Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Buchrain bereitet sich vor

Buchrain: Sämtliche Informationen zur Asyl-Notunterkunft in der Zivilschutzanlage Moosgasse, die vergangene Woche an einer ausserordentlichen Orientierungsversammlung präsentiert wurden, sind inzwischen auf der Homepage der Gemeinde aufgeschaltet. Ergänzend dazu stellte der Rigi Anzeiger dem Sozialvorsteher Erwin Arnold ein paar Fragen.

Erwähnt wurde, dass immer eine Betreuungsperson, ein Sicherheitsdienstleister und eine Dauer-Nachtwache präsent ist. Ist das nicht zu wenig?
Aus den bisher gemachten Erfahrungen in anderen Asylunterkünften ist diese Besetzung genügend und auch vertretbar.

Wissen Sie worauf die Ängste bezüglich der Kinder begründet sind?
Da hat sich niemand konkret geäussert und ich will hier auch keine Annahmen oder Vermutungen in den Raum stellen. Grundsätzlich nimmt jedoch der Gemeinderat die Ängste der Bevölkerung – in welcher Form auch immer – sehr ernst.

Die sensiblen Zonen befinden sich im Bereich des Schulhauses sowie zwischen dem Einkaufszentrum und Alterszentrum Tschann. Wo werden die Asylsuchenden einkaufen?
Zur sensiblen Zone wurde das Gebiet hinter dem Einkaufszentrum bis hin zum Alterszentrum Tschann erklärt. Die Asylsuchenden werden ihre täglichen Einkäufe im Einkaufszentrum Tschann tätigen können.

Werden Sie beim Einkaufen begleitet?
Sie werden ihre Einkäufe selbständig tätigen können. Eine Begleitung hierfür ist nicht vorgesehen.

Was geschieht mit einer Person, die straffällig wird?
Begehen Asylsuchende Straftaten, werden sie wie alle anderen Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz nach der Strafgesetzgebung bestraft. Hat die Straftat negative Auswirkungen auf die Unterkunft, die direkte Umgebung oder auch auf die Gemeinde wird die Person umplatziert.

Welche Massnahmen werden ergriffen, wenn beispielsweise ein Streit in der Unterkunft ausbricht?
In erster Linie wird das Betreuungspersonal schlichtend eingreifen. Gelingt das nicht, wird die Polizei zu Hilfe gerufen.

Was geschieht mit den Asylsuchenden nach eineinhalb Jahren?
Die Vereinbarung mit dem Kanton sieht ganz klar eine Benützungsdauer von 18 Monaten vor. Was in eineinhalb Jahren ist, das kann derzeit niemand voraussagen.

Gibt es Personen aus Buchrain, die sich freiwillig gemeldet haben, um den Asylsuchenden zur Seite zu stehen?
Es haben sich bereits ganz spontan Personen für eine freiwillige Mithilfe gemeldet. Diese werden auf einer Liste festgehalten. Zum gegebenen Zeitpunkt wird man darauf zurückkommen.

 

Vollkommen ruhig
Seit Ende 2014 sind im ehemaligen Hotel Löwen in Ebikon 60 Asylsuchende untergebracht. Gemäss Gemeindepräsident Daniel Gasser gab es bis heute kein einziges negatives Vorkommnis mit ihnen.