Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Goldener Thron für «Majestät» Stefan I.

Ebikon: Königlich wurde Rotsee-Zunftmeister Stefan I. am Dreikönigstag gefeiert. Er erhielt sogar einen goldenen Thron und hatte einen Hofnarr zur Seite.

cek. In zwei Kutschen fuhren Rotsee-Zunftmeis­ter Stefan I., seine Frau Karin Aregger und das Weibelpaar Bernie und Sabine Bucher zur Emil Frey AG in Ebikon. Majestätisch dekoriert präsentierte sich hier die Halle, in der Ebikons Fasnachtsoberhaupt und sein Gefolge zuerst nach alter Tradition von den Gästen mit Luftschlangen – in Gold! – beworfen wurden. Angeführt wurde die königliche Gruppe von einem Hofnarr namens Mario Köhler (Präsident der Vereinigte Guuggenmusigen Äbike). Dazu schränzte die Guuggenmusig Rotsee-Husaren. Auf dem Thron sitzend, durften sich Stefan I. und sein Gefolge ein paar Worte von Rotsee-Zunftpräsident Toni Emmenegger zu Gemüte führen lassen. Dieser toppte eine jede bekannte Biographie über das Quartett und erzählte beispielsweise, dass Stefan I. als Schüler ein Schlitzohr und bei den Lehrern der Liebling war. Eine starke Unterstützung in seiner Firma Aregger + Schnarwiler AG, Sanitär Heizung Reparaturservice, mit Hauptsitz in Eschenbach und Filialen in Rothenburg und Ebikon hat er in seiner Frau Karin Aregger. Sie wiederum hätte einst als kaufmännische Angestellte bei der Bucherer AG ein feines Gespür für Schmuck – insbesondere für Gold – entwickelt. Als fröhlich, ruhig und absolut zuverlässig bezeichnete Toni Emmenegger den Weibel Bernie Bucher, der zugleich Tintenknecht im Zunftrat ist. Dieser sei zudem auch ein Schlitzohr, was sich besonders bei seinem Engagement als Organisator des Zunft-Herrenabends manifestiert. Seine Frau Sabine Bucher ist eine waschechte Niedersächsin und bekannt als Helferin und Macherin.

Der Nachtwächter und die drei Könige
Einem König angemessen, war die Aussichtsplattform, die für Stefan I., sein Gefolge und seine Familie vorbereitet wurde, um den Rest des Abends mit royalen Auftritten zu geniessen. Letztere starteten mit der Zunftgruppe «Spitze Zungen» respektive dem Nachtwächter Kurt Schürmann (Alt Zunftmeister 2017), und den drei Königen Melchior (Alt Zunftmeister Martin Aregger), Kaspar (ehemaliger Zeremonienmeis­ter Marco Bühlmann) und Balthasar (Beat Steinmann aus Eschenbach). Sie überbrachten dem Rotsee-Zunftmeister einen goldenen Thron (sprich Toilette). Fragt sich, ob er diesen nun zuhause montieren wird. Das obligate Gesellenstück meisterte der neu aufgenommene Zünftler Armin Sticher mit frechen Bauernregeln in Schnitzelbank-Form sowie vollem Körpereinsatz inklusive Shakira-Hüftschwüngen mit Bravour. Eine Gruppe Frauen, die sich «Golden Girls» nannte, beschenkte das Zunftmeister-Paar mit einem Korb voller Äpfel und einem Apfelbaum, der im Frühling gepflanzt wird. Chasperlitheater hätte Stefan I. beim Pfifeclub Ebikon spielen sollen. Doch dieser liess ihn nur kurz gewähren und spielte ihr eigenes «menschliches» Märchentheater Aschenbrödel mit Erzähler und Alt Zunftweibel Beat Vogel. Mit Reimen voll war die huldvolle Rede von André Wenzinger, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Würenlingen (Partnerzunft der Rotsee-Zunft). Sechs Zeilen davon lauteten folgendermassen: «Projekt wie e Flaniermeile sölled d’Verchehrssituation in Äbike heile. Oder en Tunnel, wer söll das zahle, das wird sech uswerke bi de nächschte Wahle. In Äbike e grossi Mehrzwekchalle, das esch de gross Traum vo Allne.» Da erhielt er sofort eine lautstarke Befürwortung. Eine echte Aargauer Rüeblitorte als Geschenk hatte Wenzinger für das Ebikoner Fasnachtsoberhaupt zudem mitgebracht. Mit dem Auftritt der Gluggsi-Musig erreichte die Inthronisationsfeier seinen Höhepunkt. Der ganze Saal schunkelte und Rotsee-Zunftmeister Stefan I. führte eine sehr lange Polonaise an.