Rigi Anzeiger
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Guter Nährboden für Kunstschaffende

Meggen: Die laufende Ausstellung «RegioKunst 2017» in der Galerie Benzeholz zeigt einen interessanten Querschnitt durch das Schaffen von 37 Megger Künstlerinnen und Künstlern. Anlässlich der Vernissage wurde erstmals der Ausstellungspreis an Andreas Brunner und Sara Stäuble vergeben.

Die Preisträger, Sara Stäuble und Andreas Brunner im Parterre des Ausstellungsraums Benzeholz.

Die Preisträger, Sara Stäuble und Andreas Brunner im Parterre des Ausstellungsraums Benzeholz.

jp. Auf den drei Etagen vom Benzeholz, dem Raum für zeitgenössische Kunst, finden sich zurzeit Werke ganz unterschiedlicher Art: Aquarelle, Scherenschnitte, Skulpturen, Holzschnitte, Öl oder Acryl auf Leinwand, Papierschnitte, Werke in Silber, Sandstein, Bronze, Aluminium, Keramik und auch Kurzfilme. Aufgrund einer Ausschreibung haben sich 37 Künstlerinnen und Künstler mit Megger Wohnsitz oder Wurzeln für die Ausstellung «RegioKunst» angemeldet. Sie sind je mit zwei bis drei beispielhaften Werken in den Räumlichkeiten der Galerie vertreten. Junge und ältere, arrivierte und experimentierende Kunstschaffende bieten einen vielfältigen Blick in ihre Kreativität. Das Konzept der Ausstellung überzeugt.

«Zum ersten Mal ist ein Ausstellungspreis durch eine Fachjury vergeben worden, der es zwei Kunstschaffenden ermöglicht, im folgenden Jahr gemeinsam im Benzeholz ausstellen zu dürfen», erklärte Annamira Jochim, Kuratorin, in einem Gespräch. Die Wahl fiel auf Sara Stäuble und Andreas Brunner, die in einem kurzen Interview Fragen zu ihrem Ausbildungsgang, zu ihrer künstlerischen Tätigkeit und zu ihren Perspektiven beantworteten.
Sara Stäuble, geboren 1988, schloss an der Hochschule Luzern, Design und Kunst, im Jahr 2012 mit dem Bachelor of Arts in Visueller Kommunikation mit Vertiefung Video ab. Sie ist heute freischaffende Videokünstlerin und Filmemacherin. «Ich gestalte hauptsächlich Kurzfilme, Videokunst und Videoinstallationen. Meine Themen, die ich bearbeite, sind meist surrealistisch, absurd, skurril. Und meine Person kommt immer in den Videos vor. Ich setze mich in meinen Arbeiten oft mit Gefühlen oder Erinnerungen auseinander. In der näheren Zukunft werde ich meine Videoprojekte weiterverfolgen. Ich freue mich über den Ausstellungspreis, der es mir erlauben wird, einen Kurzfilm zum Thema ‹Geborgenheit› zu konzipieren und dann im nächsten Jahr im Benzeholz zu präsentieren.»

Andreas Brunner, in Meggen aufgewachsen und zurzeit in Reykjavik weilend, wo er den Masterstudiengang in Bildender Kunst absolviert, ist in seinem künstlerischen Schaffen nicht einem bestimmten Medium verpflichtet. Er sucht sich je nach Idee die beste Vermittlungsform aus. So hat ihn eine auf Island gefundene Walfischrippe zu einer Installation mit zwei Schachteln inspiriert, die im Parterre vom Benzeholz ausgestellt ist. Er freut sich auf die Perspektive, im nächsten Jahr direkt nach dem Masterabschluss in Reykjavik im Benzeholz eine Ausstellung mit seinen Werken gestalten zu dürfen.