Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Heute Schüler – morgen Lehrling

Meggen: Die Schule Meggen und der Gewerbeverein Meggen organisieren alljährlich im Rahmen der Berufswahlvorbereitung einen attraktiven Lehrstellenparcours für die Erstsekundarschülerinnen und -schüler. Auch dieses Jahr boten 18 Betriebe einen Blick in ihr Ausbildungs- und Berufsfeld an.

jp. Der Rigi Anzeiger war bei drei spannenden Ateliers mit dabei. Punkt 8.15 Uhr standen drei Mädchen und zwei Knaben der 1. Sekundarklasse bei der Rezeption des Seniorenzentrums Sunneziel bereit. Die Bildungsbeauftragte des Zentrums, Magdalena Fuchs Genzoli, empfing die Gruppe und führte sie zu einem Theorieraum. Dort stellte sie den Jugendlichen mit Bildern das Seniorenzentrum mit rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor. Und da interessierte eine Frage: Wie viele Ausbildungsplätze für Lernende und Studierende bietet das Sunneziel an? «Ab Sommer 2017 30 Plätze!» erklärte Magdalena Fuchs Genzoli. «Möglich sind dipl. Pflegefachfrau HF, Fachmann/Fachfrau Gesundheit EFZ, Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ, Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA, Aktivierungsfachfrau HF, Fachfrau/Fachmann Hauswirtschaft EFZ, Hauswirtschaftspraktikerin EBA, Fachmann/Fachfrau Betriebsunterhalt EFZ und Koch/Köchin EFZ und Küchenangestellte/r EBA». Dann gehts auf, in die Küche des Sunneziel.

Wie macht man Kartoffelstock?
Vorerst gings durch ein Labyrinth von Korridoren und Räumen. Norbert Krug, Leiter Verpflegung, führte durch die Küche, zeigte die Anlieferung der Lebensmittel, öffnete Kühl- und Tiefkühlräume sowie Vorratskammern, erläuterte, wie die Entsorgung des immens anfallenden Materials organisiert ist, wie das Geschirr, Besteck und die Pfannen effizient gereinigt und wie die zubereiteten Gerichte im Speisesaal präsentiert und serviert werden. Das braucht Organisation. Voraussetzungen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Sunneziel ihr gewünschtes Essen – auch mit Extras – erhalten.
Jetzt durften die Mädchen und Jungen in der Küche Hand anlegen. Luiza und Elias bereiteten Schüsseln für den mittäglichen Nachservice vor: Rüebli und halbe Bratwürste. Nachher rührte Luiza mit einem grossen Stabmixer diverse Zutaten für die Suppe in einer Schüssel, während Elias mit der Herstellung von Kartoffelstock beauftragt wurde. Alles klappte. Luiza und Elias könnten sich vorstellen, den Beruf einer Köchin oder eines Kochs zu ergreifen.

Andere Jugendliche bestrichen mit einem Koch zusammen Znünibrötchen mit Butter und garnierten sie mit Fleisch. Zum Schluss kam um jedes Brötchen eine Folie. Hygiene wird in der Küche gross geschrieben.

Andere Jugendliche bestrichen mit einem Koch zusammen Znünibrötchen mit Butter und garnierten sie mit Fleisch. Zum Schluss kam um jedes Brötchen eine Folie. Hygiene wird in der Küche gross geschrieben.

Unter Anleitung einer Köchin bereitete Elias Kartoffelstock zu, während Luiza mit einem grossen Stabmixer in der Suppenschüssel rührte und allerlei Zutaten beimischte. Selber Hand anlegen, das machte Freude.

Unter Anleitung einer Köchin bereitete Elias Kartoffelstock zu, während Luiza mit einem grossen Stabmixer in der Suppenschüssel rührte und allerlei Zutaten beimischte. Selber Hand anlegen, das machte Freude.

Von der Rebe bis zum Wein
In der Firma Scherer & Bühler AG wird eine Berufsausbildung angeboten, die in der Deutschschweiz einen besonderen Status hat: Weintechnologe oder Weintechnologin. Markus Gautschi, Leiter Technik, der die Schülergruppe durch den Betrieb führte, erklärte offen, dass Berufe im Zusammenhang mit Alkohol von der Berufsberatung wenig empfohlen werden und die Besetzung der Lehrstellen mit geeigneten Jugendlichen – erwartet wird das Niveau A der Sekundarstufe – nicht immer leicht falle. «Entscheidend ist, wie man mit dem Alkohol umgeht!» sagte er zu den Schülern. Und er fügte an, dass die dreijährige Ausbildung bei Scherer & Bühler sich in einem familiären Rahmen abwickle und viel Spielraum für Abwechslung, Eigeninitiative und spätere Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten biete. Die Weinhandlung Scherer & Bühler besitzt im Kanton Neuenburg einen eigenen Rebberg. So ist es für einen Lernenden möglich, den jungen Wein von der Rebe bis in die Flasche zu begleiten. Auch dem kleinen Rebberg beim Betriebsgebäude statteten wir einen kurzen Besuch ab. Dann ging es in die Lagerräumlichkeiten. Riesige Chromstahltanks mit Rot-, Weiss- und Roséweinen brachten alle zum Staunen. Und dann die langen Bahnen der Abfüllanlagen – alles automatisiert. Im Labor wurde klar, weshalb von den Lernenden ein Flair für Chemie, Physik und Mathematik gefordert ist. Und beim Degustieren von sechs Flaschen – natürlich für die Jugendlichen Wasser, verschieden gesüsst oder gesalzen – zeigte sich, wer über einen guten Geruchs- und Geschmackssinn verfügt. Zusammenfassend hielt Markus Gautschi fest, dass die Ausbildung zum Weintechnologen Interesse an der Natur, an Lebensmitteln, Chemie, Physik und Biologie erfordere. Und wichtig seien auch ein technisches Verständnis, Organisationstalent, Fingerspitzengefühl und Genauigkeit.

Andere Jugendliche bestrichen mit einem Koch zusammen Znünibrötchen mit Butter und garnierten sie mit Fleisch. Zum Schluss kam um jedes Brötchen eine Folie. Hygiene wird in der Küche gross geschrieben.

Andere Jugendliche bestrichen mit einem Koch zusammen Znünibrötchen mit Butter und garnierten sie mit Fleisch. Zum Schluss kam um jedes Brötchen eine Folie. Hygiene wird in der Küche gross geschrieben.

Das Degustieren von Weinen erfordert einen guten Geruchs- und Geschmackssinn. Doch hier predigte der Leiter Markus Gautschi Wasser – und liess die Schülerinnen und Schüler den Inhalt von sechs harmlosen Flaschen degustieren. Die Gruppe hatte Erfolg!

Das Degustieren von Weinen erfordert einen guten Geruchs- und Geschmackssinn. Doch hier predigte der Leiter Markus Gautschi Wasser – und liess die Schülerinnen und Schüler den Inhalt von sechs harmlosen Flaschen degustieren. Die Gruppe hatte Erfolg!

Ein Lernender betreute
Bei Lötscher Architektur GmbH führte nicht der Hausherr oder ein erfahrener Angestellter durch den Betrieb, sondern Mischa Heer, Lernender als Hochbauzeichner im 2. Lehrjahr. Es folgte ein Gang durch das dreigeschossige Gebäude mit Büroräumlichkeiten.
Dann gehts zurück ins Sitzungszimmer, wo die drei Mädchen und die zwei Knaben der ersten Sekundarklasse je eine Broschüre erhalten, worin der Beruf des Zeichners oder der Zeichnerin EFZ Fachrichtung Architektur beschrieben ist. Nach Ideen, Skizzen und Angaben von Architektinnen und Architekten erstellt der Hochbauzeichner, auch Bauzeichner und offiziell Zeichner genannt, Projekt-, Werk- und Detailpläne für alle am Bau Beteiligten. Und dann folgte die Arbeit. Es galt, in drei Aufgaben einfache Gebäude in der Dreitafelprojektion darzustellen. Da gab es einige Fragen zu beantworten und Knacknüsse zu lösen. Gefordert war hier das räumliche Vorstellungsvermögen. Weniger anspruchsvoll gestaltete sich der Schlussauftrag, nämlich in einem vorgegebenen Wohnungsgrundriss in einem Schlaf-, Arbeits- und Badzimmer von Hand die Möblierung zu zeichnen und dabei die Proportionen einzuhalten. Das machte Spass und zeigte kreative Lösungen.

Die Aufgaben mit den Dreitafelprojektionen forderten das räumliche Vorstellungsvermögen der Schülerinnen und Schüler der 1. Sekundarklasse heraus. Freude am technischen und Freihandzeichnen sind für den Beruf des Zeichners oder der Zeichnerin EFZ eine Voraussetzung.

Die Aufgaben mit den Dreitafelprojektionen forderten das räumliche Vorstellungsvermögen der Schülerinnen und Schüler der 1. Sekundarklasse heraus. Freude am technischen und Freihandzeichnen sind für den Beruf des Zeichners oder der Zeichnerin EFZ eine Voraussetzung.

Visualisierungen und Pläne von Bauprojekten fanden das Interesse der Teilnehmenden am Lehrstellenparcours.

Visualisierungen und Pläne von Bauprojekten fanden das Interesse der Teilnehmenden am Lehrstellenparcours.

 

Firmen, die am Lehrstellenparcours 2017 Ateliers angeboten haben:

Atelier 1: Lötscher Architektur
Atelier 2: Autowelt Meggen AG
Atelier 3: solum boden GmbH
Atelier 4: Dropa Drogerie Küttel GmbH
Atelier 5: Bonetti Elektro AG
Atelier 6: Seniorenzentrum Sunneziel: Fachfrau Hauswirtschaft
Atelier 7: Seniorenzentrum Sunneziel: Fachfrau Gesundheit
Atelier 8: Villiger Arnosti, Gartenbau
Atelier 9: Gemeindeverwaltung
Atelier 10: Kantonalbank
Atelier 11: Seniorenzentrum Sunneziel: KV
Atelier 12: Seniorenzentrum Sunneziel: Koch
Atelier 13: von Ah AG, Maler
Atelier 14: Kath. Pfarramt
Atelier 15: Schäfer Bau GmbH
Atelier 16: Krieger Rolf AG: Schreiner
Atelier 17: Scherer & Bühler: Weintechnologe
Atelier 18: Coiffure Beauty Hairstylist Empire of Hair

 

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