Rigi Anzeiger
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Hoffnungsschimmer am Finanzhimmel

Buchrain: Wirtschaftspolitische Lichtblicke durch Neuansiedlungen von Firmen lassen die finanzgebeutelte Gemeinde positiv in die Zukunft blicken.

pd./cek. Der Buchrainer Gemeinderat lässt in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung wissen, dass im Entwicklungsgebiet Perlen drei Gestaltungspläne bewilligt wurden, die auf das Dorf Perlen, die wertvolle Reuss-Landschaft sowie auf das Gebot der Verdichtung Rücksicht nehmen, architektonisch überzeugen und die wirtschaftlichen Erwartungen erfüllen. «Damit sind wichtige Meilensteine erreicht, um die Ansiedlung des grössten Autoimporteurs der Schweiz Amag sowie des aufstrebenden Medizinaltechnik-Unternehmens Medela Tatsache werden zu lassen», ist dem Schreiben zu entnehmen. Ausserdem erwartet Buchrain mit der Überbauung Fahr einen Entwicklungsschub für Wohnen und Gewerbe.

600 neue Arbeitsplätze
Die Planung für die erste Bauetappe der Überbauung Fahr sei weit fortgeschritten. Ab kommendem Jahr werden dort 67 Mietwohnungen und 8000 Quadratmeter Dienstleistungsfläche realisiert (siehe Kasten). Konkret ist auch die Planung bei der Amag, die einen modernen Betrieb mit Verkauf von Neuwagen und Occasionen, Werkstatt, Karosserie und Tankstelle mit 150 Mitarbeitenden errichten will. Ferner plant die Firma Medela aus Baar eine hochmoderne Produktionsstätte mit 400 Mitarbeitenden zu erstellen. Das Projekt für ein neues Betriebs- und Verwaltungsgebäude liegt jedoch derzeit auf Eis und wird erst ab Ende 2016 weiterbearbeitet.
Nach einer Phase von grösseren und schmerzhaften Firmenwegzügen, betrachtet der Gemeinderat die bisherigen Ansiedlungen von kleineren und mittleren Unternehmen sowie den erwähnten Firmen als Lichtblicke in der Entwicklung Buchrains. Auch die Weiterentwicklung von bestehenden Betrieben verlaufe sehr erfreulich. Der Anteil von 5 Prozent der juristischen Personen am gesamten Steueraufkommen sei jedoch weiterhin gering. Mit den kommenden Zuzügen sowie mit der Entwicklung bestehender Unternehmungen sei in Zukunft aber mit steigenden Erträgen, attraktiven Arbeitsplätzen und positiver Ausstrahlung zu rechnen.

Voranschlag 2016
In der Mitteilung der Gemeinde ist ebenso zu lesen, dass kurzfristig die finanzielle Situation kritisch bleibe. Das heisst, die Steuerkraft bleibt vorläufig tief, gleichzeitig reissen die Abschaffung der Liegenschaftssteuer sowie steigende Gesundheits- und Bildungskosten weitere Löcher in die Rechnung. Allein die obligatorische Einführung des Zweijahres-Kindergartens erfordert die Ausdehnung von 4 auf neu 7 Kindergärten. Die Sparmassnahmen aus dem Budget 2015 bleiben unverändert bestehen. Für 2016 prognostiziert Buchrain einen Verlust von 756‘800 Franken nach einem Minus von 725‘900 Franken im Budget 2015. Bei den Nettoinvestitionen ist für 2016 ein Betrag von 2 Millionen Franken (Vorjahr 1‘760‘000 Franken) vorgesehen. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 2.0 Einheiten. Die Verluste können vollständig durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt werden.
Am Donnerstag, 5. November 2015, ab 19.30 Uhr, wird der Gemeinderat anlässlich einer Orientierungsversammlung in der Aula des Schulzentrums Hinterleisibach über den Voranschlag wie auch zum Entwicklungsgebiet Perlen/Buchrain informieren. Ausserdem wird die ewl (energie wasser luzern ag) über den Stand der Arbeiten und die nächsten Bauetappen bezüglich der Fernwäme berichten.

Näher bei den Bürgern
Der Gemeinderat Buchrain geht in Sachen Informationspolitik neue Wege und setzt erfolgreiche fort. So bietet Finanzvorsteher Patrick Bieri neu ein offenes Gespräch respektive ein Zeitfenster den Bürgerinnen und Bürger, bei dem sie zum Budget und zur Finanzplanung Fragen stellen und ihre Anliegen deponieren können. Das erste offene Gespräch ist am 10. November, von 16 bis 18 Uhr, im Ratszimmer des Gemeindehauses. Im vergangenen Jahr führte der Gemeinderat erstmals einen sogenannten Themenabend im Bereich Budget durch. Dieser fand am Dienstagabend seine Fortsetzung, wobei dieses Mal Gesundheit und Soziales und der Verkehr im Mittelpunkt standen. Dabei gab Sozialvorsteher Erwin Arnold einen vertieften Einblick in die Grundlagen der Sozialhilfe und erklärte, wie die SKOS-Richtlinien entstehen. «Sie haben einen fachlichen Hintergrund», betonte er. Er erläuterte auch die Pflegefinanzierung, die auf bundesrechtlichen Vorgaben basiert. «Die Kantone können dazu nur die Ausführungsgesetzgebung machen», führte Arnold aus. Rund 94 Prozent der Gesundheitskosten, die Buchrain berappt, fallen gemäss Budet 2016 auf die Pflegefinanzierung zu. Das sind 1,4 Millionen Franken. Pläne zum Strassennetz, für Bänke, Robidogs und Abfalleimer, die der Werkdienst pflegt, zur Schneeräumung und Entsaugen der Strassenschächte sowie andere umrahmten Bauvorsteher Heinz Amstad, als er hinter die Kulissen seines Ressorts blicken liess. Zudem erzählte er über geplante Projekte, berichtete, dass der Rontal-Zubringer tatsächlich eine Verkehrsentlastung für das Dorf brachte. «12 000 Fahrzeuge zählten wir vor der Eröffnung des A14-Anschlusses, heute sind es 6000. Lastwagen verkehren heute 150, vorher waren es zwischen 800 bis 1200», merkte er an. Nach den spannenden Ausführungen der beiden Gemeinderäte, konnten sich die anwesenden Bürger direkt mit Fragen an sie wenden. Da kristallisierte sich heraus, dass die Buchrainerinnen und Buchrainer vor allem der (Mehr)-Verkehr beschäftigt.

Direkt am naturnahen Perlenkanal in Buchrain will die Alfred Müller AG, Baar, in den kommenden Monaten eine Überbauung mit 67 Mietwohnungen und rund 8000 Quadratmetern Dienstleistungfläche realisieren. Der hier entstehende neue Dorfteil wird künftig das Erscheinungsbild der Gemeinde am nördlichen Siedlungsrand prägen.

Direkt am naturnahen Perlenkanal in Buchrain will die Alfred Müller AG, Baar, in den kommenden Monaten eine Überbauung mit 67 Mietwohnungen und rund 8000 Quadratmetern Dienstleistungfläche realisieren. Der hier entstehende neue Dorfteil wird künftig das Erscheinungsbild der Gemeinde am nördlichen Siedlungsrand prägen.

Visualisierungen: zVg.

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