Rigi Anzeiger
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Inwil auf 256 Seiten

Heinrich Hüsler verfasst ein Werk über die Gemeinde

Just zur Gewerbeausstellung in Inwil präsentiert Heinrich Hüsler sein neustes Werk: Geschichte und Geschichten über Inwil, zusammengefasst auf 256 Seiten.

Heinrich Hüsler stammt aus der Inwiler Bäckersfamilie Hüsler. Er lebt zwar seit über 50 Jahren nicht mehr dort, hat aber den Bezug zu Eibu nie verloren. Die InwilerInnen kennen ihn durch seine Geschichten und Erzählungen, die er seit 20 Jahren im Informationsblatt «Ratsstube» der Gemeinde Inwil oder in Büchern wie «Von Häusern und Menschen», «Als der Samstag noch Duschtag war», «Bitt‘ für uns!», «Grossvater und der Liebe Gott» publiziert. Zahlreiche dieser Geschichten hat er für das Buch Inwil überarbeitet und aktualisiert.
Ein vergleichbares Werk hat er 1995 unter dem Titel «Denken Sie daran, dass es Menschen sind!» publiziert, Geschichte und Geschichten zum 100-Jahr-Jubiläum des Polizeibeamtenverbandes der Stadt Luzern. Hüsler war selber 37 Jahre im Polizeidienst. Der Anstoss für das Inwiler Buch kam vor zwei Jahren: «Ich wurde für die Festschrift zur Eröffnung des neuen Schulhauses zugezogen. Da kamen etliche Leute auf mich zu, doch auch ein Buch über die Gemeinde zu veröffentlichen», erzählt Heinrich Hüsler. Die Idee fand auch beim Gemeinderat Gefallen. Er sprach einen finanziellen Betrag, weitere Personen und Firmen sicherten Hüsler ihre Unterstützung ebenfalls zu.

Ingenwilare und die ältesten Eibeler
«Noch nie zuvor kamen so viele Informationen, Geschichten und Bilder von und über Inwil zusammen. Das Buch Inwil ist aber nicht nur ein Geschichtenbuch, es ist auch ein Nachschlagewerk», hält Inwils Gemeindepräsident Josef Mattmann im Vorwort fest. Er rühmt Hüslers frischen und unterhaltsamen Erzählstil. Als Einstieg hält das Buch über die ältesten Eibeler beispielsweise fest: «Sie kamen vor langer Zeit aus dem Kanton Uri und liessen sich nach einer jahrhundertelangen Reise auf dem Gebiet der Gemeinde Inwil nieder. Die Rede ist von den Findlingen.» Diese – so ist dem Zeitraffer zu entnehmen – lagen 20000 v.Ch. unter einer dicken Eisschicht. Die erstmalige Erwähnung Inwils fand Heinrich Hüsler in einer Urkunde aus dem Jahre 1145. Damals hiess dieser Ort lateinisch Ingenwilare. Eine Kopie der Urkunde wird Heinrich Hüsler an der Buchvernissage präsentieren.

Mit der Titanic untergegangen
Das reich bebilderte Buch Inwil ist eine interessante Entdeckungsreise. Heinrich Hüsler berichtet von alteingesessenen Familien, dem bekanntesten Bürger namens Adolf Mattmann, der mit der Titanic unterging, über die einstige Armenanstalt, Handwerker und Betriebe, die es nicht mehr gibt. Er erzählt von der Hebamme, die als erste in Inwil ein Auto fuhr, über Inwiler Bauernsöhne, die in die US-Armee eingezogen wurden. Sogar ein Eisfeld besass diese Gemeinde, von der man bis dato nicht ahnte, was sie alles in sich birgt.

Vernissage mit Ausstellung
Am Freitag, 16. Mai, ab 17 Uhr, lädt Heinrich Hüsler zur Buchvernissage wie auch Eröffnung der Ausstellung mit Bildern und Dokumenten über Inwil in die Galerie des Zentrum Möösli ein. Das 256seitige Werk über Inwil kann auch beim Autor unter Telefon 041 370 89 43 oder 079 481 54 43 sowie unter h.huesler@bluewin.ch für 28 Franken (plus Portokosten von 8 Franken) bestellt werden.

Heinrich Hüsler mit dem von ihm verfassten Werk über Inwil und einer Kopie der Urkunde, die den Namen Ingenwilare erstmals aufführt.

Heinrich Hüsler mit dem von ihm verfassten Werk über Inwil und einer Kopie der Urkunde, die den Namen Ingenwilare erstmals aufführt.