Rigi Anzeiger

Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 36 185, mit 40 000 Leserinnen und Lesern, und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Herzlicher Empfang im LuzernPlus-Team

Region: Der Gemeindeverband LuzernPlus beleuchtet im Geschäftsbericht die gesetzlichen Grundlagen und den Prozess von der Erarbeitung bis zur Behördenverbindlichkeit von Regionalen Teilrichtplänen und Konzepten. Der Generationenwechsel in der Führung bildet einen weiteren Schwerpunkt:
Kurt Sidler ging per Ende 2017 nach über sieben erfolgreichen Jahren in Pension, und der 36-jährige Armin Camenzind hat die Geschäftsführung übernommen und erzählt über seine ersten 100 Tage im Amt.

Seit Anfang 2018 ist Armin Camenzind Geschäftsführer von LuzernPlus. Bild pd

Seit Anfang 2018 ist Armin Camenzind Geschäftsführer von LuzernPlus. Bild pd

Armin Camenzind, Sie sind seit Anfang Januar 2018 Geschäftsführer des Gemeindeverbands LuzernPlus und somit seit 100 Tagen im Amt. Warum ist es Ihnen wichtig, sich für die Region LuzernPlus einzusetzen?
Wir leben hier, wo andere Ferien machen oder sogar nur vom Ferien machen träumen können. Wirtschaftlich verzeichnen wir seit Jahrzehnten eine rekordtiefe Arbeitslosigkeit sowie sehr gute Bildungschancen. Die Mobilitätsanbindung ist regional und national sehr gut, wenngleich wir jetzt mit den anstehenden grossen Infrastrukturprojekten vorwärts machen müssen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Die Stadt Luzern, die neu entstehenden Zentren, die Dorfkerne, das Land, die Kultur, die Seen, die Berge mit ihren Bergbahnen und die nostalgischen Dampfschiffe sind unverwechselbar schön und haben weltweite Ausstrahlung. Zur Entwicklung dieser Stärken möchte ich auch meinen Beitrag leisten und deshalb bereitet mir die neue Aufgabe als Geschäftsführer sehr viel Freude.

Wie sind Sie als Geschäftsführer gestartet und was ist Ihnen aufgefallen?
Der Empfang im Team von LuzernPlus war sehr herzlich. Mein Vorgänger Kurt Sidler stand und steht als eine Art Götti für die Einführung beratend zur Seite. Dies ist für den Wissenstransfer optimal. Ich habe mich in die breit gefächerten Dossiers mit inhaltlicher Tiefe und vielen Beteiligten eingearbeitet. Besonders aufgefallen ist mir, dass das Netzwerk mit Beteiligten und Anspruchsgruppen sehr gross ist mit den 24 Mitgliedsgemeinden und allen weiteren beteiligten Organisationen. Die Strukturen sind organisch gewachsen und der Gemeindeverband war erfolgreich mit der bisherigen Arbeitsweise. Die dritte Strategieperiode von 2018 bis 2021 ist geprägt von einer Fokussierung, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

Wie schätzen Sie die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit der 24 Mitgliedsgemeinden ein?
Der Regionale Entwicklungsträger LuzernPlus überarbeitete 2017 zusammen mit den Delegierten aus den Mitgliedsgemeinden die Verbandsstrategie 2018 bis 2021. Beim Erarbeitungsprozess hat sich gezeigt, dass das Bedürfnis nach gemeindeübergreifenden Kooperationen mit variabler Geometrie zunimmt. Beispiele für solche erfolgreiche Kooperationen sind die Gebietsmanagements in Luzern-Nord, LuzernOst und LuzernSüd. Die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) hat LuzernPlus 2017 mit dem Award in der Kategorie «Interregionale Projekte» ausgezeichnet. Die Vernetzung unterschiedlicher Partner und die Interessensvertretung der Gemeinden für eine starke Region Luzern steht bei allen Tätigkeiten von LuzernPlus im Zentrum, damit die Standortvorteile gegenüber anderen Regionen in der Schweiz weiter bestehen oder ausgebaut werden können.

LuzernPlus engagiert sich mit Kooperationen stark in den Themen Raum, Siedlung und Mobilität. Warum ist dies wichtig für den Standort Luzern?
Die Mobilität ist ein bedeutender Standortfaktor. Die Standortattraktivität der Gemeinden im LuzernPlus-Gebiet und des gesamten Kantons hängt massgeblich von der Erreichbarkeit ab. Deshalb haben die anstehenden Grossprojekte Durchgangsbahnhof und das Gesamtsystem Bypass/Spange Nord für unsere Region eine zentrale Bedeutung. Diese Schlüsselprojekte werden ergänzt durch zahlreiche Massnahmen, welche in den Gemeinden konzipiert und umgesetzt werden. Beispiele dafür sind die Bushubs mit Bahnanbindung sowie Strassensanierungen. Auch Fuss- und Fahrradwege gehören dazu. Die Mobilität ist in der Strategie 2018 bis 2021 priorisiert und wirkt sich auf die Siedlungsentwicklung aus. So zeigen wir im Geschäftsbericht 2017 beim Regionalen Hochhauskonzept auf, dass Möglichkeitsgebiete für Hochhäuser die öV-Güteklasse B gemäss dem Bundesamt für Raumentwicklung erfüllen müssen, was eine gute öV-Erschliessung bedeutet.

Haben Sie einen Lieblingsort, von welchem Sie die Herausforderungen besonders gut analysieren können?
Die Rigi und im Speziellen «Rigi Chänzeli» sowie der Pilatus sind zwei meiner Lieblingsorte im LuzernPlus-Gebiet. Die Aussicht von beiden Bergen zeigt eines deutlich auf: Wir leben in einem funktionalen Raum und die Gemeindegren­zen sind weder am Tag noch in der Nacht genau erkennbar. Es ist daher klar, dass viele Herausforderungen gemeindeübergreifend zu meistern sind, da wir alle in diesem funktionalen Raum leben. Die demokratisch legitimierten Strukturen sind und bleiben weiterhin die Gemeinden, der Kanton und der Bund. Es braucht also Brückenbauer zwischen dem funktionalen Raum und den demokratischen Einheiten. Mit der Raumplanung, aber auch mit gemeinsamen Kooperationen für die Gestaltung dieses Lebensraumes zu sorgen, das finde ich sehr spannend.

Verlieren die Gemeinden somit keine Autonomie, wie dies befürchtet wurde?
Die Gemeinden haben im Bereich der Planung eine gesetzliche Koordinationspflicht. Dieser kommen sie nach, indem sie LuzernPlus mit der Planung beauftragen und die Ergebnisse überprüfen. Für die konkreten Vorhaben auf dem Gemeindegebiet sind die Gemeinden autonom, soweit diese in ihre Zuständigkeit fallen und nicht in diejenige des Kantons oder anderer Verbände. LuzernPlus hat keine eigenständigen hoheitlichen Aufgaben. Seine Funktion ist beschränkt auf die regionale Planung und auf die Koordination in denjenigen Aufgabenfeldern, für die LuzernPlus von den Gemeinden oder vom Kanton einen Auftrag hat.

 

Armin Camenzind kurz vorgestellt
Armin Camenzind hat Jahrgang 1982 und war vor seiner Tätigkeit als Geschäftsführer von LuzernPlus neun Jahre lang Kommandant der ZSO EMME. Camenzind ist diplomierter Berufsfachschullehrer und verfügt über einen Master in Business Administration (MBA) der Hochschule Luzern. Als ehemaliger Einwohnerrat der Gemeinde Littau und langjähriger Präsident der FDP Littau-Reussbühl sowie Wahlkampfleiter der Jungfreisinnigen Schweiz bringt er wertvolle politische Erfahrung mit.

Geschäftsbericht 2017
Der Geschäftsbericht 2017 von LuzernPlus ist unter www.luzernplus.ch unter der Rubrik Berichte einsehbar. Er präsentiert die Organe, Zahlen, Jahresrechnung, Projekte und vieles mehr.

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