Rigi Anzeiger

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Grossprojekte nehmen Form an

Adligenswil: Am 21. Juni hat der Gemeinderat nicht nur über die Abstimmungsvorlage zur Abschaffung der Nachkommens-Erbschaftssteuer, sondern auch über die Schulraumplanung und die Entwicklung des Dorfkerns informiert. Bereits im 2019 könnte eine erste Volksabstimmung erfolgen.

pd./red. Der Gemeinderat Adligenswil hat den Grundsatzentscheid gefällt, dass sich die Schulanlagen in Zukunft auf die zwei Standorte Dorf und Obmatt konzentrieren sollen. Die Primarschule und die Oberstufe wechseln den Standort, das heisst die Primarschule und die Kindergärten werden neu im Schulhaus Obmatt untergebracht und die Oberstufe im Schulhaus Dorf. Damit sollen die Areale ausgeglichener genutzt werden können. Diese Lösung bedingt einen Ersatzneubau der Schulanlage Dorf 1 und die Schaffung von Kindergartenlokalitäten im Schulhaus Obmatt. Ebenfalls sind Sanierungs- und Anpassungsmassnahmen an der bestehenden Infrastruktur an beiden Standorten notwendig. Im Zusammenhang mit dem Ersatzneubau im Dorf wird auch die Turnhallensituation geprüft. Der in der Machbarkeitsstudie ausgewiesene Investitionsbedarf für die vom Gemeinderat bevorzugte Variante ist im Vergleich mit den übrigen Varianten höher. «Der Vorteil liegt jedoch darin, dass alle Schulanlagen angeschaut werden und die Turnhallensituation im Dorf verbessert werden kann. Ebenfalls ergeben sich durch zwei Standorte Vorteile in der Schulorganisation», schreibt der Gemeinderat. Als Basis für die Durchführung eines Wettbewerbs für den Schulraum wird nun das Raumprogramm im Detail definiert. Bis Ende Dezember 2018 sollte das Wettbewerbsprogramm vorliegen, sodass im Frühjahr 2019 eine Urnenabstimmung zum Planungskredit (Wettbewerb und Vorprojekt) durchgeführt werden kann. Anschliessend läuft das Wettbewerbsverfahren, aus welchem ein Siegerprojekt gewählt wird. Der Gemeinderat strebt das Ziel an, dass bis Ende 2019 ein Vorprojekt vorliegt und die Stimmberechtigten im Frühjahr 2020 über den Baukredit befinden können. Er räumt jedoch ein, dass Terminverschiebungen möglich seien, er werde jedoch rechtzeitig darüber informieren.

Für die Entwicklung des Adligenswiler Dorfkerns spielt auch der Teufmattplatz eine wichtige Rolle. Bild Gemeinde Adligenswil

Für die Entwicklung des Adligenswiler Dorfkerns spielt auch der Teufmattplatz eine wichtige Rolle. Bild Gemeinde Adligenswil

Arealentwicklung Dorfkern
Für die Entwicklung des Dorfkerns hat der Gemeinderat entschieden, einen neuen Bebauungsplan zu erarbeiten. Dieser soll die Grundstücke Nr. 310 und 1432 sowie den Teufmattplatz umfassen und bedingt einen Abriss des bestehenden Gemeindehauses. Ein neuer Bebauungsplan ermögliche es, die Gestaltung des Dorfkerns umfassend zu beurteilen und den Anforderungen gerecht zu werden (Verkaufsflächen, Gemeindeverwaltung etc.). Der Gemeinderat sieht in diesem Vorgehen zugleich eine mögliche Aufwertung des Teufmattplatzes. Im Vergleich mit den übrigen Varianten, die im Rahmen der Machbarkeitsstudie geprüft wurden, weist die vom Gemeinderat bevorzugte Variante etwas höhere Investitionskosten aus. Aus Sicht des Gemeinderates überwiegen jedoch die Vorteile eines neuen Bebauungsplans, insbesondere was die Möglichkeiten für die Schaffung eines attraktiven Dorfkerns betrifft.

Weitere Schritte
Die Ausschreibung für die Teilnahme am Wettbewerb, welcher als Grundlage für die Erarbeitung des neuen Bebauungsplans dient, ist im Juni 2018 erfolgt. Von den 39 Büros, die sich beworben haben, hat das Preisgericht im Rahmen der Präqualifikation acht ausgewählt. Diese werden nun bis im März 2019 ihre Konzepte einreichen. Anschliessend wird das Preisgericht die Eingaben bewerten und ein Siegerprojekt wählen. Eine öffentliche Ausstellung der eingereichten Projekte ist im April 2019 vorgesehen. Auf Basis des Siegerprojektes erfolgt dann die Ausarbeitung des Bebauungsplans durch den Ortsplaner. Über den neuen Bebauungsplan beziehungsweise die Aufhebung des bestehenden werden die Stimmberechtigten befinden können. Parallel zu den planerischen Arbeiten erfolgen im Rahmen des Masterplans Immobilien die Abklärungen zur Finanzierung der Projekte. Der Gemeinderat betont in diesem Zusammenhang, dass die Kosten (rund 36,3 Millionen Franken für den Schulraum und rund 25 Millionen Franken für die Arealentwicklung Dorfkern) bis anhin lediglich auf Stufe Machbarkeitsstudie ausgewiesen sind und im weiteren Prozessverlauf konkretisiert werden müssen. Er ist sich auch bewusst, dass die Finanzierung der beiden Projekte eine Herausforderung darstellt. Den Schulraum wird die Gemeinde selber finanzieren müssen und eine Erhöhung der Verschuldung mit sich bringen. Der Gemeinderat ist jedoch überzeugt, dass sich die finanzielle Belastung für die Gemeinde durch ein optimiertes Projekt in einem vertretbaren Mass bewegen wird. Für die Arealentwicklung Dorfkern werden alternative Finanzierungsformen geprüft, dies unter Berücksichtigung des Grundsatzes, dass die Gemeinde kein Land verkauft. Verschiedene Gespräche mit möglichen Investoren finden derzeit statt.

 

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