Rigi Anzeiger
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«Ich bin nah bei den Ebikonern!»

Ebikon: Nachgefragt bei Susanne Troesch-Portmann, CVP-Gemeinderatskandidatinvon Ebikon

Susanne Trösch

Susanne Trösch-Portmann

Susanne Troesch-Portmann, Sie sind dreifache Mutter und Rechtsanwältin. Was motiviert Sie, sich für ein Exekutivamt zur Verfügung zu stellen?
Ich bin hier in Ebikon aufgewachsen und hier entsprechend verwurzelt. Auch wegen unseren drei Kindern ist mir die Zukunft Ebikons wichtig. Bereits seit einigen Jahren bin ich in der CVP Ebikon politisch tätig. Nun möchte ich gerne noch mehr Verantwortung übernehmen, nicht nur innerhalb der Partei, sondern für die ganze Gemeinde. Aufgrund meines Alters und meiner Familie stehe ich mitten im Geschehen und ich möchte mich engagieren, jetzt, da mich die zentralen politischen Themen in Ebikon unmittelbar betreffen. Ich bin überzeugt, dass ich mit meinem Fachwissen sowie meiner Berufs- und Lebenserfahrung einen Mehrwert für das künftige Gemeinderatsgremium darstelle.

Warum politisieren Sie für diese Partei und wo situieren Sie sich innerhalb der CVP?
Extreme liegen mir nicht. Es mag sein, dass die CVP oft unspektakulär agiert, aber schlussendlich zählt das Ergebnis, nicht der – je nach Partei – laute oder leise Weg dahin. Beruflich als auch privat sehe ich mich als tolerante, offene, aber auch zielstrebige Gesprächspartnerin, die sich für eine vernünftige und konstruktive Lösung einsetzt. Die CVP war und ist aufgrund meiner Einstellung die logische Wahl. Es gibt in jeder Partei gute Köpfe, ich habe weder Berührungsängste nach links noch nach rechts. Meine Grundhaltung ist bürgerlich und liberal. Zu meinen Kernanliegen gehören die Familie mit all ihren Facetten, gesunde Finanzen sowie eine gut funktionierende Wirtschaft. Selbstverantwortung, Subsidiarität aber auch Solidarität innerhalb einer Gemeinschaft sind mir ebenfalls wichtig. Mühe habe ich mit Überreglementierungen jeglicher Art.

Wofür würden Sie sich lokalpolitisch besonders einsetzen?
Es ist mir wichtig, stets in Kontakt mit der Ebikoner Bevölkerung zu sein. Dies fällt mir leicht, da ich jederzeit hier im Dorf bin, nicht nur während des, für die Gemeinderäte vorgesehenen, 30-Prozent-Pensums. Ein zentrales Anliegen ist für mich, dass in Ebikon nicht nur gewohnt, sondern auch gelebt wird. Dazu trägt das bereits heute rege Vereinsleben bei. Dieses soll weiterhin Bestand haben, auch Neuzuzüger sollen animiert werden, sich im und für das Dorf zu engagieren. Wir müssen zudem Sorge tragen zu den kleinen und grossen Unternehmen in unserem Dorf. Die finanzielle Situation der Gemeinde ist und bleibt eine Herausforderung, weshalb es in den kommenden Jahren gilt, die besonnene Finanzpolitik von Herbert Lustenberger der letzten Jahre weiterzuführen. Es gilt auch weiterhin, vorhandenes Sparpotential auszuloten und ausgeglichene Rechnungsabschlüsse anzustreben, wobei meines Erachtens eine Erhöhung der Einnahmenseite – sprich Steuer- und Gebührenerhöhungen – erst das letzte Mittel sein darf. Mit dem Masterplan soll nun die Verkehrsproblematik, ein Dauerthema innerhalb der Bevölkerung, angegangen werden, Ebikon befindet sich diesbezüglich auf gutem Weg, wobei auch hier Wünsche und finanzielle Machbarkeit gegeneinander abgewogen werden müssen. Weiter würde es mich freuen, wenn ich auch Personen, die sich ansonsten weniger für Politik interessieren, dazu animieren kann, ihr Wahl- und Mitspracherecht vermehrt wahrzunehmen.

Gibt es spezifische Frauenthemen, die Ihnen am Herzen liegen?
Es mag sein, dass ich einige Themen aus einem ungewohnten Blickwinkel anschaue und allenfalls da und dort die Prioritäten anders setze. Allerdings gibt es für mich zur Zeit keine spezifischen Frauenthemen, so wie ich auch nicht davon ausgehe, dass die männlichen Gemeinderatskandidaten spezifische Männerthemen einbringen. Möglicherweise betrachte ich das eine oder andere politische Thema etwas anders, was aber auch mit meinem beruflichen Hintergrund als Rechtsanwältin zusammenhängen dürfte und nicht nur mit meinem Geschlecht. Gemeinderatwahlen sind sehr stark Personenwahlen.
Um gewählt zu werden, ist eine Verwurzelung und Vernetzung in der Gemeinde notwendig. Wo engagieren Sie sich ausser der CVP sonst noch in Ebikon?
Ich bin im Vorstand des FrauenNetz Ebikon tätig und leite hier die Gruppe Bildung. Zudem ist unsere ganze Familie im Tennisclub Ebikon aktiv. Durch meine Kinder und ihre Hobbies sind wir täglich im Dorf und in den lokalen Vereinen anzutreffen. Wir sind rege Benutzer der Bibliothek, besuchen Veranstaltungen in Ebikon, helfen beim Putzen des Spielplatzes Spielhimmels, schwimmen im Sommer in der Rotseebadi, kaufen in den hiesigen Geschäften ein, haben bei unserem Hausumbau die lokalen Unternehmen berücksichtigt und pflegen hier viele Freund- und Bekanntschaften.

Der neue Gemeinderat wird sich selbst konstituieren, welches Ressort würde Sie am meisten reizen?
Der Entscheid über die Ressortzuteilung wird der Gemeinderat fällen. Aufgrund meines beruflichen und privaten Hintergrunds traue ich mir jedes Ressort zu.

Sagen Sie uns mit einem Satz, warum die Ebikoner Bevölkerung Sie wählen soll.
Ich bin nahe bei den Menschen und dem täglichen Leben, ich bin «eini vo euch» und bringe die notwendigen Kompetenzen und Qualifikationen für ein Gemeinderatsmandat mit.