Rigi Anzeiger
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Hochschule Luzern kommt nach Rotkreuz

Risch Rotkreuz: Freude in der Gemeinde Risch: Der Konkordatsrat der Hochschule Luzern (HSLU) wird das neu zu gründende Departement Informatik in Rotkreuz ansiedeln.

Die Suurstoffi

Die Suurstoffi

Dem Entscheid des Konkordatsrats ging ein einjähriges Evaluationsverfahren voraus. Die Gemeinde Risch war seit dem Frühsommer 2014 am Verfahren beteiligt. Sie hat sich zusammen mit Zug Estates, der Eigentümerin des Standortareals, dafür stark gemacht, dass das Informatikdepartements in Rotkreuz zu liegen kommt.
Das Departement Informatik wird auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz ab Sommer 2016 seinen Standort beziehen. Für die definitive Unterbringung ist ein Neubau angrenzend an den Bahnhof Rotkreuz vorgesehen. Weiter soll die Anbindung des Hochschulstandorts an den Bahnhof Rotkreuz verbessert werden. Hierzu ist der Bau einer Personenquerung angedacht, welche bereits im kantonalen Richtplan vorgesehen ist.
Beim Standortentscheid spielte auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr eine zentrale Rolle. Risch setzt sich zusammen im Verbund ZUGWEST mit den Gemeinden Cham und Hünenberg für eine zusätzliche Verbesserung des ÖV-Angebots ein. Die Forderung gewinnt durch den Standortentscheid weiter an Bedeutung.

Auch der in Buchrain wohnende Georges Thalmann, Präsident der Stiftung für Innovation und technische Ausbildung (SITA), Hochschule Luzern für Technik + Architektur, begrüsst den Entscheid der Standortwahl. «Rotkreuz ist bezüglich geografischer Lage, pulsierender Wirtschaft und öffentlichem Verkehr der ideale Standort. Der Gemeindepräsident Peter Hausherr hat sich in dieser Sache sehr engagiert. Es ist sein Verdienst, dass Rotkreuz ab 2016 eine Hochschulstadt ist.»

Der rot markierte Teil zeigt, wo die Hochschule untergebracht wird.

Der rot markierte Teil zeigt, wo die Hochschule untergebracht wird.

 

Nachgefragt bei Peter Hausherr, Gemeindepräsident

Peter Hausherr, Gemeindepräsident Risch Rotkreuz

Peter Hausherr, Gemeindepräsident Risch Rotkreuz

Was war die grösste Konkurrenz, die Risch «besiegen» musste?
Nicht die Konkurrenzsituation war für uns das Thema, es ging uns in erster Linie darum, unsere Aufgaben im Hinblick auf ein qualitativ gutes Angebot solide zu erledigen. Letztlich war es eine Ausmarchung zwischen dem Standort in der Herti in der Stadt Zug und dem Standort in der Suurstoffi in Rotkreuz.

Welche Faktoren waren ausschlaggebend?
Das sehr dynmische und inspirierende Umfeld der Stuurstoffi, die Möglichkeit, einen Campus direkt entlang der SBB-Linie zu erstellen sowie die sehr gute Erreichbarkeit mit dem ÖV und dem motorisierten Individualverkehr waren sicherlich wichtige Argumente für Rotkreuz.

Welche Rahmenbedingungen müssen noch erfüllt werden?
Auf Stufe Kanton muss der Standort des Departements Informatik im Richtplan festgesetzt werden (ca. Sommer 2015). Weiter muss in der Gemeinde Risch der Bebauungsplan Langweid geändert werden, damit die Hochschule neben dem Bahnhof erstellt werden kann (2016). Weiter sollen die SBB-Perrons durch eine neue Personenquerung Ost direkt mit dem Standort des Informatikdepartements erschlossen werden. Hierzu sind die Planung voranzutreiben, die Finanzierung zu regeln und dann die Realisierung rechtzeitig vorzunehmen.

Es soll ein Neubau realisiert werden. Dafür ist eine Anpassung des Bebauungsplanes notwendig. Das heisst?
Die Änderung des Bebauungsplanes wird die Gemeindeversammlung Risch entscheiden. Vorgängig findet eine öffentliche Auflage sowie eine Vorprüfung durch den Kanton statt. Für die Änderung des Bebauungsplanes sind umfassende Planungen notwendig mit dem Ziel optimale Bedingungen für die Hochschule zu schaffen.

Wird das zeitlich reichen?
Ja, das Verfahren wird rund 2 Jahre in Anspruch nehmen. Ab 2016 wird das Informatikdepartement provisorisch in bereits erstellten Bauten auf dem Suurstoffi-Areal untergebracht. Im Herbst 2019 sollte der Neubau für das Departement dann bezugsbereit sein.

Wie wichtig ist dieser Entscheid für Risch als Bildungsstandort?
Der Entscheid ist gesamthaft für Risch und den Ortsteil Rotkreuz wegweisend. Die Gemeinde erhält ein wichtiges Institut im Bildungsbereich, das über die Gemeindegrenzen hinausstrahlen wird. Daraus ergeben sich auch interessante Kooperationsmöglichkeiten mit der Wirtschaft. Dies wird unsere Region zukünftig stärken.

Ist das der Anfang einer neuen Hochschuldestination?
Wer weiss? Wir erarbeiten die Rahmenbedingungen. Letztlich muss das aber die Hochschule entscheiden.