Rigi Anzeiger
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Hauptort der Schweizer Volksmusik

Weggis: Das lange Fronleichnams-Wochenende von Mitte Juni ist in der Agenda der Volksmusikfreunde mit dickem Stift markiert. Vom 15. bis 18. Juni ist Weggis wieder der Hauptort der Schweizer Volksmusik – dank dem «Heirassa»-Festival. Das Programm verspricht auch heuer Leckerbissen aus dem breiten Spektrum guter Volksmusik.

Heirassa-Präsident Beni Nanzer zeigt mit seiner bodenständigen Perkussion viel Rhythmus-Talent – begleitet von Willy Valotti und seine Wyberkapelle. Bild Hanns Fuchs

Heirassa-Präsident Beni Nanzer zeigt mit seiner bodenständigen Perkussion viel Rhythmus-Talent – begleitet von Willy Valotti und seine Wyberkapelle. Bild Hanns Fuchs

Zum 13. Mal steht das Heirassa Festival im Veranstaltungskalender der «Rivieragemeinde» Weggis. Von der ominösen Zahl lassen sich die Organisatoren um Festival-Direktor Josef Odermatt und Heirassa-Präsident Beni Nanzer nicht schrecken. Sie können auch für diese Auflage ein Programm präsentieren, das dem hohen Anspruch des inzwischen grössten Schweizer Volksmusik-Festivals gerecht wird. Wie seit Beginn des «Heirassa» sind auch dieses Jahr Willy Valotti und Carlo Brunner für die Programmgestaltung verantwortlich. Sie haben mit sicherem Gespür und umfassender Kenntnis der Szene einen Mix aus traditioneller und aktueller Volksmusik zusammengestellt.

Handschrift von Brunner und Valotti
Stilistisch liegt das Schwergewicht natürlich auf der Volksmusik im konzertanten Innerschweizer Stil in der Besetzung Klarinette/Saxophon, Akkordeon, Klavier und Kontrabass. Der Weggiser Komponist und Musikant Alois Schilliger (1924-2004) und seine «Kapelle Heirassa» war stilprägend für diese nach wie vor beliebte und populäre Spielart.

Die Festival-Programmgestalter und Ländler­musikprofis Carlo Brunner und Willy Valotti verwalten Schilligers musikalisches Erbe nicht nur, sie sind auch an seiner Weiterentwicklung interessiert. Beide haben noch in Schilligers legendärer «Kapelle Heirassa» gespielt. Als musikalische Leiter des Festivals ergänzen sie sich ideal. Nun schon zum 13. Mal bringen sie ein spannendes, abwechslungsreiches Programm zu Gehör. Über 50 Formationen spielen in fast allen Weggiser Lokalen 40 Konzerte. Als «roter Faden» ziehen sich auch dieses Jahr die Spezialkonzerte zu Ehren verdienter Musikanten durchs Programm. Am Samstag gegen Mittag spielt die Musikgesellschaft Ennetbürgen im Pavillon (ihr Leiter Emil Wallimann feiert den 60.), am Freitagabend laden Dani Häusler, der neue Träger des Goldenen Violinschlüssels, zusammen mit Fredy Reichmuth, Ueli Stump und Sepp Huber in die Kirche Weggis zum einstündigen Heirassa-Revival ein, am Samstagabend präsentieren Brunner, Häusler und Valotti im Pfarreiheim ihr Projekt «Innerschwiizer Ländler Stärnstund» gas­tieren die Kapellmeister Carlo Brunner, Dani Häusler und Willi Valotti (mit Gaby Näf, Martin Nauer, Jörg Wiget, Philipp Mettler und Sepp Huber), die traditionelle Sonntagsmatiné bestreitet Carlo Brunner mit seiner Superländlerkapelle, und für Geniesser hat Willy Valotti talentierte Jungformation in den Schweizerhof geladen.

Zurfluhs «Gluschterli»
Eröffnet wird das Festival an Fronleichnam (Donnerstag, 15. Juni) um 11.30 Uhr im Pavillon von der Luzerner Ländlerband mit Claudia Muff, Josi Fischer und Sepp Huber und dem Handorgelduo Schottix. Kurt Zurfluh stellt am Freitag und am Samstag um 18.30 Uhr die Ensembles im Pavillon vor, die anschliessend in den Lokalen aufspielen – das verspricht abwechslungsreiche Potpourris.
Text und Bild Hanns Fuchs

Programm, Tickets und Reservationen: www.heirassa-festival.ch