Rigi Anzeiger
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Huwilers Konzept zum Zentrum findet Gefallen

Ebikon: Architekt Roland Huwiler hat ein Konzept zur Zentrumsplanung erarbeitet, das auf überaus positive Reaktionen stösst.

cek./pd. Eines der augenfälligsten Merkmale von Roland Huwilers Konzept zur Zentrumsplanung von Ebikon (der Rigi Anzeiger stellte dieses in der Ausgabe vom 17. Juni vor) ist, die vierspurige Zentralstrasse zu überdachen und auf beiden Seiten eine Flaniermeile entstehen zu lassen. Eine erste Umfrage zeigte, dass die Vorschläge Huwilers durchwegs positiv aufgenommen werden. Vergangene Woche stellte der Architekt sein Konzept dem Gewerbeverein Ebikon vor. Deren Präsident Thomas Abächerli meinte danach: «Mich persönlich begeistert die Idee der Strassenverlegung um ein aufgewertetes Dorfzentrum mit Flaniermeile zu erhalten.
Weitere persönliche Gedanken als Uräbiker, welcher immer aktiv am kulturellen Dorfleben teilgenommen hat: Diese Dorfkerngestaltung ermöglicht nachhaltige Entwicklung der kulturellen Aktivitäten für ein aktives Dorfleben für die Zukunft von Ebikon und bietet eine alternative Ergänzung zum Einkaufscentererlebnis. Es wurde von Roland schon sehr viel im Detail abgeklärt und lässt trotzdem viel Spielraum um die Nutzung der geschaffenen neuen Zonen im Dorfzentrum zu gestalten. Wichtig wäre jetzt, den Planungsprozess der Sanierung der Kantonsstrasse zu stoppen und die Vision von Roland Huwiler in der Planung zu berücksichtigen. Die beteiligten Parteien wie Gemeinde, Kirchgemeinde und Kanton sowie zwei weitere angrenzende Grundstücksbesitzer müssten mit einem Gestaltungsplan verpflichtet werden können. Wenn diese Parteien es gemeinsam schaffen, einen Gestaltungsplan zu verabschieden, ist auch eine Finanzierung ohne zusätzliche öffentliche Gelder möglich. Die einzelnen Bauprojekte müssen an den Infrastrukturkosten aufgrund der höheren Wertschöpfung beteiligt werden. Der Kanton soll auch auf die Bedürfnisse der Agglomeration eingehen und diese nicht nur zum Durchfahren (Kantonsstrasse) benutzen.»

Aus den Plänen von Roland Huwiler: Der Mühlebach würde partiell auf Seite Ladengasse geöffnet und ein attraktives Detail der Flaniermeile darstellen.

Aus den Plänen von Roland Huwiler: Der Mühlebach würde partiell auf Seite Ladengasse geöffnet und ein attraktives Detail der Flaniermeile darstellen.

Weitere Äusserungen
Othmar Som, Präsident CVP Ebikon, findet das Konzept Huwilers eine sehr gute Idee und ergänzt: «Ich bin überzeugt, dass dieses den Erwartungen der Ebikonerinnen und Ebikonern sehr nahe kommt. Ob ein solches Projekt technisch oder finanziell umsetzbar ist, kann ich nicht abschätzen. Jedoch hoffe und erwarte ich, dass es breit und seriös diskutiert wird und somit mittelfristig eine ideale Lösung für die Kantonsstrasse durch Ebikon gefunden werden kann. Nach den vielen Jahren des Wartens sollten wir uns nun auch diese Zeit noch nehmen.» René Friedrich betonte, dass die Ideen und Vorschläge innerhalb der FDP nach den Sommerferien diskutiert werden und bekundete aus seiner Sicht: «Vorerst schätze ich es sehr, dass sich Roland Huwiler im Interesse der Gemeinde so engagiert und aus eigenem Antrieb ein Konzept erstellt hat. Das Konzept ist eine interessante Anpassung und Weiterführung des Masterplanes. Der grosse Vorteil von Roland Huwilers Idee ist sicher, dass die trennende Wirkung der Kantonsstrasse eliminiert wird und die Chance besteht, die beiden getrennten Ortsteile optimal zu verbinden. Der neuere Dorfteil um die Ladengasse und der alte Dorfteil um die Kirche werden zusammengefügt. Durch den Vorschlag, die Strasse nicht zu versenken, sondern zu überdachen, lassen sich Konflikte mit dem Mühlebach vermeiden und Kosten sparen. Zudem kann im Zentrum zusätzlicher Wohn- und Geschäftsraum geschaffen werden. Eine Herausforderung wird hingegen sein, die neue Begegnungszone wirklich zu beleben. Denn mit dem Verkehr verschwindet nicht nur ein Störfaktor, sondern auch der Betrieb. Es muss verhindert werden, dass das Dorfzentrum nur noch umfahren und vergessen wird. Die zu generierenden Fussgängerfrequenzen lassen sich nicht mit jenen von Innenstädten, z.B. in Luzern, vergleichen. So besteht eine gewisse Gefahr, dass ein «toter» Bereich entsteht. Auch städtebaulich wären noch verschiedene Punkte zu lösen, unter anderem eine optimale Eingliederung der Tunneleinfahrten sowie eine gute Platzierung der zusätzlichen Bauten. Dies könnte in einer Weiterbearbeitung erfolgen. Es lohnt sich auf jeden Fall, parallel zum Masterplan, auch die Ideen von Roland Huwiler weiter zu verfolgen. Vielleicht lassen sich die Konzepte auch ein Stück weit kombinieren.»

Leuchtturmprojekt
Aus Sicht der Grünliberalen offenbarte deren Präsident Sandor Horvath: «Das Konzept von Roland Huwiler enthält interessante Lösungsansätze und würde zu einer Aufwertung des Zentrums führen. Ausserdem liesse sich dadurch eine separate Busspur realisieren. Aber das Konzept ist noch zu punktuell und müsste besser auf die übergeordneten Pläne abgestimmt werden. Ausserdem darf man noch weiter denken: Wenn man schon die Strasse zu Gunsten einer neuen Wohnsiedlung in einen Tunnel verlegt, dann soll diese Siedlung als 2000 Watt-Projekt realisiert und als Ebikoner Leuchtturmprojekt nationale Ausstrahlung erlangen.» Die Grünen Ebikon gaben in einer Mitteilung folgende Einschätzung ab: «Die Grundidee des Vorschlages Huwiler, nämlich dass die trennende Strasse von Ebikon auf der Höhe des Zentrums nicht mehr sichtbar ist und damit Ebikon auch optisch zusammen wächst, ist in der Tat bestechend und hat einen visionären Ansatz, was uns Grünen gefällt. Die unerwünschte Trennwirkung der Hauptstrasse würde für diesen bestimmten Strassenabschnitt beseitigt, die Aufenthaltsqualität erhöht und damit die Zentrumsfunktion gestärkt. Durch die Flanierachse könnte ein neuer Aufenthaltsraum für die Bewohnerinnen und Bewohner entstehen. Damit wäre die heutige unbefriedigende Situation bezüglich der Hauptstrasse für die Fussgängerinnen und Fussgänger grösstenteils beseitigt. Der Vorschlag Huwiler beinhaltet interessante Ansätze und soll im Rahmen des Masterplanes mitdiskutiert werden. Jedoch lösen sich mit dem Vorschlag Huwiler nur einen Teil der Ziele des Masterplanes für Ebikon ein. So bezieht der Masterplan die ganze Gemeinde mit ein. Eine Verkehrsberuhigung ist für die ganze Kantonsstrasse herbeizuführen. Und im Masterplan sind auch Massnahmen zur Renaturierung der Ron, oder bezüglich den Querspiesslistrasssen, dem Bushub am Bahnhof, den Bushaltestellen, den Velowegen, den Fussgängerquerungen, der Parkplatzgestaltung etc. vorgesehen.»

Persönliche Meinungen
Persönlich findet SVP-Präsident Stefan Bühler das Konzept von Roland Huwiler extrem gut und meint: «Das würde das Zentrum aufwerten. Die Frage ist, wie das finanziert werden soll.» Die SVP – so Bühler – werde in dieser Woche die Vorschläge und Ideen Huwilers genauer betrachten und ein Statement abgeben. Der Gemeinderat Ebikon wird ebenfalls in diesen Tagen das Konzept Huwilers besprechen. Silvan Gilgen, künftiger Präsident der Controlling-Kommission, äusserte ebenfalls seine persönliche Ansicht: «Der Entwurf gefällt mir sehr. Das ist sicherlich prüfenswert. Ich hatte mit Roland Huwiler noch nicht Kontakt. Ich gehe aber davon aus, dass die Machbarkeit abgeklärt wurde (Bach, Leitungen, etc.).»

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