Rigi Anzeiger
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Intelligente Lösung für Werkhof

Inwils Stimmberechtigte schickten einen Abweisungsantrag bachab

Die Inwiler Stimmberechtigten genehmigten an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am Montag diskussionslos die Umzonung zweier Parzellen. Damit gaben sie den Weg zur Realisierung des neuen Werkhofes der CKW frei. Auch die Teiländerungen im Bau- und Zonenreglement wurden gutgeheissen, trotz eines Abweisungsantrages.

Vis à vis der Biogasanlage der SwissFarmerPower Inwil AG soll der neue Werkhof der CKW zu stehen kommen. Da zwei der Parzellen in der Zone «übriges Gebiet» liegen, mussten sie der Zone Arbeit zugeordnet werden. Das bedurfte einer Teilrevision der Ortsplanung. «Wir haben einen positiven Vorprüfungsbericht des Kantons», sagte einführend zu diesem Geschäft Gemeindeammann Fabian Peter. Gleichzeitig informierte er die 75 anwesenden Inwilerinnen und Inwiler, dass der Gemeinderat mit der CKW auch vertragliche Bedingungen festgelegt hat. So muss sie die Grundstücke innert fünf Jahren erschliessen und bebauen sowie einen Betrag von 25 Franken pro Quadratmeter bezahlen. Gesamthaft würden 697’400 Franken in die Gemeindekasse fliessen.

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Auf dieser Wiese entsteht ein Teil der Sonnenhof-Park-Überbauung und die Kühe dürfen in einen neuen Stall zügeln.

 

Von der CKW-Geschäftsleitung äusserte sich Heinz Beeler an der Gemeindeversammlung. Er informierte, dass der Werkhof Reussbühl infolge Umsetzung des Masterplans Luzern Nord aufgegeben werde und der Standort Inwil ideal sei: «Im Störungsfall können wir innert 30 Minuten vor Ort sein und der Autobahnanschluss ist in nächster Nähe.» Grob skizziert würde der Werkhof aus drei Gebäuden mit Büro/Magazin/Werkstatt, gedecktem Lager sowie einer Fahrzeughalle bestehen. Zum möglichen Fahrzeugaufkommen meinte Beeler: «Lastwagen werden bedeutend weniger verkehren als Personenwagen. Die jährlich 20 bis 30 Nachteinsätze erfolgen nur mit Personen- oder Gruppenfahrzeugen.» Beeler freute sich denn auch über die grossmehrheitliche Zustimmung der Teilzonenplan-Änderung. «Jetzt können wir den MitarbeiterInnen, die zurzeit noch in eher altertümlichen Räumlichkeiten arbeiten, etwas Neues bieten». Die fünfjährige Frist werde CKW voll ausnützen, um eine intelligente Lösung für den Werkhof zu finden.

Drei Geschosse und ein Dach

In Inwil gibt es eine einzige W3b-Zone, nämlich im Gebiet Sonnhof. Aufgrund der Zonenbestimmungen darf hier im Rahmen eines Gestaltungsplanes die Geschosszahl nicht erhöht, also kein Dachgeschoss oder ein Attikageschoss gebaut werden. Nun ergab das Wettbewerbsergebnis zur geplanten Überbauung Sonnhof-Park (im westlichen Teil des erwähnten Gebietes), dass eine dreigeschossige Bebauung mit einem ausgebauten Dachgeschoss zweckmässiger und ansehnlicher ist. Aus diesem Grund befand der Gemeinderat, dass der Zusatz «Das gilt auch im Rahmen von Gestaltungsplänen» gestrichen wird.

Ein angrenzender Grundeigentümer sah diese Änderung für sich und seinesgleichen als Nachteil. Er war sich zudem sicher, dass der Gemeinderat nicht denselben Gestaltungsplan an der Versammlung zeigte, wie er bereits im Frühling öffentlich aufgelegt wurde. «Das ist nicht sauber», fügte der Votant hinzu und stellte einen Rückweisungsantrag, der grossmehrheitlich abgelehnt wurde. Hingegen fand der Vorschlag des Gemeinderates Zustimmung. Unumstritten waren die übrigen Änderungen im Bau- und Zonenreglement. Sie beinhalteten unter anderem im Zuge der Schaffung des Regionalen Bauamtes Oberseetal, dem sich auch Inwil angeschlossen hat, die Vereinheitlichung der Gebühren.

 

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