Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

«Ich habe mein Lebensziel erreicht»

Heute stellen wir unserer Leserschaft einen «Macher» vor. Er wahrt stets Anstand und Achtung vor dem Mitmenschen. Sagt aber auch: «Man muss sich getrauen, Dinge anzupacken und sich gegen Widerstände durchzusetzen, mutig und verantwortlich zu handeln.» Zahlreiche gelungene Projekte bestätigen die Aussage von Arthur Bühler, dem ehemaligen Gemeindeammann von Meggen und Stiftungsratspräsidentrn des «Sunneziel Meggen».

Arthur Bühler

Arthur Bühler

Dass dem heute 69-Jährigen viele Eigenschaften in die Wiege gelegt und von der Familie, in der Pfadi und auf dem Fussballplatz gefestigt wurden, glaubt man ihm aufs Wort. Bereits als Schulbube in Root, ganz Gentleman, erinnert er sich an eine Begegnung mit einer Frau, die er stets freundlich grüsste. Sie dankte es ihm mit einem schmackhaften «Berliner» «was ich bis heute nicht vergessen habe». Doch war es dem fleissigen Jungen trotz Zeugnis mit lauter Sechsern in der 2. Klasse nicht vergönnt, seinen ab diesem Zeitpunkt gehegten Berufstraum, Lehrer zu werden, verwirklichen.

Späte Wunscherfüllung
So startete die berufliche Karriere von Arthur Bühler in der Subdirektion der Winterthur Versicherung in Luzern. Sein Chef war damals Hans Rippstein, was der Redewendung «man sieht sich zweimal im Leben» einmal mehr eine besondere Bedeutung geben sollte. Aber davon später. Es folgten nach dem erfolgreichen Lehrabschluss weitere Aus- und Weiterbildungen im Versicherungsfach und bei verschiedenen Gesellschaften. In diese Zeit fiel auch die Heirat mit Agnes. Und mit der Geburt von zwei Buben war die Familie komplett. Den Wohnort verlegte sie von Ebikon über Littau 1981 nach Meggen. Mit einem Sprachaufenthalt in Lausanne machte sich der junge Berufsmann fit für die weitere Berufslaufbahn an den Wirkungsstätten in Basel, Zürich, Bern und Luzern. In seiner Aufgabe bei der Optimierung von Betriebsabläufen – damals im Risk-Management tätig – kamen ihm aber die oben genannten Fähigkeiten stets zustatten. Auch sein Wunsch nach einer Lehrtätigkeit erfüllte sich nun teilweise. Während zwanzig Jahren lehrte er am KV Luzern in der Berufsbildung und amtete auch als kantonaler und nationaler Prüfungsexperte.

Sinnvolles für die Öffentlichkeit
Am neuen Wohnort machte sich der Fussballbegeisterte als Präsident der Sportkommission zusammen mit einem guten Freund für das Bauprojekt Dreifachturnhalle stark. Was den Einstieg in die professionelle Politik als Gemeindeammann ebnete. «Besonders stolz bin ich auf Projekte wie die Neu-Einführung des kantonalen Finanzausgleichs in Meggen, die Dreifachturnhalle mit der Schulhauserweiterung Hofmatt 3 und den dortigen Sportanlagen wie auch auf den Bahnhof Zentrum.» Befriedigt haben aber auch der Verkauf der Gas- und Gemeindeantennenanlage und die Realisierung der Langsamfilteranlage für das seit über 100 Jahren aus Lauerz bezogene Gemeindewasser. Noch kein bisschen müde, sagte Bühler am 14. September 2011 in einem Interview in der Neuen Luzerner Zeitung: «Nach 12 Jahren ist es Zeit, jüngeren Kräften Platz zu machen.» Um dann zum Abschluss der Amtszeit ein halbes Jahr lang sowohl als Gemeindepräsident wie auch als Gemeindeammann zu wirken. Was manchmal nicht einfach war. «Damals haben wir über die Erhaltung des Areals Kreuzmatte inklusive der denkmalgeschützten Kreuztrotte befunden.»

Intensiv und herausfordernd
Nahtlos übernahm der ruhelose Schaffer mit dem «Sunneziel» sein – mit einem 44 Millionen-Budget – finanziell und organisatorisch grösstes Projekt. Modernste Wohnformen für das Alter werden auf einem einzigen Areal in Meggen konzipiert. Ab 5. März 2016 wird das Hauptgebäude bezugsbereit und vom 26. bis 28. August findet die offizielle Einweihung statt. Die mit dem Bauprojekt verbundenen Probleme bescherten dem Stiftungsratspräsidenten zwar ein paar schlaflose Nächte, aber auch schöne Momente. Wie der Besuch bei seinem ehemaligen Chef, Hans Rippstein, mittlerweile zum Bewohner des Sunneziel geworden. «Er hat mich sofort mit dem Vornamen angesprochen. Und mir spontan von einem Firmenfussballturnier im ‹Häldeli› Emmenbrücke erzählt, an dem ich als junger Mann zwei Tore geschossen habe.»

Zeit für Mus(s)e
Rhetorisch die Frage, ob denn bei diesem reich befrachteten Tag noch Hobbys Platz finden. Ein entspannter Pensionär antwortet: «Aber sicher!» Zum einen mit dem Besuch und der Betreuung der drei Enkel, zwei Mädchen und ein Bube. Zum anderen im seit 30 Jahren bestehenden Donnerstag-Kochklub, zusammen mit 13 weiteren Herren. Monatlich bekochen sie sich sich selber, jährlich einmal die Frauen und alle zwei Jahre Gäste im Schloss Meggenhorn. Fitness, Erholung und Entspannung findet Arthur Bühler beim Sport in der Natur, bei klassischer Musik und dem Besuch von Opern und Theater an den Salzburger Festspielen: «Ein Highlight für mich seit 15 Jahren». Noch viele weitere solche erfüllten Jahre seien ihm, seiner Frau und seinen Freunden zu wünschen. Marlis Jungo
Unser nächster Gast in der Rubrik «Menschen» ist – auf Wunsch von Artgur Bühler – Sepp Schuler, Küssnacht.

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