Rigi Anzeiger
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Ja zum Sunneziel, Nein zur Seestrasse

Meggen: Die Megger Stimmberechtigten haben dem Gemeindebeitrag an den Neu-, Aus- und Umbau des Seniorenzentrums Sunneziel klar zugestimmt. Das Kreditgesuch für die Sanierung und Neugestaltung der Seestrasse und des Fridolin-Hofer-Platzes wurde hingegen abgelehnt.

Die Sunneziel Baustelle

Die Sunneziel Baustelle

red. Das Ergebnis fiel deutlich aus: Mit 85 Prozent Ja-Stimmen sprachen sich die Megger Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung yom 15. November 2015 überaus deutlich für den yom Gemeinderat beantragten Beitrag an den Neu-, Aus- und Umbau des Seniorenzentrums Sunneziel aus. «Ich bin überwältiqt und freue mich sehr über die klare Zustimmung zum à-fonds-perdu-Beitrag von 3,5 Mio. und dem zinslosen, rückzahlbaren Darlehen von 2 Mio. Franken ans Sunneziel. Den Stimmberechtigten der Gemeinde danke ich herzlich für das ausgesprochene Vertrauen», erklärte Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer am Sonntag, aös die Stimmzettel ausqezählt waren. «Das klare Abstimmungsergebnis bedeutet einerseits, dass die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem Sunneziel, welches in der Altersbetreuung und -pflege eine wichtige Gemeindeaufgabe übernimmt, weitergeführt werden kann. Anderseits können aile Interessen der Gemeinde, welche in der Leistungsvereinbarung und im Darlehensvertrag mit dem Sunneziel formuliert wurden, vertraglich gesichert werden.»

Nein zu attraktiverer Uferpromenade
Mit einem Gesamtkredit von 4.0 Mio. Franken wollte der Gemeinderat die Seestrasse und den Fridolin-Hofer-Platz sanieren und neu gestalten, zwischen dem Benzeholz und dem Fridolin-Hofer-Platz eine Begegnungszone schaffen, den Verkehr und die Parkplatzsituation neu regeln, die Uferpartie ais attraktive Promenade ausgestalten und die alte Wasserleitung ersetzen. «Ganz offensichtlich sahen die Stimmberechtigten den Mehrwert der beantragten 4,0 Mio. Franken und das Kosten/Nutzen-Verhältnis bei dieser Kreditvorlage nicht», kommentierte Gemeindeammann HansPeter Hürlimann das Abstimmungsergebnis mit 1063 Ja- und 1511 NeinStimmen. «Der zentral gelegene Seeanstoss ist einem starken Nutzungsdruck ausgesetzt. Es ist schwierig, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Erschwerend kommt dazu, dass sich das Gebiet in der Landschaftsschutzzone befindet, dass das Areal von St. Charles Hall unter kantonalem Denkmalschutz steht und der Gewässerschutz sehr restriktiv ist. Dies alles bedeutet, dass der Handlungsspielraum an diesem Standort einqeschränkt ist.»
lm Vorfeld, so HansPeter Hürlimann weiter, habe es verschiedene kritische Stimmen zur Kreditvorlage Sanierung und Neugestaltung Seestrasse und Fridolin-Hofer-Platz gegeben. «Wir hatten deshalb ein knappes Ergebnis erwartet und sind jetzt natürlich enttäuscht, dass die Stimmberechtigten die Kreditvorlage abgelehnt haben.»
Wie geht es jetzt mit dem Projekt attraktivere Seepromenande weiter? Da die alte Wasserleitung dringend saniert werden muss, zieht der Gemeinderat in Betracht, dieses Geschäft separat umzusetzen. «Alle anderen Ideen, die Uferpromenade für Besucherinnen und Besucher noch attraktiver zu gestalten, gehen jetzt zurück in den Gemeinderat zur Beratung.»