Rigi Anzeiger
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Kindergärtnerin oder etwas mit Strom

Stella Vaglio aus Ebikon mit «Nonno» am Zukunftstag bei der CKW

Die knapp 11-jährige Stella Vaglio weiss, was sie werden möchte: Kindergärtnerin oder etwas mit Strom, wie ihr Grossvater Giovanni Vaglio. Öfters hat er versucht zu erklären, was er bei der CKW macht. Nun konnte er es seiner Enkelin zeigen – am Zukunftstag.

Am Zukunftstag durften zahlreiche Kinder einem Erwachsenen bei ihrer Tätigkeit über die Schultern schauen. Rund 40 Mädchen und Knaben taten das bei der CKW in Rathausen. Stella Maria Vaglio, die am 24. November ihren 11. Geburtstag feiert, interessierte sich brennend für die Arbeit ihres Grossvaters Giovanni Vaglio, der seit rund 27 Jahren bei der CKW tätig ist, heute als Fachspezialist im Netzschutz. Oft erlebte Stella Vaglio, wie ihr «Nonno» – wie sie ihn nennt – wegen einer Störung im Stromnetz, plötzlich weg musste, weil er Pikettdienst hatte.

Instruktionen in der Netzleitstelle
von «Nonno» Giovanni.

Stella durfte am Zukunftstag zuerst mit den anderen Kindern und ihren erwachsenen Begleitern einen Film ansehen, bis zur Turbine des Wasserkraftwerks Rathausen runtersteigen und in die Stromwelt der CKW eintauchen. Fachspezialist Stromwelt, Thomas Knüsel, simulierte dabei auch einen Stromunterbruch und dessen Behebung. Da erinnerte sich Stella Vaglio sofort an jenen Stromausfall, den sie im Schulhaus Sagen in Ebikon erlebte. Hier besucht sie die fünfte Primarklasse.

Später in der Netzleitstelle, die während 24 Stunden das gesamte CKW-Stromnetz überwacht, erfuhr Stella Vaglio, dass damals ein kaputtes Hochspannungskabel diese Störung verursachte. «Cool» fand das Mädchen einiges, dass sie während den ersten Stunden des Zukunftstages bei der CKW zu sehen bekam.

Stella Vaglio stieg ins
Wasserkraftwerk Rathausen.

Der nächste Weg führte zur Unterstation in Horw, wo sämtliche bis zu gegen 30jährigen Geräte durch neue ausgewechselt werden müssen. Giovanni Vaglio führte seine Enkelin durch sämtliche Räume. Wie gerne hätte Stella Vaglio den Strom angefasst oder gesehen. «Er ist wie ein unsichtbarer Geist», gab Giovanni Vaglio zu verstehen. Die in einer Kiste zwischengelagerten bunten Kabel und alten, kleine Geräte durfte Stella Vaglio jedoch in die Hände nehmen. Dann schaute das Mädchen seinem Grossvater zu, wie er auf einem Laptop Daten eingab. Fast wie ein Programmierer. Die nächste Station galt Giovanni Vaglios Büro in Reussbühl. Auf der Fahrt dorthin schrieb Stella Vaglio ihre Erlebnisse in einem grossen Notizheft nieder für den Bericht für die Schule.

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