Rigi Anzeiger
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Glücksmomente in Tallinn

Der Immenseer Max Heinzer gewinnt das «Schwert von Tallinn»

Der Degenfechter Max Heinzer (25) aus Immensee SZ hat in Tallinn (Estland) seinen 5. Weltcupsieg gefeiert. Gleichzeitig eroberte der Schweizer die Führung in der Weltrangliste, die er vor einem Monat verloren hatte, wieder zurück.

In Tallinn stand Max Heinzer das nötige Wettkampfglück bei. Sowohl in der 1. Runde der Direktausscheidung gegen den Amerikaner Adam Watson (15:13) wie auch in den ersten beiden Finalgefechten gegen den Ukrainer Bogdan Nikischin (15:14 im Viertelfinal) und den Venezolaner Silvio Fernandez (15:14 im Halbfinal) setzte sich Heinzer hauchdünn durch.

Estonia Men's Individual Epee

7 Treffer in 30 Sekunden
Im Halbfinal gegen Fernandez, den er Ende Januar schon in Legnano (It) im Final geschlagen hat, lag Heinzer eine halbe Minute vor Schluss sogar noch mit 8:14 in Rückstand. Dass ihm in diesem Gefecht die Wende noch gelang, erachtete selbst Heinzer als «crazy».

Ein einzigartiges Gefecht
«Die sieben Punkte (vom 8:14 zum 15:14) waren aber 7 ganz klare und undiskutable Punkte für mich», freute sich Heinzer. «Von diesem Sieg werde ich irgendwann den Grosskindern erzählen.» Auch die Trainer drückten sich in Superlativen aus. «Ein solches Gefecht erlebst Du in 20 Jahren nur einmal», meinte Männer-Equipenchef Daniel Giger, der Heinzer in Tallinn gemeinsam mit Nationaltrainer Angelo Mazzoni betreute.

Dank dem Sieg in Estland führt Heinzer nun die Weltrangliste wieder an. Den Teamwettkampf in Tallinn beendeten die Schweizer (Heinzer/Kauter) auf Rang 2.

«Danke fürs Daumendrücken»
Max Heinzers Kommentar zum grossen Tag von Tallinn: «Ein unglaublicher Tag für mich beim Weltcup in Tallinn. Eine gute Antwort auf das Start-Out in Heidenheim für mich persönlich. Das Halbfinale konnte ich gegen Silvio Fernandez nach einem 14:8 Rückstand 30 Sekunden vor dem Ende noch drehen … Herzlichen Dank für die zahlreichen Glückwünsche und natürlich für die treuen Daumendrücker!»