Rigi Anzeiger
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Immobilienblase: «Das Eis ist dünn»

Financial Cockpit V im Gemeindesaal Meggen vom 5. September

Platzt die Immobilienblase in der Schweiz? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Informationsabends in Meggen. Die Beurteilung des schweizerischen Immobilienmarktes fiel unterschiedlich aus.

Nach einem bildhaften Einstieg mit Gras, Schafen und Wölfen kam der Referent, Thomas Ankenbrand, Partner AVACO AG, Zug, zur Ausgangslage: «Der Schweizer Immobilienmarkt geniesst im Moment hohe Aufmerksamkeit. Der Preisanstieg der vergangenen Jahre erlaubte hohe Renditen für die Investoren und tiefe Ausfallraten für die Kreditgeber. Allerdings steigt die Angst einer Überhitzung und einer entsprechenden Korrektur. Die Konsequenzen eines Immobiliencrashs sind aus Erfahrung für alle Beteiligten einschneidend, und es dauert Jahre, bis der Markt sich erholt.» Anhand von Kurvengrafiken zeigte Thomas Ankenbrand den Verlauf von Indizes auf, die für den Immobilienmarkt von Bedeutung sind. Er kommt zum Schluss, dass wir heute ein ähnliches Niveau, einen ähnlichen Höhepunkt in den relevanten Indizes erreicht haben wie bei der Immobilienkrise in den 90er-Jahren. In zwei Szenarien veranschaulichte er mögliche Auswirkungen. Bei einem Anstieg der Zinsen führe dies zu einem deutlichen Rückgang der Immobilienpreise, so Ankenbrand. Bei einem Nullszenario sei trotzdem damit zu rechnen, dass die Zielgrössen nach unten tendierten. Zusammenfassend hielt der Gastreferent fest, der schweizerische Immobilienmarkt sei in einer schwachen Verfassung. Es würden potenzielle Käufer fehlen. Eine Abflachung des Immobilienmarktes sei historisch unwahrscheinlich, wahrscheinlicher sei eine Korrektur. Der Zeitpunkt und der Verlauf seien nicht homogen, aber erste Anzeichen seien bereits da. «Das Eis ist dünn – bei welchem Schritt es bricht, ist offen!» kommentierte Thomas Ankenbrand die Frage, ob die Immobilienblase platze.

Prognosen im grünen Bereich

Zuversichtlicher zeigte sich der Megger Thomas Werner, Technischer Marktanalyst der Wegrofin GmbH, bezüglich einer Immobilienblase. Aufgrund seiner Chart-analysen ist der Immobilienmarkt noch auf einer soliden Basis.

Mit Spannung warteten die Teilnehmenden dann aber auf seinen Rückblick zum Prognosefenster Frühling 2013, wo Thomas Werner sechsmonatige Voraussagen machte zum Verlauf des Schweizerischen Markt Indexes (SMI) und des Dow Jones Indexes (DJI), zum Wechselkursverhältnis Euro/CHF und USD/CHF sowie zur Goldpreisentwicklung und zur Höhe des Libor in CHF. Viermal konnte er aufzeigen, dass seine Prognose stimmte, zweimal, beim SMI und Verhältnis USD/CH war die «Trefferquote» nicht hundert Prozent, aber immer noch im grünen Bereich. Der Erfolg seiner Prognosen beruht auf dem innovativen Ansatz, dass rein aufgrund der Technischen Marktanalyse entschieden wird. Thomas Werner präsentierte in der Folge sein Anlagemodell «3wert» sowie seine Anlageprodukte, die von drei ausgewiesenen Spezialisten betreut und angeboten werden.