Rigi Anzeiger
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Gisikon: «Die Verunsicherung war gross»

Alte Quellfassung erst nach Sanierung wieder ans Netz

Das Gisiker Wasser hat wieder Trinkwasser-Qualität. Ursache der Verunreinigung war vermutlich der Starkregen Mitte Oktober.

Zur Wochenmitte kam die Entwarnung. Das kantonale Labor meldete Werte nach Gisikon, wie sie für Trinkwasser gefordert sind. Josef Lötscher, der «Infrastrukturminister» der Gemeinde und damit auch für die Wasserversorgung zuständig, konnte aufatmen – und mit ihm die Gisikonerinnen und Gisikoner. «Die Verunsicherung war gross,» zog Lötscher gegenüber dem RigiAnzeiger eine erste Bilanz der Wasserverunreinigung mit Fäkalbakterien. Noch sind die Untersuchungen im Gang, aber mit grösster Wahrscheinlichkeit gelangten die Fäkalbakterien mit dem Starkregen in die ältere der beiden Wasserfassungen. Sie ist 50 Jahre alt und noch ohne UV-Schutz ausgerüstet. Sie ist jetzt stillgelegt und soll saniert und mit einem UV-Bakterienschutz nachgerüstet werden. Eine wichtige Lehre, die Josef Lötscher aus der Verunreinigung zieht, ist die: «Die Verunsicherung der Bevölkerung ist bei einem solchen Vorkomnis gross.» Darum sei es entscheidend wichtig, schnell und umfassend zu informieren und der Bevölkerung auch für Fragen zur Verfügung zu stehen. «Kann ich noch duschen, baden, Gemüse waschen? Muss ich den Boiler leeren?» solche und ähnliche Fragen vor allem übers Brauchwasser hatte Josef Lötscher in den letzten Tagen laufend zu beantworten. Sauberes, trinkbares Wasser aus der Leitung ist zu einer solchen Selbstverständlichkeit geworden, dass eine Beeinträchtigung der Qualität zu grosser Verunsicherung führt.