Rigi Anzeiger
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Historisches Haus wird verschoben

Küssnacht: Das wegen der Südumfahrung vom Abbruch bedrohte historische Fassbindhaus soll definitiv erhalten werden. Eine Interessengruppe wird den Blockbau im Mai verschieben und später in der Nähe als Wohnhaus wieder aufbauen.

Die Absicht, das schützenswerte Wohnhaus zu erhalten, hat ein grosses mediales Echo ausgelöst. Bild zVg

Die Absicht, das schützenswerte Wohnhaus zu erhalten, hat ein grosses mediales Echo ausgelöst. Bild zVg

Da für die Südumfahrung im Bereich der Seebodenstrasse ein Tagbautunnel erstellt wird, müssen mehrere Gebäude abgebrochen werden. Bei den Detailabklärungen stellte sich heraus, dass es sich beim sogenannten «Fassbindhaus» um ein über 400- jähriges Holzhaus handelt. Die Absicht, das schützenswerte Wohnhaus zu erhalten, hat ein grosses mediales Echo ausgelöst. Mehrere Interessenten haben sich darum beworben, den Holzbau fachgerecht ab- und später wieder aufzubauen.

Der Bezirksrat ist sich nun mit einer Küssnachter Interessengruppe, vertreten durch den Architekten Hansjörg Bruggmann, bezüglich der Rahmenbedingungen für die Standortverschiebung einig geworden. Die inzwischen von allen nicht historischen Bauteilen befreite Holzkonstruktion wird im Mai als Ganzes um rund 100 Meter Richtung Nordosten verschoben. Das gesicherte Gebäude wird dort zwischengelagert.

Nach Abschluss der Bauarbeiten für die Südumfahrung wird in der Nähe des alten Standorts ein neues Fundament gebaut und anschliessend der Blockbau dorthin zurückversetzt. Die Instandstellung wird von der kantonalen Denkmalpflege begleitet. Das standortverschobene Gebäude soll später wieder bewohnt werden.

Der Bezirksrat ist erfreut, dass Privatpersonen bereit sind, in das Projekt zu investieren und sich für die Erhaltung eines historischen Zeitzeugen zu engagieren. Er stellt der Interessengruppe für den Wiederaufbau ein kleines Grundstück im Baurecht zur Verfügung. Über den entsprechenden Baurechtsvertrag wird dereinst an der Urne entschieden.