Rigi Anzeiger
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Hoher Besuch aus Mauretanien im Rigiland

Region: Der Bischof der römisch-katholischen Kirche Mauretaniens, Bischof Happe, ist zu Besuch in der Schweiz und hält zwischen dem 14. und 22. April mehrere Predigten in der Region.

2)Bischof Happe mit Firmlingen, Mauretanien (Bild: «Kirche in Not»)

2) Bischof Happe mit Firmlingen, Mauretanien (Bild: «Kirche in Not»)

Die Vorfreude ist gross. Auch bei den Klosterfrauen hoch über der Stadt Luzern auf dem Gerlisberg. Denn Bischof Happe wird am 22. April um 17 Uhr der heiligen Messe des Frauenklosters St. Anna vorstehen und die Predigt halten. Dort berichtet er über sein Wirken in Afrika und auch darüber, wie beschwerlich das Leben als Christ in einem Land ist, wo sich 99,5 Prozent der Bevölkerung zum Islam bekennen. Denn Bischof Martin Happe wirkt seit 1995 als Vorsitzender des einzigen Bistums in der Islamischen Republik Mauretanien.

Grosser Einsatz für die Armen
Die katholische Kirche in Mauretanien umfasst rund 5000 Gläubige in 6 Pfarreien. Nebst dem Bischof kümmern sich 13 Priester und 44 Ordensangehörige um die Gläubigen. Die katholische Kirche engagiert sich stark in sozialen und karitativen Projekten, wie in Kindergärten sowie in Ausbildungsstätten für Strassenkinder und für allein erziehende Mütter. Der kleinen katholischen Minderheit gehören vorwiegend Ausländer an. Es sind dies sogenannte Gastarbeiter aus Europa, Südamerika oder aus afrikanischen Nachbarstaaten.

3)Frauen bei der Berufsbildung, Mauretanien (Bild: «Kirche in Not»)

3) Frauen bei der Berufsbildung, Mauretanien (Bild: «Kirche in Not»)

Soziales Engagement geht weiter
Ursprünglich stammt der Bischof aus dem Münsterland in Deutschland. Er trat nach seiner schulischen Ausbildung der Ordensgemeinschaft der Afrika Missionare «Weisse Väter» bei. Papst Johannes Paul II. ernannte Martin Happe 1995 zum Bischof von Nouakchott, Mauretanien. Der Bischof wurde 2009 mit der Bernhard-Kleinhans-Plakette für sein soziales Engagement, seine unvoreingenommene Haltung zum Islam und sein Wirken für Migranten und deren Hinterbliebenen ausgezeichnet. Trotz seines langen Wirkens in Afrika, denkt er noch nicht an den Ruhestand. Von seinen Mitarbeitern bekommt er immer wieder zu hören, dass er noch gebraucht werde. «Es war nicht immer leicht. Aber, wenn ich abends eingeschlafen bin, habe ich nie bereut, diesen Weg gegangen zu sein», fasst er zusammen und freut sich darauf, ein weiteres Stück Weg vor sich zu haben.

Auf Einladung des Hilfswerks «Kirche in Not» ist Bischof Martin Happe an folgenden Orten in der Region zu Gast:
Luzern: Sa., 14. April: Gottesdienst in der Mariahilfkirche um 10.30 Uhr.
Meggen: Sa., 14. April: Gottesdienst in der Magdalenenkirche um 18.00 Uhr.
Udligenswil: So., 15. April: Gottesdienst in der Kirche St. Oswald um 09.30 Uhr.
Meggen: So., 15. April: Gottesdienst in der Piuskirche um 10.45 Uhr.
Luzern: So., 22. April: Gottesdienst im Kloster St. Anna (Gerlisberg) um 17.00 Uhr.

1)Martin Happe, Bischof von Nouakchott, Mauretanien (Bild: «Kirche in Not»)

1) Martin Happe, Bischof von Nouakchott, Mauretanien (Bild: «Kirche in Not»)