Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Inwil wehrt sich gegen Doppelspurigkeit

Gemeinderat informierte zum zunehmenden Verkehr

An der Gemeindeversammlung präsentierte der Gemeinderat Ideen im Zusammenhang mit der Sanierung der Kantonsstrasse K65. Der geplante doppelspurige Kreisel Oberhofen kommt bei den Behörden gar nicht gut an. Die defizitäre Rechnung 2012 wurde genehmigt.

«Seit 1998 haben wir nie mit einem Verlust abgeschlossen», begann Gemeindepräsident Josef Mattmann seine Erläuterungen zur Rechnung 2012. Sie wies einen Aufwandüberschuss von etwas mehr als 145 000 Franken auf. Budgetiert war ein mehr als doppelt so grosses Defizit. Mit ein Grund für das Minus waren unter anderem die minderen Erträge bei den Gemeindesteuern. Mehrausgaben gab es auch in einzelnen Ressorts, so bei der allgemeinen Verwaltung. Die Besoldung des Gemeinderates fiel hier etwas höher aus, da zusätzliche Kinder und besondere Sozialzulagen für den Nachwuchs einzelner Gemeinderatsmitglieder angefallen sind. Die Lacher auf seiner Seite hatte Finanzvorsteher Gregor Jung, als er dazu meinte: «Das weiss man nicht zwölf, sondern erst neun Monate vorher und konnte deshalb nicht budgetiert werden.» Alle 64 anwesenden Inwiler stimmten der Rechnung wie auch der Investitionsrechnung mit einer Nettoinvestitionszunahme von 5,346 Millionen Franken zu.

Neuer Werkhof der CKW
Mitte Mai dieses Jahr verkündeten die Centralschweizerischen Kraftwerke Luzern (CKW), dass sie ihren Standort Reussbühl infolge der möglichen Auswirkungen des Masterplans Stadtzentrum Luzern Nord nach Inwil verlagern möchte. Hier, im Gebiet Haldenhof soll der sogenannte Werkhof Ost mit drei Gebäuden für Büros, Werkstätten, Magazin, Lager und Fahrzeughalle entstehen. Um dieses zu realisieren, müssen die Inwiler über einer Teilzonenplanrevision über die Umzonung zweier Parzellen in die Arbeitszone befinden. Ein weiterer Bestandteil der Teilzonenplanrevision ist die Anpassung eines Artikels im Bau- und Zonenreglement, damit der Gestaltungsplan Sonnhof Park (oder Sonnhof Ost) genehmigt werden kann. Hierzu stellten Vertreter der Steger Architekten AG und Freiraumarchitektur GmbH aus Luzern die vis à vis des Zentrums Möösli geplante, parkähnliche Wohnanlage vor. Die öffentliche Auflage beider Änderungen im Zonenplan wie auch im Bau- und Zonenreglement läuft noch bis 11. Juni 2013 statt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Lichtsignalanlage Oberhofen: ein vielbefahrener Verkehrsknotenpunkt.

 

Kein doppelspuriger Kreisel in Oberhofen
Im Bereich des Rontal-Zubringers sind Staumeldungen keine Seltenheit, insbesondere bei einem Unfall. Eine Umfahrung erfolgt gerne über Inwil. Dazu gesellt sich meistens morgens und abends der Werkverkehr. Inwil bildet in Oberhofen quasi einen Verkehrsknoten in vier Richtungen: Emmen respektive Luzern, Hochdorf, Buchrain respektive Ebikon sowie Inwil Dorf. Bereits im Rahmen der Realisierung des Rontal-Zubringers sah der Kanton eine Sanierung mit baulichen Massnahmen der Kantonsstrasse K65, die von Buchrain nach Inwil führt, vor. Er plante die Lichtsignalanlage Oberhofen durch einen doppelspurigen Kreisel zu ersetzen. «Damit würde der ganze Verkehr von Emmen hier durchfahren», äusserte Gemeindeammann Fabian Peter an der Gemeindeversammlung. Ein weiterer doppelspuriger Kreisel wäre ausserdem bei der Einmündung zur Industriestrasse vorgesehen.

Nun verfolgt der Gemeinderat eine andere Idee, um insbesondere den Verkehr aus Emmen einzudämmen. Er hängt den Abzweiger Richtung Emmen (also die Mettlenstrasse) ab. Autofahrer aus Emmen müssten den Umweg über den Kreisel Industriestrasse in Kauf nehmen. Der Gemeinderat hofft, dass diese Idee im Bauprogramm 2015–2018 des Kanton aufgenommen wird. Im Parlament wird das frühestens im Herbst oder spätestens in einem Jahr diskutiert.