehrer Noël Zadori «Heiteres Beruferaten» angesagt. Ein Schüler in der Rolle von Robert Lembke stellte das Rateteam mit vier Mitschülerinnen und Mitschülern vor, begrüsste jeweils die Kandidatinnen und Kandidaten, erbat von ihnen eine Handbewegung und forderte dann das Rateteam auf, die Augenmasken aufzusetzen, damit die Berufsbezeichnung auf einem Blatt Papier den Gästen zum Voraus gezeigt werden konnte. Dann war das Rateteam reihum dran. Als Hilfsmittel zur Formulierung von Fragen stand ihm ein Leporello mit vielen Berufsfeldern zur Verfügung. So mussten sich zumindest die Fragenstellenden und die Kandidaten mit Berufsfeldern und -bildern befassen und gezielt vorgehen und antworten. Den Beruf einer Kandidatin, die sich als Uhrmacherin vorstellte, wurde vom Team mit der neunten Frage erraten. Echte Schweizer Qualität! Das Spiel machte Spass.

Nach den Lektionen gab’s in der Turnhalle noch Kaffee und Kuchen – und wer ein internetfähiges Handy bei sich hatte (wohl alle!), konnte sich einloggen und am Quiz mit 20 Fragen zur Berufswahl teilnehmen. Gewonnen haben drei Frauen. Den Abschluss der Abendschule bildete eine Powerpoint-Präsentation zu wichtigen Events des laufenden Schuljahres, untermalt von Songs von fünf Mädchen, und am Klavier begleitet von Lehrer Noël Zadori. Gesamtschulleiter Urs Kaufmann verdankte den Besuch der Eltern und das grosse Engagement der Lehrerschaft, während auf der Leinwand die Schrift aufleuchtete: Hand in Hand – gemeinsam ans Ziel!

Die vier ehemaligen Megger Schüler, die spontan Auskunft gaben zu ihren Erfahrungen in der Lehre. Links die zwei Moderatoren aus der Klasse 3A.

Die vier ehemaligen Megger Schüler, die spontan Auskunft gaben zu ihren Erfahrungen in der Lehre. Links die zwei Moderatoren aus der Klasse 3A.

Das Rateteam aus der Sekundarklasse 1B.

Das Rateteam aus der Sekundarklasse 1B.