Rigi Anzeiger
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Grandioses Duell der Frauen

Meggen: Actionreiche Aufführungen erwarten die Zuschauer beim Dorftheater im «S’Wyberduell of de Burgweid». Da fliegen Teller durch die Küche oder wird mit Wasser aus Eimern um sich geworfen. Lachsalven sind garantiert.

In diesem Jahr entführt das Dorftheater Meggen den Zuschauer in eine Bauernstube, genau genommen zuerst in die Küche, wo sich der verwitwete Johann Bitterli (Bernard Keller) und sein einziger Sohn Alfred (Pascal Brunner) beim Abwaschen ein Wortgefecht liefern. Dabei fliegen auch Teller (9.80 Franken kostet das Stück!). Die Küchenarbeit liegt den beiden wirklich nicht. Während Johann Bitterli wünscht, dass sein Sohn endlich eine Frau findet, meint derselbe, dass sein Vater auch wieder heiraten sollte. Ein weibliches Wesen könnte zudem dem Chaos in der Küche Abhilfe schaffen. Für den arbeitsscheuen Franz (Philippe Dörflinger) ist der Hof der Bitterlis ein Zufluchtsort, wo er sich gerne des vollen Kühlschrankes, zubereiteter Speisen, Getränke und des Schlafgemachs bedient. Sein Vater Eugen (Walti Brunner) spürt ihn natürlich immer wieder auf und treibt ihn wortgewaltig zu seiner Arbeit. Als Johann Bitterli seinem Sohn Alfred den Hof übergeben will, zieht er den Notar Hasenbühl (Alex Gretener) bei und bespricht mit ihm die Details während eines Fussbades und mit viel Most und Hochprozentigem. Letzteres bekommt dem Notar überhaupt nicht gut und er zieht deswegen auch immer wieder die Blicke des Zuschauers auf sich. Da sich die Hofübergabe gar nicht so einfach darstellt, wie ursprünglich angenommen, schlägt Johann seinem Sohn vor, dass derjenige, der zuerst eine Frau findet, den Löwenanteil bekommt. Dieser Wette kann Alfred nicht widerstehen. Alsbald kreuzen vier Damen gleichzeitig auf: Witwe Rosa Anna Fröhlich (Anita Frei) mit Tochter Vroni (Manuela Müller) und Witwe Sophie Maria Sturm (Christine Gersching) mit Tochter Cäcilie Agatha (Anita Näpflin). Die beiden Mutter-Tochter-Gespanne sind nicht nur völlig ungleich, sondern machen das Chaos perfekt. Sie duellieren sich mit Worten. Händen, im Putzen und werfen mit Wasser um sich. Wie die Geschichte zu Ende geht, verraten wir hier nicht.

Gelebte Rollen
Von Beginn weg wird der Zuschauer im Bauernschwank «S’Wyberduell of de Burgweid» von Bernd Gomboldt mitgerissen. Die Darstellerinnen und Darsteller – dazu gehört auch noch Carlo Ozimec als Viehhändler Bänz – ihre Rollen regelrecht. Auf das legte Regisseur Hansjörg Engler besonderen Wert. Dass das Lebendige derart echt rüber kommt, liegt auch daran, dass die Darstellerinnen und Darsteller bereits zur ersten Probe textsicher erschienen sind. «Das habe ich in meiner 40jährigen Regietätigkeit noch nie erlebt», verriet Engler. Nebst dem darstellerischen Können sticht auch immer wieder der Wortwitz hervor. Da meint beispielsweise der Notar beim Auftritt der vier Frauen: «Die geballte Ladung von Weiblichkeit kommt mir schon fremd vor.» Oder einer der Herren äussert gegen den Schluss des Stückes: «Auch eine alte Schüür kann noch lichterloh brennen.» Text & Bild cek.

 

Vorstellungen und weitere Informationen
«S’Wyberduell of de Burgweid» des Dorftheater Meggen wird an folgenden Daten aufgeführt:
Freitag, 11. und 18. März;
Samstag, 5., 12. und 19. März;
Mittwoch 16. März jeweils ab 20 Uhr sowie am
Sonntag, 13. März um 15 Uhr.

Vorverkauf: www.dorf-theater-meggen
oder Tel. 079 887 55 71 (SA, 13. Februar, 8–12 Uhr / DI, 16. Februar, 18–19 Uhr)