Rigi Anzeiger
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Jugendsession – eine reine Alibiübung?

Region: Zwei Monate ist es her, als die dritte kantonale Jugendsession des Jugendparlamentes stattfand. Nun wurde an dieser Kritik seitens der JSVP Kanton Luzern ausgeübt.

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Über 60 junge Frauen und Männer nahmen an der dritten Jugendsession im Luzerner Kantonsratssaal teil. Bild Archiv

cek. «Bereits im Vorfeld des Anlasses wurde die JSVP von verschiedenen Seiten darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei dieser Jugendsession um eine reine Alibiübung handle, bei welcher der gesamte Ablauf vorgegeben wird und echte Diskussionen keinen Platz hätten», schreibt die JSVP in einer Mitteilung. Trotzdem hat sie sich entschieden ihr Vorstandsmitglied Patrick Zibung an diesen Anlass zu entsenden, um ein unvoreingenommenes Bild von der Situation vor Ort zu machen. Zibung schrieb auch einen Erlebnisbericht mit dem Fazit der JSVP, dass die bereits im Vorfeld aufgeworfenen Einwände leider in vollem Umfang bestätigt worden seien. Sie ist auch der Ansicht, dass Diskussionen und Workshops dem links-grünen Zeitgeist entsprächen. Die JSVP schreibt im weiteren, dass sie von der kantonalen Jugendsession nicht direkt, sondern nur über Umwege erfahren hat und meint weiter: «Das stellt den Verdacht nahe, dass gewisse Positionen gezielt gefördert, während andere Positionen gezielt unter den Tisch gekehrt werden sollen.»

Offen für die Kritik
Lea Fuchs, Co-Präsidentin Jugendparlament Kanton Luzern (JUKALU) sagt zu den von der JSVP gemachten Äusserungen: «Der Vorstand des Jugendparlaments möchte zuerst einmal festhalten, dass wir sehr wohl ein offenes Ohr für Kritik haben und jedes Jahr versuchen, uns und die Jugendsession stetig zu verbessern. Wir sind jedoch enttäuscht, dass die junge SVP den Weg über eine offizielle Medienmitteilung sucht, anstatt zunächst auf die Organisatoren, sprich uns zuzukommen. Die JSVP hat uns zu Beginn des Projektes eine klare Absage erteilt und sich seither sehr passiv uns gegenüber verhalten und selten bis nie auf unsere Bemühungen zur Zusammenarbeit reagiert. Es sei uns also verziehen, dass wir nicht Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben, um sie weiterhin für unsere Sache zu gewinnen. Wir möchten jedoch auch noch auf den speziellen Zeitpunkt hinweisen, an dem die JSVP diese Medienmitteilung veröffentlichte, nämlich gute zwei Monate nach dem Anlass.»

Lea Fuchs betont auch, dass sämtliche Kantonsräte wie auch alle Fraktionen zur Jugendsession eingeladen und dass ihre Mithilfe als Experte oder Expertin bereits am Vormittag erwünscht sei. (Anmerkung der Redaktion: Mit Kantonsrätin Vroni Thalmann war eine SVP-Exponentin an der Jugendsession und lobte den Ablauf wie auch die gut vorbereiteten jungen Frauen und Männer). Beim Thema Tiefbahnhof war auch Kurt Inderbitzin (ehemaliger Präsident der BDP Kanton Luzern) mit dabei, wie von Lea Fuchs zu erfahren war. Sie sagt jedoch, dass bei den Experten die bürgerliche Seite unterbesetzt gewesen sei, zumal diese eher weniger Interesse an der Jugendsession zeigen würden. Die Co-Präsidentin des Jugendparlaments weiter: «Wir verlassen uns im Allgemeinen darauf, dass die Mutterparteien unsere Anfrage auch an die Jungparteien weiterleiten. Bei der Jugendsession noch beim Jugendparlament geht es auch nicht darum, was auf der parteipolitischen Agenda steht oder wofür sich die Jungparteien interessieren, sondern darum, was den Jugendlichen am Herzen liegt. Der Vorstand des kantonalen Jugendparlaments macht der Mitgliederversammlung einige Vorschläge und die Mitgliederversammlung befindet darüber, was das Thema oder die Themen der Jugendsession sind. Die Jungparteien werden jedoch zusätzlich noch im September gebeten, jemanden an die Jugendsession zu schicken, um ihre Jungpartei in fünf Minuten kurz vorzustellen. Dies ist ein Angebot, dass wir machen und zu dem wir nicht verpflichtet sind. Im Weiteren streben wir eine gute Zusammenarbeit mit den Jungparteien an, die wir (abgesehen von der JSVP) mit allen kantonalen Jungparteien auch erfolgreich pflegen.»

Lea Fuchs gesteht wohl ein, dass sich die Moderation an der Jugendsession noch mehr zurückhalten sollte. Das sei ihnen auch von anderen Teilnehmern und Experten zugetragen worden und äussert: «Wir sind bestrebt, uns stetig zu verbessern, und arbeiten seit Beginn sehr gut mit dem Zentrum für Menschenrechtsbildung in Luzern zusammen, welches uns auch die Moderierende (alles PH-Studierende) organisiert und unsere Dossiers für die Jugendsession recherchiert und gestaltet. Wir werden das Gespräch sicher auch mit ihnen suchen.» Abschliessend sagt sie: «Ich möchte noch betonen, dass wir keinen Groll gegen die JSVP Luzern hegen, ihre Kritikpunkte ernst nehmen und hoffen nächstes Jahr mehrere von ihnen an der Jugendsession begrüssen zu können, dann dürfte sich Patrick Zibung auch nicht mehr ganz so allein fühlen.»

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