Rigi Anzeiger
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In kleinen Schritten zurück zum Wirtshaus

Projekt «Rössli» in Root nimmt Formen an

Das frühere Wirtshaus Rössli in Root soll bald in neuem Glanz erstrahlen. Investoren sind gefunden, Projektideen vorhanden. Jetzt gehts an die Planung.

Seit 20 Jahren ist das Rooter Rössli mittlerweile ausser Betrieb. In den letzten Jahren verkam das einst stolze Wirtshaus mit regionaler Ausstrahlung zum eigentlichen «Geisterhaus», das seine Weiterexistenz wohl zur Hauptsache dem Denkmalschutz verdankte. Lange hoffte man auf einen potenten Geldgeber, der dem barocken Gebäude neues Leben einhauchen würde. Ohne Erfolg. Jetzt scheint es rund ums Rössli aber endlich vorwärts zu gehen. Vor allem dank der Pensionskasse Abendrot mit Sitz in Basel und der Wohnbaugenossenschaft Pro Familia in Root, die gemeinsam als Investoren auftreten. Im Rahmen des Info-Anlasses „Schwerpunkt Root“, den die heimische FDP am Montagabend zum dritten Mal durchführte, präsentierte Daniel Lengacher vom Luzerner Architekturbüro Lengacher Emmenegger Partner AG den rund 200 Zuhörern im D4 Business Village aktuelle Fotos aus dem Gebäudeinneren, die zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregten.
Konkrete Baupläne liegen noch nicht vor. Zurzeit sei man daran, ein Raumprogramm zu erstellen und zu eruieren, was das Haus überhaupt hergebe. Immer mit dem Ziel im Hinterkopf, die Gaststätte dereinst wieder in Betrieb zu nehmen. „Root kann ein gutes Restaurant durchaus brauchen“, ist Lengacher überzeugt. Auch ein Gastrokonzept sei gerade in der Entstehung. Bis Ende Jahr soll ein Vorprojekt zur Sanierung und Weiterentwicklung des Rössli vorliegen, erst dann geht es mit der eigentlichen Planung los. Keine Frage: Der Weg ist noch lang und steinig. Mut machte aber der Anblick des Margarethenhofs in Ballwil, den Lengacher als Vergleichsobjekt herbeizog. Das altehrwürdige Gebäude wurde vor vier Jahren renoviert und wertet das Ortsbild auf.

4 Häuser mit 31 Wohnungen
Etwas weiter fortgeschritten ist die Planung im Gebiet östlich des Rössli. Hinter dem Gebäude und seitlich davon will die Wohnbaugenossenschaft Pro Familia vier Häuser mit insgesamt 31 grosszügigen Wohnungen realisieren. Gemäss Ausführungen von Vizepräsident Patrick Meier soll das Herzstück der Überbauung ausschliesslich altersgerechte Wohnungen aufweisen. Geheizt werden soll mit Renergia-Fernwärme. Unter den vier Gebäuden liegt eine riesige Tiefgarage mit 72 Parkplätzen. Das Bauvolumen beträgt 15 Mio. Franken, wobei 1,3 Mio. auf das Vorprojekt und 2,4 Mio. auf die Tiefgarage entfallen. Am 15. Juli dieses Jahres erfolgt die Baueingabe und am 1. April 2015 ist voraussichtlich Baubeginn.

«Einsatz» der Luzerner Polizei
Keine Frage: Im Dorfkern von Root herrscht Aufbruchstimmung. Die Sanierung der Kantonsstrasse, die kurz vor der Vollendung steht, war ein erster Schritt dazu. Einziger Makel ist für Lengacher der Kreisel beim Rössli, der sehr nahe an den früheren Haupteingang des Wirtshauses reicht. Zu nahe, um die Sicherheit künftiger Gäste zu gewährleisten. Apropos Sicherheit: Die Veranstaltung wurde abgerundet durch einen „Einsatz“ der Luzerner Polizei. Roger Schumacher, Postenchef Ebikon, zeigte den Anwesenden auf, weshalb das Rontal ein ideales Pflaster für Diebe darstellt und wie man als Betroffener eines Einbruchs vorgeht. Noch wichtiger sei aber die Prävention. Deshalb bat er, verdächtige Personen unverzüglich zu melden. Gesundes Misstrauen habe noch nie geschadet.

Rund 200 Rooterinnen und Rooter kamen am Montag ins D4 Business Village.

Rund 200 Rooterinnen und Rooter kamen am Montag ins D4 Business Village.

Neuer und alter Gemeindepräsident als aufmerksame Zuhörer: Heinz Schumacher (links) und Klaus Peter Schmid.

Neuer und alter Gemeindepräsident als aufmerksame Zuhörer: Heinz Schumacher (links) und Klaus Peter Schmid.

David Inderkum moderierte den Infoanlass «Schwerpunkt Root».

David Inderkum moderierte den Infoanlass «Schwerpunkt Root».

Architekt Daniel Lengacher präsentierte seine Idee vom neuen Rössli.

Architekt Daniel Lengacher präsentierte seine Idee vom neuen Rössli.

Roger Schumacher, Polizei-Postenchef Ebikon, informierte über Einbruchprävention.

Roger Schumacher, Polizei-Postenchef Ebikon, informierte über Einbruchprävention.

Patrick Meier, Vizepräsident der Wohnbaugenossenschaft Pro Familia.

Patrick Meier, Vizepräsident der Wohnbaugenossenschaft Pro Familia.