Rigi Anzeiger
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Keine Immobilienblase in Sicht

LUKB Infoanlass zum Luzerner Immobilienmarkt

Im Kanton Luzern ist auf dem Immobilienmarkt wohl eine zum Teil angespannte Situation festzustellen. Aber keine Immobilienblase. So das Fazit am Informationsabend der LUKB zum Thema Luzerner Immobilienmarkt. Ebikon, Buchrain und Weggis sind als Wohnorte besonders gefragt.

Das Thema interessiert. Der Informationsabend am Dienstag war sehr gut besucht. Daniel Salzmann, Mitglied der Geschäftsleitung der Luzerner Kantonalbank, warf einen analysierenden Blick auf den Regionalen Immobilienmarkt. Auch 2012 prägten steigende Preise den Luzerner Immobilienmarkt. Wesentliche Treiber waren das hohe Bevölkerungswachstum im Kanton und die rekordtiefen Zinsen. «Die allgemein erwartete leichte Konjunkturabkühlung dürfte im Jahr 2013 dämpfend auf die Nachfrage nach Wohneigentum im Kanton Luzern wirken. Als Folge davon könnte sich auch die Preisentwicklung verlangsamen», wagte Daniel Salzmann eine Prognose.

 

Seegemeinden im Fokus

Patrick Schnorf, Leiter Research und Partner von Wüest & Partner AG, vermittelte eine Standortbestimmung zum Luzerner Immobilienmarkt 2013. So stehen im Fokus der Wohnungsnachfrage der Kantonshauptort Luzern und die Seegemeinden sowie die umliegende Agglomeration. Dort haben in den vergangenen zwei Jahren rund zwei Drittel der Wohnungsverkäufe stattgefunden. Dadurch kamen rund 5‘000 zusätzliche Einwohner in diese beiden Regionen, wobei die Gemeinden Horw, Ebikon, Buchrain und Weggis in den letzten Jahren ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum verzeichneten.

 

Nach einer Verschnaufpause Ende 2011 hat sich der positive Preistrend im Luzerner Markt für Eigentumswohnungen 2012 fortgesetzt. Während den letzten zehn Jahren sind die Preise für mittlere Eigentumswohnungen kantonsweit um knapp 50 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die Zinsen weiterhin auf einem äusserst tiefen Niveau liegen und das stabile wirtschaftliche Umfeld zu steigenden Realeinkommen der Bevölkerung geführt hat. Ferner wirk

en sich die demografischen Veränderungen positiv auf den Immobilienmarkt aus. Allerdings lässt sich eine Abflachung der Preisentwicklung bei den günstigeren Eigentumswohnungen beobachten.

 

Am teuersten ists in Meggen

Im Segment der Einfamilienhäuser haben die Handänderungspreise in den letzten zehn Jahren ebenfalls zugelegt, auch wenn der Anstieg mit einem Plus von 35 Prozent im kantonalen Durchschnitt nicht so markant ausgefallen ist wie bei den Eigentumswohnungen. Die teuersten kantonalen Einfamilienhausmärkte befinden sich in der Region Luzern und den Seegemeinden: In Meggen, Weggis, Vitznau und Horw werden Bestandesobjekte von mittlerer Grösse für 1,3 bis 1,8 Millionen Franken gehandelt. Verhältnismässig tief sind dagegen die Preise an der westlichen Grenze des Kantons. Die Verkaufspreise für Einfamilienhäuser in den Gemeinden Escholzmatt, Ufhusen und Marbach liegen aktuell unter 700000 Franken.

Insgesamt stehen die Luzerner Wohnimmobilienmärkte jedoch nach wie vor auf einem stabilen Fundament. Tiefe Leerstandsquoten und konstante Absorptionsraten widerspiegeln eine rege Nachfrage nach Wohnraum im ganzen Kanton.

Am meisten kostet ein Einfamilienhaus in Meggen und in den Seegemeinden.

Am meisten kostet ein Einfamilienhaus in Meggen und in den Seegemeinden.