Rigi Anzeiger
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Haarspaltereien

Auf der Beauty-Wunschliste stehen gesunde, geschmeidige und glänzende Haare ganz oben. Die Traummähne ist der Inbegriff für Attraktivität und Ausstrahlung. Wind und Wetter, Hitze, häufiges Färben oder auch ungeeignete Kämme und Bürsten lassen das Haar stumpf, spröde und glanzlos aussehen und verursachen Haarbruch und Haarspliss.

Haarspaltereien

Haarspaltereien

«Gäbali» respektive Haarspliss betrifft nur die Haarspitzen. Die Haare wirken nach unten hin dünner, die Spitzen sind häufig gespalten, wirken ausgefranst und ungepflegt. Haarbruch dagegen betrifft das Haar in seiner gesamten Länge. Die häufigste Ursache für Haarschäden ist eine unsachgemässe Behandlung und Pflege. Wer sein Haar häufig tönt, färbt und blondiert strapaziert es. Auch Glätteisen, Föhn und kaputte Bürsten können das Haar schädigen und zu straff gezogene Haargummis an der immer selben Stelle begünstigen Haarbruch.
Haarspliss ist also keine Krankheit, sondern eine normale Veranlagung aufgrund des genetischen Aufbaus des Haars. Nebst den oben genannten Faktoren spielen auch Umwelteinflüsse eine Rolle, wie Wind, Wetter, Sonneneinstrahlung oder trockene Luft.
Langes Haar ist aufgrund seiner Struktur und des faserigen Aufbaus besonders anfällig für Spliss. Frauen, die eine Kurzhaarfrisur tragen sind weniger davon betroffen, da durch regelmässiges Schneiden der Spitzen es gar nicht erst zur Haarspitzspaltung kommt. Aber auch hier kann es zum Spliss kommen, z.B. durch dauerhaftes blondieren der Haare oder dem Einsatz aggressiver Stylingprodukte.
Sind die Haare erst mal davon betroffen, hilft oft nur die Schere. Die betroffenen Spitzen grosszügig abschneiden. Oder zu speziellen Haarschampoos und Pflegemitteln greifen. Haarkuren sollten regelmässig angewendet werden. Dass wieder eine glatte, glänzende Oberfläche entsteht, ist schwierig. Es ist vergleichbar mit einem aufgerauten Seil, das aus mehreren Fasern aufgebaut ist, und wieder zusammengeknüpft werden muss. Vorbeugung ist in jedem Fall besser.

Tipps gegen Haarspliss

Kamm&Bürste: Einen guten Kamm mit abgerundeten Borsten verwenden. Diese strapazieren die Haare weitaus weniger und können Haarspliss somit effektiv vorbeugen. Zum Bürsten eine Wildschweinborstenbürste verwenden.
An der Luft trocknen: Die Haare nach dem Duschen und Baden nicht mit dem Handtuch trocken rubbeln, sondern einen Turban machen oder das Wasser sanft aus den Haaren herausdrücken. So weit wie möglich, das Haar an der Luft trocknen lassen. Zudem sollten die Haare nicht täglich gewaschen werden.
Föhnen und Glätten: Zu heisses Föhnen möglichst vermeiden. Auch Glätten nur sparsam anwenden.
Haare hochbinden: Die Haare öfter mal hochbinden, beispielsweise zum Pferdeschwanz, so dass diese nicht allzu sehr an den Schultern bzw. Kleidung reiben.
Zopfgummi & Co: Wird ein Zopfgummi verwendet, dieses nicht immer an der gleichen Stelle ansetzen, weil ansonsten die Haare an jener Stelle überstrapaziert werden.
Schonend färben: Die Haare möglichst selten blondieren und wenn zum Färben natürliche und schonende Pflanzenhaarfarbe verwenden
Styling-Produkte: Styling-Produkte sind zum täglichen Styling sehr hilfreich, aber: weniger ist mehr: Haarspray, Styling-Gel, Schaumfestiger & Co nur in Massen verwenden
Pflegespülung nutzen
Zu jeder Haarwäsche eine Pflegespülung nutzen. Das fördert die Elastizität der Haare, versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen und macht sie widerstandsfähiger gegen äussere Einflüsse.
Haarkur anwenden
Zur intensiven und vorbeugenden Pflege 1x die Woche eine reichhaltige Haarkur anwenden. Sie kräftigt die Haare im Inneren, glättet die äussere Schuppenschicht, macht sie weich und geschmeidig und verleiht einen seidigen Glanz.
Haarspitzen schneiden: Die Haarspitzen regelmässig schneiden lassen, das gibt dem Haarspliss keine Chance.
Tipps für Haarkuren

Nährend: 1 Eigelb mit 1 EL Öl und 100ml Bier mischen. Die Haarkur in das leicht angefeuchtete Haar einmassieren und sie möglichst lange einwirken lassen– im Idealfall über Nacht. Im Anschluss daran die Haarkur ausspülen und die Haare wie gewohnt waschen.
Reichhaltig: 150ml Buttermilch in eine kleine Schüssel geben und so viele Mandeln hineinrühren, bis ein zäher Brei entsteht. Auf feuchtes Haar geben. Nach einer Einwirkzeit von etwa 10 Min. die Kur gut ausspülen und bei eventuellen Mandelrückständen die Haare mit einem milden Shampoo waschen.
Glättend: Auch Avocados bieten eine Verwendungsmöglichkeit für strohige Haare: Eine sehr reife Avocado, Fruchtfleisch vom Kern lösen, in einen Mixer geben. 2 TL (Sonnenblumen-)Öl, einen Spritzer Zitronensaft, 1 Ei und 1 Becher Naturyoghurt hinzufügen. Kurz pürieren, dann sofort auf handtuchtrockene Haare auftragen. 30-60 Min. einwirken lassen (die Haare am besten in Folie wickeln) und anschliessend mit einem milden Shampoo auswaschen.
Clever: Das Fleisch von überreifen Pfirsichen oder Aprikosen pürieren, in die feuchten Haare massieren und einwirken lassen. Dank der natürlichen Wirkstoffe und Vitamine wird sprödes, strohiges Haar gepflegt. Wer eine Haarkur möchte, die garantiert nicht fettet, verwendet das pure Fruchtpüree. Ansonsten nach Belieben etwas Honig oder Quark hinzufügen.
Soforthilfe gegen strohige Haare
•    Eine Sofort-Hilfe bei strohigen, splissigen Haaren ist die Behandlung mit Olivenöl: Einige Tropfen Öl in die Haarspitzen einmassieren und in das untere Viertel der strapazierten Haare. Danach einen Zopf flechten oder die Haare zwirbeln zu einem Dutt bzw. Knoten. Dank dieses natürlichen «Nährstoffspenders» erhalten strohige Haare wieder Kraft und Glanz.
•    Wer mit strohigen Haarspitzen zu kämpfen hat, kann – vor allem als „Pflegeüberbrückung“ zwischen zwei Haarwäschen – ein reichhaltiges Feuchtigkeitsfluid oder eine aufbauende Handcreme (in kleinen Mengen!) in die Haarspitzen kneten.