Rigi Anzeiger
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Genussreiche klang-Musiktage

Meggen: Werke von drei Meistern, Beethoven, Haydn und Brahms, die am Schluss ihrer Karriere in Wien lebten, bildeten das Programm der Matinée vom Sonntag, 28. Dezember. Und drei Meister ihrer Instrumente, das Daimones Piano Trio, wussten das Publikum zu begeistern.

Das Daimones Piano Trio zeigte eine starke Vorstellung.

Das Daimones Piano Trio zeigte eine starke Vorstellung.

jp. Während eine kalte Biese Schneeflocken über die Megger Landschaft trieb, eröffnete im wohnlichen Festsaal des Schlosses Meggenhorn der Intendant der klang-Musiktage, Roland Meier, die Matinée unter dem Titel «Leben in Wien». Die grossen Komponisten, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms haben am Ende ihres künstlerischen Schaffens ihr Leben in Wien verbracht. Und je ein Werk, ein Klaviertrio, dieser Komponisten stand auf dem Programm des morgendlichen Kammermusikkonzerts. Das Daimones Piano Trio mit Sebastian Mihai Tegzesiu, Violine, Benjamin Gregor-Smith, Violoncello und Valentin Valentiyev, Klavier spielte das Klaviertrio Nr. 1 in Es-Dur, op. 1 von Ludwig van Beethoven. Einen festlich schwungvoller Einstieg in den Konzertmorgen.

Das Schloss Meggenhorn in winterlicher Stimmung.

Das Schloss Meggenhorn in winterlicher Stimmung.

Im selben Jahr, nämlich 1795, schrieb auch Joseph Haydn ein Klaviertrio. Das Trio Nr. 39 in G-Dur, Hob XV:25 beginnt mit einer rondoartigen Variationsform über ein elegantes Thema. Das Adagio ist von einer besonderen melodischen Schönheit bestimmt. Und dann folgte jener Satz, dem das Trio seine Berühmtheit und Beliebtheit verdankt, das virtuose Rondo all’Ongarese. Als Schlusspunkt wurde das von Brahms während seiner Ferien in Hofstetten bei Brienz komponierte Klaviertrio Nr. 3 in c-Moll, op. 101 gegeben.

Das Daimones Piano Trio interpretierte die drei Werke sehr differenziert, feinfühlig, aber auch sehr temperamentvoll. Die Matinée war ein musikalischer Genuss.

 

Nachgefragt bei Intendant Roland Meier

Roland Meier

Roland Meier

Welche Akzente haben Sie für die klang-Konzerte 2014 gesetzt?
Dieses Jahr hat Fabio Di Càsola nebst bekannten Komponisten auch Werke einiger weniger bekannten ausgewählt. Es gab somit einiges zu entdecken. Es waren dies ganz auserlesene Werke, mit denen die Konzertbesucher auf Entdeckungsreise genommen wurden. Als Beispiele zu erwähnen sind Wilhelm Berger, Ernest Bloch, Nicolas Bacri, Marin Marais, Gianbattista Cirri und Reinhold Glière.

Welche musikalischen Highlights bleiben Ihnen in Erinnerung?
Für mich persönlich waren auch diese weniger bekannten Komponisten ein Highlight, nebst dem wunderschönen Belle Epoque Abend mit dem Schweizer Kammerensemble mit französischen Kompositionen.

Wie sind Sie mit der Auslastung der Konzerte und mit dem Interesse an Ihren kulinarischen Angeboten zufrieden?
Mit der Gesamtauslastung dürfen wir auch im 9. Jahr zufrieden sein. Sie lag mit fast 80% etwas tiefer als im Vorjahr, weil leider die Programme mit den Entdeckungen etwas weniger gut besucht waren und noch einige Gäste wegen Schnee und Krankheit absagen mussten. Die Auslastung für Apéro & Dîner war gut mit über 250 Gästen.

Wenn Sie einen Bogen über die Konzertreihe 2014 schlagen könnten, was wäre das Verbindende?
Die einzelnen Konzerte bieten bewusst Abwechslung, damit es für jeden Geschmack etwas hat. Die äusseren Bedingungen bildeten dieses Jahr einen speziellen Bogen – ein klang-Winter wie aus dem Bilderbuch.

Welche Ziele und Wünsche haben Sie an die klang-Musiktage 2015?
Wir hoffen im Jubiläumsjahr – 10 Jahre klang-Winter – auch Gäste auf das Schloss zu locken, die noch kein Konzert erlebt haben. Beginnen werden wir mit dem klang-Sommer vom 12. bis 14. Juni und im Rahmen vom Gästival ist am 13. Juni ein Auftritt auf der Seerose im Luzerner Seebecken in Planung.