Rigi Anzeiger
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In «Kiss me Kate» gehts ziemlich zur Sache

Gelungene Premiere der Theatergesellschaft Meggen

lk. In Meggen herrscht die Leidenschaft. Dank der Theatergesellschaft Meggen, die mit ihrem Musical «Kiss me Kate» heisse Küsse, Hiebe, weibliche Cleverness und sprachliche Zeitensprünge charmant verbindet. Das Premierenpublikum verdankte den komödiantischen Liebesreigen mit viel Applaus.

Leichte Muse, die so leicht gar nicht ist. Das Musical «Kiss me Kate» von Cole Porter ist ein Stück im Stück. Zwei parallel laufende Geschichten, die den Zuschauer in zwei unterschiedliche Zeit- und Handlungsebenen führen: 60er Jahre, ein ausgeleiertes Theater im Provinzstädtchen Balitmore. Die Premiere von Shakespeares «Der Widerspenstigen Zähmung» steht an. Der Produzent Fred Graham (Stefan Schärli mimt den unschlagbaren Macho sehr einnehmend und mitreissend) führt Regie, und weil von sich äusserst überzeugt, hat er auch gleich noch die Hauptrolle des freienden Petruchio übernommen. Casanova Petruchio will die «Widerspenstige» Katharina zähmen, ein temperamentvolles und äusserst stures Weib. Die perfekte Rolle für Grahams Ex-Frau Lili Vanessi (Yvonne Lengggenhager verleiht der Figur mit viel Temperament herrliche Kratzbürstigkeit). Weil sich beide im wahren Leben anderweitig verguckt haben – Lili in den einflussreichen aber döflichen General Howel (Hans Duss), Fred bandelt mit der koketten und konsequent auf weibliche Reize setzenden Lois (Christine Schwarz beherrscht das Kokettieren perfekt) herum – fliegen hinter dem Vorhang die Fetzen. Zumal auch Lois im Shakespearschen Stück vorkommt, ausgerechnet in der Rolle von Katharinas jüngerer Schwester Bianca. Diese kann sich im Stück erst mit Lucentio (Guido Friebel) vermählen, wenn die ältere Schwester unter der Haube ist. Aber dieser steht der Sinn weder nach Liebe und nach heiraten schon gar nicht. Das Leben ohne Männer gestaltet sich wesentlich einfacher. Doch da hat sie die Rechnung ohne den Petruchio gemacht. Der will das Weib domestizieren.

Und weil die beiden Protagonisten ja schon im realen Leben miteinander ein Sträusschen auszufechten haben, gehts nun ziemlich zur Sache. Küsschen hier, tätscheln da, Eifersucht hüben und drüben, Streitereien, die in handgreifliche Auseinandersetzungen ausarten. Da wird Katharina schon mal ziemlich deftig über den Tisch gezogen, der Hintern wird ihr gar versohlt. Doch irgendwann, die Komödie garantierts, kommts zum Happy End.

Der Weg dorthin gestaltet die TGM sehr abwechslungsreich. Der sprachliche Wechsel zwischen altertümlichen Shakespeare-Deutsch und dem Schweizerdeutsch in der Rahmenhandlung, ist sehr witzig. Ein gelungener Einfall von Josette Gillmann-Mahler, die erneut für Regie verantwortlich zeichnet. Meisterlich sind auch die Kostüme. Die Mode aus Shakespears Zeiten mag zwar nicht jedemanns Geschmack sein, Petruchios Hosen gelten für heutige Verhältnisse wohl als ziemliche Sextöter, über die Wirkung lässt sich nicht streiten. Emmi Langensand und Ruth Küng haben viel Kreativität bewiesen. Dasselbe gilt auch für das Bühnenbild. Ruth Mächler hat hierfür alle Register gezogen, die Szenen im mittelalterlichen Italien, untermalt mit Lichtbildern, eine Augenweide. Alles innovativ ins rechte Licht gerückt von Markus Schürmann und Susanne Fanger.

Ein Stück auf sehr hohem Niveau, gefüllt mit viel Ideenreichtum und entstanden dank enormem Engagement einer profilierten Laienbühne. Hans Duss, Präsident der TGM brachte es an der Premiere auf den Punkt: «Ich staune immer wieder, was hier auf die Beine gestellt wird.»

 

Spieldaten
Im Gemeindesaal Meggen

20 Uhr:
Samstag 20. Oktober
Donnerstag 25. Oktober
Freitag 26. Oktober
Freitag 2. November
Samstag 3. November
Freitag 9. November
Samstag 10. November
Freitag 16. November
Samstag 17. November

17 Uhr:
Sonntag 28. Oktober
Sonntag 11. November

Vorverkauf
www.tgm.ch
Telefonisch: 041 377 14 86
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 17 bis 18 Uhr.

Kassaöffnung
bei Abendaufführungen: 18 Uhr
bei Sonntagsaufführungen: 16 Uhr

 

 

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