Rigi Anzeiger
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Grosse Mehrheit für Mehrzweckgebäude

Udligenswil: Während die Gemeinderechnung 2016 diskussionslos genehmigt wurde, entspannte sich zur Bewilligung eines Sonderkredits für die Erstellung eines Mehrzweckgebäudes eine längere, aber sehr sachlich geführte Diskussion. Das Abstimmungsergebnis war dann trotzdem eindeutig.

jp. Gemeindepräsident Thomas Rebsamen stellte gerade in seinen Begrüssungsworten fest, dass es in der Gemeinde Udligenswil nicht üblich sei, am Eingang zum Gemeindesaal Flugblätter zu verteilen. Ohne auf den Inhalt der Positionsschrift der SVP Udligenswil einzugehen, erläuterte er anschliessend kurz und prägnant den Jahresbericht 2016. Die jeweiligen Ressortverantwortlichen des Gemeinderates zeigten in Statements die Schwerpunkte ihrer Aufgabenfelder auf. Finanzvorsteher Claudio Passafaro konnte auf das gute Finanzergebnis 2016 mit einem Ertragsüberschuss von rund CHF 1.76 Mio. sowie auf die erfreulichen Fortschritte bei den Infrastrukturprojekten hinweisen. Armin Schmidiger, Bildungsvorsteher, skizzierte das Prozedere, das sich mit dem An- und Umbau der Schulanlage Bühlmatt 1 ergibt. Im Sozialwesen gab es einige Budgetabweichungen, die von Sozialvorsteher Florian Ulrich offen und klar begründet wurden. Die drei Anträge des Gemeinderates zur Gemeinderechnung 2016 wurden ohne Gegenstimmen genehmigt, auch die Zuweisung des Ertragsüberschusses der Laufenden Rechnung ins Eigenkapital.

Hatten einiges zu erklären und zu beantworten: Gemeindepräsident Thomas Rebsamen (l.) und Bauvorsteher Marco Zgraggen.

Hatten einiges zu erklären und zu beantworten: Gemeindepräsident Thomas Rebsamen (l.) und Bauvorsteher Marco Zgraggen.

«Udligenswil Mitte» und Mehrzweckgebäude
Gemeindepräsident Rebsamen stellte einleitend fest, dass der Gemeinderat für das Mehrzweckgebäude ein Projekt erarbeitet habe – zusammen mit Betroffenen und Fachleuten – das den allseitigen Bedürfnissen der Bevölkerung entspreche. Bauvorsteher Marco Zgraggen vermittelte zuerst ein Gesamtbild, einerseits zur Zentrumsplanung «Udligenswil Mitte» und anderseits zum Bauprojekt Mehrzweckgebäude. Für eine sinnvolle Dorfentwicklung erachte der Gemeinderat das Gebiet zwischen Peperoncini 1313 und dem ehemaligen Gasthaus Engel als geeignet. Damit eine zeitgemässe innere Verdichtung sowie eine qualitativ hochwertige Architektur im Dorfzentrum entstehen könnten, müsse der heutige Ökihof verlegt werden. Anhand von Visualisierungen und Grundrissen zeigte der Bauvorsteher auf, wie mit dem geplanten Mehrzweckgebäude in der Geeriallmend heutige und längerfristige Ansprüche für Kernaufgaben der Entsorgung, des Werkdienstes und der Feuerwehr abgedeckt werden können. Nebst der regelmässigen Abholung der Abfälle wie Karton, Papier, Sperrgut etc. solle auch eine minimale Entsorgung ausserhalb der Öffnungszeiten am neuen Standort ermöglicht werden. Auch im Dorfzentrum stehe weiterhin eine Sammelstelle zur Verfügung. Im Weiteren erläuterte er die vorgesehene Finanzierung des Mehrzweckgebäudes.

«Dorf mit Weitsicht»
Dieser Slogan, der auf den Udligenswiler Ortstafeln zu lesen ist, wurde in der Diskussion um den Bau eines Mehrzweckgebäudes in der Geeriallmend an der Dorfgrenze mehrmals in unterschiedlicher Optik ins Spiel gebracht. Ein erster Votant ging mit dem Flugblatt der SVP, das elf Kritikpunkte mit Verbesserungsvorschlägen auflistete und einen Vergleich zum Werkhof Moutathal anstellte, hart ins Gericht. Eine solch hässliche Baracke, wie im Flugblatt abgebildet, käme für ihn nicht in Frage. Der Sprecher der näheren Anwohnerschaft nannte eine Reihe von Kosten, die nicht im Voranschlag berücksichtigt seien, wie Terrainanpassungen, Trottoir, Hochwasserschutz etc. und stellte den Antrag auf Zurückweisung des Projekts. Bauvorsteher Zgraggen konnte aber aufzeigen, dass die genannten Mängel sehr wohl im Projekt berücksichtigt seien. Auch der Winterdienst mit dem fehlenden Salzsilo, Fragen der Energiegewinnung ab der grossen Dachfläche, das Konzept für die Ein- und Ausfahrt in den Ökihof, Optimierungsvorschläge für den Zugang zu den Entsorgungscontainern waren Inhalt von Fragen und Anregungen verschiedener Bürger. Gemeindepräsident Rebsamen und Bauvorsteher Zgraggen konnten die Kritikpunkte sachlich klarstellen und die Überlegungen des Gemeinderates zum Neubauprojekt überzeugend begründen. Nach einem längeren Votum für einen Nein-Antrag, denn das vorliegende Bauprojekt habe noch Optimierungspotenzial, es sei noch kein “Meilensteinprojekt”, war die Diskussion nach mehr als einer Stunde engagierter Voten erschöpft. Gemeindepräsident Thomas Rebsamen konnte zur Abstimmung schreiten. Es ergab sich ein klares Resultat. Der Antrag des Gemeinderates, dem Sonderkredit von CHF 2‘935‘000 zur Finanzierung des Neubaus eines Mehrzweckgebäudes sei zuzustimmen, erhielt 109 Ja- zu 35 Nein-Stimmen. Fazit der Gemeindeversammlung: Es wurde lebhaft diskutiert und argumentiert. Die Gemeinderechnung 2016 schliesst mit einem Ertragsüberschuss ab. Die Gemeinde erhält einen Werkhof mit Zukunft.

Visualisierung des geplanten Mehrzweckgebäudes in der Geeriallmend.

Visualisierung des geplanten Mehrzweckgebäudes in der Geeriallmend.

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