Rigi Anzeiger
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Ist der Bau von Einfamilienhäusern ausgeträumt?

Buchrain: An der Orientierungsversammlung gab es ein paar Unklarheiten zum Siedlungsleitbild. Der Rigi Anzeiger stellte dazu Heinz Amstad ein paar Fragen.

Heinz Amstad, Bauvorsteher/Gemeinderat Buchrain

Heinz Amstad, Bauvorsteher/Gemeinderat Buchrain

Heinz Amstad, aus den Erläuterungen zum Siedlungsleitbild ist zu entnehmen, dass Buchrain innerhalb der nächsten 15 Jahre keine neuen Wohnzonen und Arbeitszonen nur bei Bedarf einzont. Schränkt das die Entwicklung der Gemeinde nicht ein?

Buchrain strebt ein moderates Bevölkerungswachstum innerhalb der bestehenden Bauzonen an. Mit den bereits vorhandenen Bauzonen für Wohnen und Arbeiten ist eine Entwicklung weiterhin möglich. In den Gebieten Feld, Fahr, Haslirain, Leumatt kann diese für das Wohnen und im Elsihof, Schachen, Ronmatte für das Arbeiten erfolgen. Allerdings muss das Wachstum verträglich bleiben und so hält der Gemeinderat an der Vorgabe fest, das jährliche Wachstum im Durchschnitt auf rund 60 Personen (Zielwert) zu beschränken. Wachstum ist aber auch immer mit erhöhten Lärmimmissionen und einer Verkehrszunahme verbunden. Wie wir mit diesen Themen umgehen wollen ist ebenfalls im Siedlungsleitbild aufgezeigt.

Über wie viele Quadratmeter an Bauland für Wohn- und Gewerbebauten verfügt Buchrain zurzeit?

In den Wohnzonen stehen zurzeit rund 116600 m² unbebaute Flächen zur Verfügung. In den Arbeitszonen sind aktuell noch 115500 m² unbebaut.

Bestehende Einfamilienhäuser sollen in Buchrain behutsam weiter entwickelt werden können. Was ist darunter zu verstehen?

Es werden Anreize zur quartiergerechten Verdichtung geschaffen, wobei von den heutigen Grundmassen nicht wesentlich abgewichen wird. Die Nachverdichtung ist freiwillig und wird der Grundeigentümerschaft überlassen.

Prioritär setzt die Gemeinde auf verdichtetes bzw. mehrgeschossiges Bauen. Ist der Bau von Einfamilienhäuser in Buchrain überhaupt nicht mehr möglich?

In den vorhandenen Bauzonen (Wohnzone W 2-a und W 2-b) ist der Bau von Einfamilienhäuser nach wie vor möglich. Neueinzonungen in der vorgenannten Bauzone können nicht mehr erfolgen. Das neue Raumplanungsgesetz der Schweiz schreibt klar vor, vermehrt auf bestehenden Siedlungsflächen zu bauen und Siedlungen so kompakter zu machen.

Werden dadurch steuerkräftige Zahler nicht abgeschreckt?

Nein. Die Gemeinde verfügt gar nicht über die entsprechenden Grundstücke. Experten erachten das Rontal als weitgehend prädestiniert für den Mittelstand. Für sehr Wohlhabende gibt es durchaus attraktivere Regionen. Es ist ein Trugschluss, dass Buchrain seine Steuerkraft mit neuen Einfamilienhauszonen steigern kann. Studien belegen, dass in Quartieren mit Eigentumswohnungen des oberen Segments pro Quadratmeter Fläche das Steueraufkommen massiv höher ist. Daher möchte Buchrain insbesondere Wohnungsbau mit hoher Wohn- und Aussenraumqualität an zentralen Lagen mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr fördern. Diese verdichtete Bauweise im oberen Segment ist bezüglich neuem Steuersubstrat besonders attraktiv. Weiter ist zu bedenken, dass durch verdichtetes Bauen die Infrastruktur besser ausgelastet werden kann und somit Kosten verhindert werden können. Konkret können wir uns eine Verdichtung vor allem rund um den S-Bahnhof Buchrain vorstellen. Dies bedeutet vor allem eine Aufzonung von gewissen Grundstücken oder die Modernisierung von älteren Bauten.
Kurzum ist das Siedlungsleitbild durchaus ein Puzzleteil zur Stärkung der Steuerkraft und somit zur Verbesserung der finanziellen Situation der Gemeinde. Zusätzlich erhalten wir eine ausgewogene Balance zwischen verdichteter Bauweise und attraktiven Stockwerkeigentumsbauten an guter Lage als Alternative zu den bestehenden Einfamilienhäusern.

Wie steht es allgemein mit Wohneigentum?

Zurzeit stellen wir fest, dass eine erhöhte Nachfrage nach Eigentumswohnungen und qualitativ hochwertigen Mietwohnungen im Zentrum von Bueri besteht.

Welche Möglichkeiten gibt es noch, sowohl für interessierte Neuzuzüger und Firmen, um sich in Buchrain nieder zu lassen?

Im Gebiet Fahr sind an prominenter Lage Dienstleistungsgebäude mit über 8000 m² Bürofläche bewilligt, welche zur Vermietung oder zum Verkauf stehen. Der Gemeinderat freut sich über dieses Prunkstück und hofft, dass dieses einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung leisten kann. Die Vermarktung startet in diesen Tagen. Im Weiteren entstehen in diesem Gebiet ab Frühjahr 2017 67 Wohnungen. Diese werden ab Herbst 2018 bzw. Frühjahr 2019 bezugsbereit sein. Im Gebiet Balzenhof werden zur Zeit 56 Wohnungen realisiert, deren Bezug gegen Ende 2017 möglich ist.

Bis 5. Dezember 2016 findet noch das Mitwirkungsverfahren zum Entwurf des Siedlungsleitbildes statt. Gingen bei Ihnen schon Meinungen und Stellungnahmen dazu ein?

Bis zum heutigen Zeitpunkt sind zwei Meinungen bzw. Stellungnahmen eingegangen.

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